Ich greife nach meinem BlackBerry und schicke Oz noch schnell eine SMS in der ich ihn bete so früh wie irgendmöglich bei mir zu erscheinen. Ich bin so glücklich das ich es am liebsten laut in die Welt heraus schreien möchte. War ich jemals so glücklich? Ich glaube nicht. Und das Irre ist, das es sich so verdammt gut anfühlt.
Die Erinnerung an den Kuss erscheint vor meinem geistigen Auge und ich streiche dabei sanft über meine Lippen. Ich kann die ihren noch immer auf den meinen spüren und ich frage mich ernsthaft, wie ich jemals schaffen soll sie vollends zu befriedigen, wenn schon ein simpler Kuss dazu führen kann das ich komme. Ok, auch sie ist gekommen, das beruhigt mich zumindest ein wenig. An mangelnder Ausdauer beim Sex litt ich bisher eigentlich nicht aber das mit Sanne ist so intensiv, so verwirrend, so heiss so schön, das ich mir ernsthaft Sorgen über meine Standfestigkeit mache. Ich muss schmunzeln, keine Ahnung warum, aber ich kann es nicht verhindern, das sich ein fettes Grinsen auf meinem Gesicht ausbreitet. Ich strecke mich auf meinem Bett aus und schlafe, mit dem Gesicht von Sanne vor meinem geistigen Auge, ein.
*********
Als ich Morgens die Wohnungstür öffne umfängt mich ein herrlicher Duft aus der Küche. Marika hat, so wie es duftet, mir wieder ein opulentes Frühstück bereitet und richtig. Sie sitzt da und strahlt mich an.
"Guten Morgen Süße!" Sie steht auf und kommt zu mir um mich zu umarmen.
"Moin, und danke, daß ist jetzt genau das was ich brauche."
"War die letzte Nacht so anstrengend?" Ich erröte
Hilfe.
"Nicht wirklich war ja kaum was los." antworte ich, spüre aber den eindringlischen Blick von Marika auf mir.
"Dann setzte dich, esse und erzähle mir, was dich so aus der Fassung bringt!"
Ok, jetzt oder nie, sie muss es ja eh erfahren, zumal ja Oliver in eine paar Stunden hier auftaucht und ein paar Tage bleiben wird. Ok, durchatmen....und los.
"Wir werden in den nächsten Tagen aus unsere 2er Wg eine 3er Wg machen."
Ich spüre wie Marika sich aufrichtet und mich anstarrt, während ich mir einige Pfannkuchen nehme und etwas gebratenen Speck darum drapiere.
"Ok, wer ist es? "
Ich schlucke.
"Oliver Barret."
Schweigen.
Als ich meinen Blick erhebe und Marika anblicke sehe ich das sich ein breites Grinsen auf ihr Gesicht breit gemacht hat.
Ich entschliesse mich ihr Alles haarklein zu berichten was sich seit gestern Abend erreignet hat und sie hört atemlos zu. Als ich fertig bin mit dem Erzählen fühle ich mich eigenartigerweise entspannter. Es tat echt gut ihr alles zu erzählen und damit mir selber die Gelegenheit zu geben alles noch mal Revue passieren zu lassen. Auf Arbeit hatte ich mir das unter Aufbringung all meine Kräfte untersagt. Jetzt hab ich das Gefühl als ob mir eine Zentnerschwere Last abgenommen wurde und ich finde die Idee ihn gebeten zu haben hierher zu kommen gar nicht mehr so blöd, wie ich es noch heute morgen um 2 gefunden hatte. Als ich sein Zimmer verlassen hatte kam ich mir völlig blöd vor. Aber nun keimt das Gefühl auf, das es gut war ihm das vor zu schlagen.
"Euch hats ganz schön erwischt!" Ich nicke.
"Ist es ok für dich wenn er hier ist?" frag ich vorsichtig.
"Klar warum nicht. Ich hab schon mit Weltstars zusammen auf der Bühne gestanden, ich werde damit umgehen können, das der heisseste Rockstar der Welt hier rumrennt." sagt Marika grinsend.
"Vielleicht kommt auch Oz vorbei, ich glaub das ist sein bester Freund, du wirst ihn mögen, er ist witzig."
"Zumindest ist der Name schonmal witzig!" lacht sie und wir machen uns beide dann wieder über das lecker Frühstück her.
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Um halb 8 klopft es an meiner Tür und eine Schwester betritt mein Zimmer um ihrer täglichen Arbeit nach zu gehen. Mein Blutdruck und meine Temperatur sind normal und ich bitte die Schwester darum, das ich den Doktor dringend sprechen muss.Sie verspricht das sie ihn, sobald er da ist, zu mir schickt. Sie fragt mich ob ich duschen möchte was ich bejahe. Daraufhin überklebt sie meine Verband mit einem Folienpflaster was dem Schutz des Verbandes dient. Als ich ins Bad gehe und mich entkleide, stelle ich erschrocken fest, das ich ja noch immer die Shorts trage, in der heute Morgen eine Menge Sperma gelandet ist.
Mist, das wird eine schmierige Angelegenheit.
Ich entscheide mich einfach mit der Shorts in die Dusche zu steigen und zu beten das es nicht zu sehr klebt wenn erst einmal Wasser dran gekommen ist und siehe da, es scheint zu funktionieren. Die Dusche ist eine Wohltat und nachdem ich mich angekleidet habe, fang ich an meine Sachen zusammen zu packen. Als es klopft unterbreche ich kurz die Arbeit und rufe" Herein!"
Oz betritt das Zimmer, in seinem Blick erkenne ich Sorge. Ich muss schmunzeln als ich ihn so sehe.
" Oli, was ist passiert?" fragt er ohne umschweife.
"Nichts, worüber du dich sorgen musst , Oz!" Ich geh auf ihn zu und umarme ihn freundschaftlich. Er sieht mich skeptisch an und blickt dann durchs Zimmer.
" Du packst?"
"Ja."
"Warum?" Seine Augen sind weit aufgerissen vor Neugier.
" Ich werd das Krankenhaus verlassen!"
"Um wo hin zu gehen?"
"Zu Sanne!"
" Gott sei dank!" Oz atmet hörbar aus. Ich sehe ihn erstaunt an.
"Sie hat sich also gemeldet?"
"Nicht nur das, sie war hier!" grinse ich ihn an und auf seinem Gesicht erscheint ein Lächeln.
"Geht das denn so einfach, das du gehst?"
"Sanne sagt das es geht, ich warte nur noch auf den Doc und werd das dann klären. Selbst wenn er nein sagt wird mich hier nichts halten. Sanne hat jetzt 5 Tage frei und wir haben beschlossen diese zusammen zu verbringen und ich find die Idee diese Tage bei ihr zu verbringen recht gut!"
" Du setzt dich und ich packe den Rest weiter für dich ein. Noch bist du Rekonvalesent und musst dich schonen!" Wiederstrebend setzte ich mich aufs Bett und überlasse es Oz den Rest zusammen zu packen. Er verschwindet ins Bad um dort die Sachen einzusammeln und als er wieder raus kommt hält er die patschnasse Shorts in seiner Hand und sieht mich fragend an. Ich werd knallrot.
Oz hebt neugierig eine Augenbraue und sieht mich fragend an.
" Bist du jemals nur durchs Küssen zum Orgasmus gekomme?"Ihm fällt die Kinnlade runter.
"Nein, aber wenn ich mir das so ansehe....du schon." Ich lächel.
"Nicht nur ich." Oz starrt mich ungläubig an.
"Sie etwa auch?" Ich nicke.
"Wow, das muss ein wahnsinns Kuss gewesen sein!"
"Ja Oz das war ein wahnsinns Kuss und ich hab sowas vorher noch nie erlebt. Es war so als ob alle Nerven in meinem Körper eine direkte Verbindung mit meiner Zunge hatten. Das Gefühl war undbeschreiblich als wir uns küssten. Seit diesem Moment frag ich mich ernsthaft ob ich jemals in der Lage sein werde sie vollständig zu befriedigen. Ich meine, ich komme allein wenn sie mich berührt oder sie mich küsst. Himmel, ich glaub das mit ihr werd ich nicht lange überleben. Was immer das ist, es ist nicht gut fürs Herz, glaubs mir."
Oz lauschte meine Ausführungen gespannt und liess mich keine Sekunde aus den Augen. Aufeinmal scheint er eine Idee zu haben.
"Ich will dir was zeigen!" Wie? Jetzt? Verdammt ich warte doch auf den Doc.
Er greift nach meinem Arm und führt mich ins Bad, dort positioniert er mich vor dem Spiegel. Ich sehe ihn verwirrt an.
"Schau dich an!" befiehlt er. Ich tue ihm diesen Gefallen, noch immer verwirrt.
"Oz, ich weiss wie ich aussehe."
"Das, Oliver, wag ich ernsthaft zu bezweifeln."
Ich runzel die Stirn und blicke nun in mein Gesicht. Ich suche instinktive mein Gesicht nach etwas ab was da nicht sein sollte, sowas wie ein Pickel, oder Abzeß. aber ich erkenne nix ungewöhnliches. Dann richte ich meinen Blick auf meine Augen und dann begreife, sehe ich, was Oz meint. Himmel...heilige Mutter Gottes....
Meine Augen strahlen vor Glück. Ein sattes Strahlen was von ganz tief drinnen zu kommen scheint. Ich ziehe scharf die Luft ein.
"Es mag sein daß das was du empfindest nicht gut fürs Herz ist......aber es steht dir. Ich glaube ich habe vorher noch nie in glücklichere Augen geblickt."
Mein Blick sucht im Spiegel den Blick von Oz und als sich unsere Blicke treffen, weiss ich, das er Recht hat.
Es klopft an meiner Zimmertür und der Doktor betritt das Zimmer. Oz beschliesst uns solange allein zu lassen und ich deute dem Doktor das er sich setzen möge.
"Sie wollten mich sprechen, Mr. Barret?"
"Ja Doctor Hoffmann, ich möchte auf eigenem Wunsch die Klinik verlassen!"
"Das sehe ich, sie haben ja bereits gepackt. Ich halte es aber für keine gute Idee. Könnte ich sie dazu bewegen wenigstens noch 2 Tag zu bleiben? Dann sollte die Wahrscheinlichkeit das die Narbe aufgeht, gegen Null tendieren." sagt der Doktor hoffnungsvoll.
"Nein, dazu können sie mich nicht bewegen. Aber vielleicht schaffe ich es ja sie zu beruhigen, wenn ich ihnen erzähle, das da wo ich hin möchte eine Krankenschwester sein wird, die sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, liebevoll um mich kümmern wird. Sie müssten mir nur alles Mitgeben was an Medikation und so wichtig ist und ich verspreche ihnen das ich mich regelmäßig hier einfinden werde, damit sie meine Heilungsverlauf verfolgen können. Sie müssten mir nur sagen wann ich das nächstemal kommen soll."
Doktor Hoffmann atmet hörbar tief ein und runzelt die Stirn. Als er mich ansieht erkenn ich sowas wie Zuneigung in seinen Augen, bin mir aber ziemlich sicher das sich diese Zuneigung nicht auf mich bezieht. Merkwürdig.......was läuft hier?
"Es geht mich zwar nix an und sie brauchen auch nicht zu antworten, aber trotzdem wurde ich sie gerne etwas fragen."
"Nur zu."
" Die Krankenschwester die sie, wie sagten sie so schön, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, liebevoll versorgen wird.......handelt es sich hierbei um Schwester Sanne?" Fuck, steht mir das echt ins Gesicht geschrieben? Nun atme ich hörbar ein.
"Sie haben Recht, es geht sie wirklich Nichts an.....aber ja, ich rede dabei wirklich von Sanne. Ich habe vor die nächsten Tage bei ihr zu verbringen."
Doktor Hoffmann sieht mich mit einem durchdringenden Blick an, der mir schon fast Angst macht. Ich halte aber trotzdem tapfer seinen Blick stand. Schliesslich sagt er:
" Ich kenne Sanne seit sie hier ihre Ausbildung begonnen hat und ich wünsche ihr alles Glück auf Erden, denn sie hat es mehr als nur verdient Glücklich zu sein ........doch bezweifel ich ernsthaft das sie zu ihrem Glück beitragen können!" Sein Blick ist noch immer auf mich geheftet und ich versuche krampfhaft nicht die Fassung zu verlieren und auf ihn einzuschlagen. Was glaubt der Kerl wer er ist? Ihr Vater? Oder ist er etwa verliebt in sie? Fuck, warum sitze ich hier und red mit dem über Sanne? Fuck, das läuft definitiv nicht so wie ich es erwartet habe.
Er fährt fort. " Ich weiß was ein gebrochenes Herz aus einem Menschen machen kann und wenn ich, wenn auch nur mit Worten, versuchen kann zu verhindern das Jemanden der mir am Herzen liegt das Herz gebrochen wird, dann entschuldigen sie bitte, muss ich es zumindest versuchen." Er sorgt sich ernsthaft um sie......ok,das kann ich nachvollziehn. Das macht ihn mir wieder sympatisch, auch wenn ich noch keinen Schimmer hab, wie ich ihn davon überzeugen kann das ich nicht vor hab ihr das Herz zu brechen....ehr im Gegenteil.
"Ich bin der letzte Mensch auf diesem Planeten der Sanne weh tun möchte und schon gar nicht ihr Herz brechen, ehr im Gegenteil. Seit ich sie kenne weiß ich wie Glück sich anfühlt und ich möchte ihr die Welt zu Füßen legen. Möchte ihr mein Herz zu Füßen legen, das sie eh schon besitzt." Ich muss lächeln als ich an letzte Nacht denke." Ich weiß nur das ich Zeit mit ihr verbringen muss um rauszufinden ob das mit uns funktionieren kann. Doktor sie wissen wer ich bin, womit ich mein Geld verdiene und ich bin mir sicher das dieses Wissen sie nicht beruhigen wird aber......seit ich sie kenne hat sich alles für mich verändert. Ich erwarte nicht das sie das verstehen, ich versteh es ja selbst kaum. Ich weiß nur das ich es tun muss und wenn sie mich nicht gehen lassen, werd ich trotzdem gehen, es wird sicher noch andere Ärzte geben die mir dann die Nähte ziehen werden."
Doktor Hoffmann blickte mir die ganze Zeit in die Augen und ich schaffte es tatsächlich seinen Blick stand zu halten. Er runzelt die Stirn.
"Ok, ich lass sie gehen. Aber ich muss sie bitten das sie in 2 Tagen gegen Mittag bei mir vorstellig werden. So und jetzt werd ich mir erstmal ihre Narbe ansehen und neu verbinden." Hallelujah !
Nachdem er den Verband erneuert hat und mich darüber informiert hat, das ich ab Mittag leichte Schonkost zu mir nehmen kann läßt er mich wieder allein. In 2 Stunden sollen die benötigten Papiere und die Medikamente für mich bereit liegen und mein Blick auf die Uhr verrät mir, das es schon kurz vor 10 ist. Sanne hat echt Ahung wie es hier läuft, ich werd tatsächlich nicht vor 12 bei ihr erscheinen. Oz kommt wieder ins Zimmer und ich berichte ihn von dem doch sehr skurrilen Gespräch mit dem Dok. Eigenartigerweise runzelt nun auch Oz die Stirn. Fuck, was ist das nur? Was geht jetzt in ihm vor?
" Die Gefahr das du ihr das Herz brichst ist .........groß." Wie bitte? Ich starre Oz ungläubig an.
" Oli, komm schon, ne feste Beziehung hat dich bisher nicht davon abgehalten Groupies abzuschleppen und ob du es nun glaubst oder nicht, einige Frauen sehen auch Sex mit Groupies als Fremdgehen an."
"Hälst du mich für bescheuer?" frag ich Oz gerade heraus. Nun sieht er mich erstaunt an.
"Ich weiß daß das auch Fremdgehen ist und glaubs mir. Ich hab nicht vor mit irgendwelchen Groupies bedeutungslosen Sex zu haben wenn ich doch weiß das Sanne auf mich wartet!" Oz sieht mich mild lächelnd an.
"Wenn du das so siehst, wunderbar, ich wünsche dir jedenfalls alles Glück der Welt und wünsche dir vom ganzen Herzen das das mit euch beiden klappt. Denn auch du hast es verdient sehr glücklich zu sein."
Die Zeit bis Mittag vergeht fast wie im Fluge, ich berichtet Oz noch von den Telefonaten mit Richard und mit meiner Mum und um 12 machen wir uns auf den Weg zum Schwesternzimmer, wo schon alles vorbereitet auf mich wartet. Ich bedanke mich bei den Schwestern und hinterlasse eine großzügige Summe für die Kaffeekasse. Oz, der wie üblich, sich einen Wagen gemietet hat fährt mich zu Sannes Adresse. Die Fahrt ist kurz und als wir unten klingeln wird uns fast sofort geöffnet. Sanne wohnt im 2 Stock. Ich beschliesse schon vorzugehen, denn Oz läßt es sich nicht nehmen meine Klamotten alleine hoch zu schleppen. Als ich Sanne in ihrer Wohnungstür stehen sehe geht mir mein Herz auf. Sie trägt nur Jeans und ein einfaches schwarzes Shirt, die Haare hat sie zu einem Pferdeschwanz gebunden und einmal mehr raubt mir ihr Anblick den Atem.
"Hey" hauche ich
"Hi" flüstert sie
Und schon hab ich sie in meine Arme gezogen und küsse sie leidenschaftlich. Wir küssen uns noch als Oz das erste mal vor der Wohnung erscheint und versucht einen Weg in diese zu finden, was sich schwierig gestaltet, da wir den Großteil des Eingangs ausfüllen. Wir lösen uns von einander und Sanne weist Oz ein. Sie hat eine schöne Wohnung und auf dem ersten Blick erkenn ich das sie eine schwäche für Kiefernholzmöbel hat. Ich folge Oz und ihr in ihr Zimmer, das überraschend groß ist. Auch hier beherrschen Kiefermöbel den Stil. Ich schmunzel.
"Warum schmunzelst du?" will Sanne wissen und umarmt mich und blickt zu mir auf.
"Kiefermöbel!"
Sie stutzt. "Ist das ein Problem?" Ich lache.
"Nein, aber ich komme mir vor wie zu Hause, Meine Mutter hat auch eine schwäche für Möbel aus Kiefernholz." Sie lächelt.
"Dann ist es ja gut, dann fühlst du dich ja sofort wie zu Hause." Sie stellt sich auf die Zehenspitzen und drückt mir einen sanften Kuss auf meine Lippen und läßt mich dann stehen um Oz zur Hand zu gehen. Eigenartigerweise fühle ich mich wirklich als wäre ich zu Hause und diese Erkenntnis läßt mich die Stirn runzeln. Ich versuche noch diese Erkenntnis zu verarbeiten als Oz mich ruft. Er und Sanne sind in der Küche in der, oh Wunder, auch überall Kiefermöbel stehen. Es riecht verlockend nach Essen und Sanne bitte uns uns zu setzten. Mir stellt sie eine klare Brühe hin und Oz und sich Hühnerbrühe mit Reis. Die Brühe ist ein Gedicht und nach 2 Tagen das erste warme was ich zwischen die Zähne bekomme. Sanne ermahnt mich langsam zu essen was ich dann auch tue. Sie erklärt mir das sich der Darm erst wieder an Nahrung gewöhnen muss. Oz greift zur Apfelsaftschorle und giesst sich ein Glas davon ein, während Sanne mir einen Kamilientee zubereitet hat.
"Ein Lob an die Köchin, die Hühnerbrühe ist super lecker." Oz strahlt Sanne übers ganze Gesicht an.
"Danke Oz, es freut mich das es dir schmeckt."
"Wenn ich das Grinsen von Oli richtig deute, schmecks ihm auch." sagt Oz und nickt in meine Richtung. Sanne lacht und ich spüre wie dieses Lachen wieder mein Inneres berührt.
"Oz, was mich interssieren wurde.... wo schläfst du denn solange Oli noch in Berlin weilt?" fragt Sanne. Oz schaut Sanne neugierig an und antwortet dann:
"In dem Hotel, indem auch noch Oli ein Zimmer hat."
"Aprospro, kannst du mir bei Gelegenheit meine restichen Klamotten hier her bringen? Ich geh mal davon aus das ich bis zum Abflug nach Asien hier bleiben werde."
"Klar kein Thema. Soll ich denn das Zimmer auch gleich canceln?"
"Das wäre lieb, dann muss ich nicht Richard extra darum bitten."
"Warum bleibst du nicht auch einfach hier Oz?" fragt Sanne plötzlich?
Oz und ich starren sie ungläubig an.
"Wir haben noch ein Gästezimmer, was zwar recht klein ist, aber zum schlafen reicht es allemal und wenn du Platz und Ruhe zum arbeiten brauchst kann ich dir bestimmt ne Ecke im Wohnzimmer frei räumen. Du kannst dir das Zimmer ja mal ansehen wenn wir fertig gegessen haben."
Oz sieht von Sanne zu mir, dann wieder zu Sanne.
" Ich muss das Zimmer nicht sehen um dieses wahnsinns Angebot anzunehmen.Überall ist es besser als in einem Hotel. Ich wurde gerne hier bleiben, nichts wurde mich mehr erfreuen. So hab ich wenigstens die Gelegenheit aus nächster Nähe mit zu erleben wie du das Leben von Oli auf den Kopf stellst!" grinst Oz nun Sanne frech an, die doch tatsächlich errötet.
Verdammt Oz, lass das sein.....himmel herr gott, was bezweckt er damit?
"Wie lange kennt ihr zwei euch schon?" fragt Sanne nun Oz um von sich abzulenken.
" Seit der Grundschule. Wir sind...waren Nachbarn und verbrachten den Größtenteil des Tages zusammen...naja irgendwie bin ich an ihm hängen geblieben."
"Und wie ich deinen Äusserungen entnehme, redet ihr über alles." Fuck, auf was will sie hinaus?
"Wäre das ein Problem für dich? fragt Oz grad heraus.
"Nein überhaupt nicht, ich red ja mit Marika, meine Mitbewohnerin und Freundin, auch über alles. Ich find es wichtig das man Jemanden hat mit dem man über Alles reden kann und ich bin glücklich, das Oli auch so einen Jemand hat.Zumal ich davon ausgehe, das es für ihn besonders schwer sein dürfte bei neuen Bekanntschaften einen solchen Jemand zu finden."
wow...diese Frau ist......toll......und verwirrend.
Oz sieht sie bewundernd an.
"Nun ist mir klar was Oli an dich so mag!" Sanne lächelt ihn an, ein offenes, ehrliches Lächeln und ich spüre das sie nie zwischen mich und Oz stehen wird, ehr im Gegenteil, sie wird mich vermutlich darin bestärken.
Nach dem Essen zeigt Sanne Oz das Zimmer und er entschliesst sich seine und meine Klamotten umgehend zu holen. Sanne gibt ihm ihren Schlüssel da sie nun doch etwas müde ist und sich 2 Stunden hinlegen möchte.Nachdem Oz gegangen ist ziehen Sanne und ich uns in ihr Zimmer zurück. Ich entschliesse mich ihr beim Schlafen gesellschaft zu leisten. Ich entkleide mich bis auf meine Shorts und schlüpfe zur ihr ins Bett. Sie trägt nun auch nur noch das Shirt und ihren weissen Slip.Mein Herz schlägt wieder wie wild als ich sie so neben mir spüre und ich ihre nackten Beine an den meinen spüre. Ich spüre das auch ihr Herz schnell schlägt und dann siehts sich mich mit dunkler werdenden Augen an.
" Na toll, jetzt bin ich wieder hell wach!" schnurrt sie und ich muss lachen.
"Der Doc meinte ich soll mich noch 2 Tage schonen und auf größere körperliche Belastungen verzichten." Sanne sieht mich herausfordernd an.
"Naja es gibt ja Dinge die wir tun könnten die nicht ganz so große körperliche Belastungen für dich darstellen dürften." raunt sie mir zu und in diesem Moment steh ich lichterloh in Flammen. Ich schlucke."An was hattest du da gedacht?" frage ich und spüre wie mein Mund staubtrocken wird. Himmel, sie will mich verführen.......fuck, sie hat mich schon an der Angel.....
Sie sieht mich voller Verlangen an und küsst mich leidenschaftlich. Ich erwiedere ihren Kuss mit gleicher Leidenschaft und als sich unsere Zungen finden, spüre ich wie ihre Hand langsam meinem Bauch hinabwandert und sich einen Weg in meine Shorts bahnt. Ohh Gott......
Als sie meine teilweise eregierten Penis findet umfasst sie ihn auch sogleich und reibt ihn vorsichtig. Hilfe.....
Ihr Kuss wird fordernder und sie erhöht etwas den Druck auf meinem Penis, was ich mit einem lauten Stöhnen quittiere.Ihre Hand fährt langsam auf und ab und ich kann mich nur schwer beherrschen ihr nicht alle Kleider vom Leib zu reissen und tief in sie einzudringen. Stattdessen schicke ich nun meine Hand auf Reisen und suche den Weg zu ihrer Scham. Als ich sie gefunden hab spüre ich die Hitze und die Feuchtigkeit die von ihr ausgeht und küsse Sanne nun etwas härter.Sie erwiedert meinen Kuss mit gleicher Intensität. Während sie nun das Tempo an meinem Penis erhöht erforschen meine Finger ihre Scham, langsam lass ich 2 Finger in sie gleiten und erschauder am ganzen Körper. Himmel ist sie feucht und heiss...das fühlt sich so gut an........Herr im Himmel Unsere beider Atem kommt nun unregelmässiger und keuchend und ich verliere mich abermals an das Gefühl was diese Frau in mir auslöst. Während sich zwei Finger von mir langsam in sie vor und zurück bewegen, findet mein Daumen ihre Klit und massiert diese sanft, was Sanne dazu hinreissen läßt laut aufzustöhnen und meiner Hand ihr Becken entgegen zu strecken. Mein Schwanz ist mittlerweile so hart und groß das er schmerzt. Mein Körper betelt um Erlösung und ich spüre das ich nicht mehr lange brauche. Ich erhöhe meinen Druck auf ihre Klit und massiere mit den Fingern ihre Scheidenwand und als ich den G-Punkt gefunden hab spüre ich wie sich alles in Sanne zusammen zieht. Sie kommt so gewaltig das ich das Gefühl habe als ob ihre Vagina versucht meine Hand einzusaugen. Das Gefühl ist so geil das nun auch ich heftig komme und zu meiner Überraschung fängt Sanne diesmal meinen Samen mit einem Kleenex auf. Wann zum Teufel hat sie das besorgt?
Der Orgasmus hallt noch lange in mir nach und auch sie braucht eine Weile um sich wieder zu beruhigen.
"Und, war das zu anstrengend? fragt Sanne kokett nach. Ich schüttel lachend den Kopf und vergrabe mein Gesicht an ihrem Hals, den ich zärtlich küsse. Dabei inhaliere ich ihren köstlichen Geruch und spüre, das nun auch mich die Müdigkeit übermannt und wir schlafen zufrieden und befriedigt engumschlungen ein.
Als ich wieder erwache, höre ich Stimmen vom Flur. Ich strecke mich und blicke zur Seite und stelle fest das Sanne schon auf sein muss. Ich stehe auf, ziehe mich wieder an und geh den Stimmen nach. Oz steht zur Schwelle des Wohnzimmers und unterhält sich angeregt.
"Und du bist der beste Freund von Oliver?" höre ich, eine mir unbekannte Stimme Oz fragen.
"Ob ich sein bester Freund bin weiß ich nicht, zumindest aber bin ich ein Freund." antwortet Oz und ich spüre das mich diese Aussage bis ins Mark trifft. Wie kann Oz nicht wissen das er mein bester Freund ist? Oz muss es nun spüren das ich ihn anstarre, denn er dreht sich zu mir um.
"Oh, hey, ausgeschlafen?" fragt er grinsend.
" Oz, DU bist mein BESTER Freund!" sage ich und betone dabei jedes einzelne Wort. "Und ich denke, das es so langsam Zeit wird, das wir mal über uns reden."
Oz sieht mich sprachlos an und bringt nur ein Nicken zustande. Ich geh weiter ins Wohnzimmer und treffe dort auf Marika, die noch zierlicher aussieht als auf das Foto von der Premiere. Sie sieht mich neugierig an, weicht auch nicht meinem Blick aus als ich ihren erwiedere. Endlich mal Jemand der nicht von mir so beeindruckt scheint. Sieht aus als wenn auch mit ihr ein entspannter Umgang möglich wäre.
"Hallo, ich bin Oliver." stelle ich mich vor und reiche ihr meine Hand zur Begrüßung.
"Marika"anwortet sie und ergreift meine Hand. "Ich hab schon gehört das du deutsch kannst, aber aus Höflichkeit Oz gegenüber sollten wir beim Englisch bleiben."
Mein Respekt ihr gegenüber steigt erheblich, sie weiss was sich gehört.
"Gerne, ich will auch nicht das Oz sich ausgeschossen fühlt." Ich lächel sie an und sie lächelt freundlich zurück. Oz, der noch immer in so einer Art Schockstarre zu sein scheint räuspert sich und betritt nun auch das Wohnzimmer, das auch von Kiefernmöbel beherrscht wird.
" Ich wollte dich nicht verletzen, Oli." sagt Oz unerwartet zu mir. Ich sehe in überrascht an.
"Okeee, dann werd ich mich mal zurück ziehen und euch alleine lassen."sagt Marika und ist auch schon verschwunden.
Ich atme tief ein. "Du hast mich nicht verletzt, Oz, viel mehr bin ich beschämt das ich offensichtlich in all den Jahren nicht in der Lage war dir zu verdeutlichen das du mein bester Freund bist. Ich ging davon aus das es eigentlich klar ist, aber allem Anschein nach war dir das bisher nicht klar und ich habe keine Ahnung wie oder was ich tun kann, um dir das zu verdeutlichen."
Oz sieht mich mit großen blauen Augen an, fast so als ob ich der Weihnachtsmann wäre auf den er schon sehnsüchtig gewartet hat.
" Willst du es schriftlich haben?" frage ich nachdem noch immer kein Wort von Oz zu hören ist. Himmel Herr Gott Oz, sag endlich was!
Schweigen.
"Soll ich dir einen Song widmen?" Oz blinzelt hektisch.
"ähmm...nun ....ja, also die Idee mit dem Song wurd ich klasse finden."feixt er plötzlich und ich bin sehr froh den alten Oz wieder zu haben. Ich pack ihn an seinen Schultern und seh ihn an. "Wage es nie wieder an meine Freundschaft zu dir zu zweifeln. Ich erzähle dir Dinge, die nicht mal meine Eltern wissen und du kennst wirklich jedes noch so peinliche Geheimnis von mir."
Oz lächelt schüchtern und ein Blick in seine Augen verät mir das er es nun endlich begriffen hat.
Um das Thema zu wechseln frage ich ihn ob er weiß wo Sanne ist. Oz bejat das und erzählt mir das sie Einkaufen fürs Abendbrot ist. Und dann höre wir auch schon wie die Wohnungstür aufgeschlossen wird. Ich geh ihr entgegen und sie strahlt mich an, als sie mich sieht. Ich ergreife die Einkaufstüten und trage sie in die Küche. Sanne folgt mir und gemeinsam verstauen wir die Einkäufe.
"Dir wollte ich zum abend gedünsteten Fisch machen auf einem Reisbett, ist das ok für dich?" Ich sehe sie liebevoll an."Du bist die Expertin, wenn du denkst das es ok ist wird es auch für mich ok sein." Sie küsst mich zärtlich und ich spüre abermals eine Woge des Glückes mich erfassen.
Marika erscheint und schon befinden wir uns in einer lebhaften Unterhaltung über Trainingsmethoden, denn Marika schilderte in den schillerndsten Farben was sie heute so alles trainiert hat. Sanne kocht sich und den beiden anderen ein schnelles Wokgericht und als mein Fisch fertig ist essen wir alle gemeinsam zu Abend. Wie ich herraus gefunden hab, essen beide ab 18 Uhr nichts mehr. Der Abend vergeh recht schnell und als ich das nächste mal auf die Uhr blicke ist es schon 22 Uhr. Marika verabschiedet sich als Erstes und Oz flogt kurz danach.
Sanne und ich ziehen uns dann auch in ihr Zimmer zurück. Sie will sich zur Nacht umziehen doch ich hindere sie daran. Sie sieht mich fragend an.
"Ich will dich ausziehn und wenn du gesattest wurde ich dann gerne jeden einzelnen Zentimeter deines Körpers küssen." Sie schnappt nach Luft und nickt.
Ich greife zum Saum ihres Pullovers und ziehe ihn ihr sanft über den Kopf. Dann löse ich ihr Haarband und ihre blonde Mähne ergiesst sich über ihre Schultern. Ich ziehe scharf die Luft ein. Gott, ist diese Frau schön! Ich beuge mich zu ihr hinab und küsse sie sanft auf ihren Lippen, wandere dann weiter zu ihrer Schulter und greife dann um sie rum, um den BH zu öffnen. Ich streich sanft den BH von ihren Schultern und blicke sie dann voller Leidenschaft an. Ihre Brüste sind einfach wundervoll. Ich beuge mich zu ihnen hinab und küsse ihre Brüste sanft, meine Lippen suchen die eine Brustwarze und meine Finger finden die andere. Sanne stöhnt leise auf und greift in meine Haare. Meine Zunge neckt ihre Brustwarze und ich spüre wie sie sich unter diesem sinnlichen Spiel aufrichtet und hart wird. Sannes Atem kommt nun schneller und oberflächlicher und der Duft der von ihr ausgeht stellt seltsame Dinge mit mir an. Jede Faser meines Körpers reagiert auf sie und mein Schwanz richtet sich so schnell auf das die Eichel hart an dem Reissverschluss reibt. Ich vergrabe meine Hände nun in ihre Haare und Küsse sie leidenschaftlich und drücke mein Becken gegen sie. Ich will das sie spürt was für eine Wirkung sie auf mich hat. Sie spürt meine Erektion an ihrem Bauch und stöhnt auf. Ich grinse als ich das höre und verstärke meinen Kuss. Ich lasse meine Hände sanft über ihren Oberkörper gleiten, bis ich zum Bund ihrer Jeans komme. Ich öffne den Knopf und ziehe langsam den Reissverschluß herunter. Ich bewege mich küssend über ihren Hals, ihren Schulter, ihren Busen zu ihrem Bauch und als ich vor ihr auf die Knie gehe höre ich wie sie scharf die Luft einzieht. Ich blicke zu ihr hinauf und sehe in ihren Augen die Leidenschaft lodern. Dieser Blick setzt mich nun vollends unter Strom und ich umspiele mit meiner Zunge ihren Nabel. Währendessen, streife ich ihr zärtlich die Jeans ab, hebe ein Bein nach dem anderen und ziehe ihr die Jeans ganz aus und lasse sie auf den Boden fallen. Ich befeuchte meine Lippen und beuge mich vor und vergrabe meine Nase in ihrem Schoss, inhaliere ihren wunderbaren Duft der von ihrem Schoss verströmt wird. Ich spüre die Hitze und die Feuchtigkeit durch ihren Slip und ich begehre sie in diesem Moment so sehr, das es mir schon körperlich weh tut. Ich streife nun auch noch ihren Slip ab und richte mich dann wieder auf, führe sie zu ihrem Bett hebe sie an und lege sie dann sanft aufs Bett. Ihre Augen lassen mich keine Sekunde aus dem Blick. Ich ziehe mich nun langsam aus, und als meine Shorts fällt stöhnt sie abermals hörbar auf. Ich lege mich neben sie und beginne sie sanft auf die Stirn zu küssen. Mit den Mund setze ich meine Reise fort, über ihre Wangen zu ihrem Mund, dann weiter Abwärts zu ihrem Hals, den ich mit sanften Küsse bedecke, über ihren Busen, die beide ausgiebig von meiner Zunge verwöhnt werden, hinab zu ihrem Bauch, den ich mit meinen Lippen und Zähnen sanft entdecke. Sanne windet sich stöhnen unter mir und vergräbt ein weiters Mal ihre Finger in meinen Haaren. Ich setze meine Entdeckungsreise mit dem Mund fort, wander nun mit den Lippen das eine Bein hinab, liebkose mit der Zunge jeden einzelnen Zeh und wandere dann das andere Bein wieder hinauf. Ich spreize sanft ihre Beine und lass dann meinen Kopf in ihren Schoss sinken und bedeckte ihre Scham mit sanften Küssen, blase leicht auf ihr Geschlecht und beginne dann mit meiner Zunge jeden einzelnen Zentimeter ihrer Scham zu erkunden. Ich umkreise zärtlich mit der Zunge ihre Klit und spüre wie Sanne erbebt. Ich setzte diese süße Folter fort und schiebe 2 Finger sanft in sie ein.Himmel ist sie nass...und so heiss.... Oh Gott..... ich will ganz in ihr sein. Ich will sie spüren, ich will das sie mich tief in sich spürt.Ich löse mich von ihrem Schoss und bewege mich küssend aufwärts, dabei lasse ich sanft meinen Körper über sie gleiten. Als ich schliesslich auf höhe ihres Gesichtes bin suche ich ihren Blick. Sie sieht mich voller Begehren und Liebe an. Ich streichel sanft ihr Gesicht. " Verhütest du?" frage ich sie sanft. Sanne sieht mich erstaunt an. "Ja, ich nehme die Pille. Bist du sicher Oliver das du das willst?" "Ich begehre dich so sehr und ich will tief in dir sein.Ich will das du mich ganz spürst. Ich werd vorsichtig sein und werde aufhören wenn ich merke das es mir wehtut.Aber ich bin nicht mehr in der Lage noch länger zu warten." Ich sehe ihr in die Augen und sie küsst mich zärtlich und umschlingt meine Hüfte mit ihren Beinen. Sie hebt ihr Becken an und dann dringe ich langsam, ganz langsam in sie ein.
Kapitel 4
Mittwoch, 30. Januar 2013
Dienstag, 29. Januar 2013
Kapitel 2
Klopfen weckt mich aus meinem Schlaf, der durchaus erholsam war, wenn auch der Traum sehr erregend war. Ich richte mich auf, versuche meine Errektion zu verbergen und blicke zu Tür. In einem Teil meines Gehirns wird der Wunsch laut das Sanne jetzt durch diese Tür kommt und wir meinen Traum hier und jetzt wahr werden lassen. Durchatmen Oliver, tief durchatmen.
Leider ist es nur eine andere Krankenschwester, die mir abermals den Blutdruck kontrollieren möchte und auch gleich noch die Temperatur messen möchte. "Ihre Werte sind gut Mr.Barret, wenn alles so bleibt können sie nachher das Bett verlassen aber bitte übertreiben sie es nicht." ermahnt mich die Schwester. Ich nicke nur geistesabwesend und dann fällt mir doch noch eine wichtige Frage ein. " Wenn ich auf die Toilette muss, wie soll ich mich da verhalten?" Sie sieht mich mit großen Augen an und errötet. "Klingeln sie einfach dann begleiten wir sie zur Toilette das erstemal und wenn ihr Kreislauf mitmacht, dann können sie alleine gehen, müssen halt nur auf die Infusionen achten.Gegen 20 Uhr bekommen sie nochmal eine Antibiose, da sollten sie auf ihrem Zimmer sein." "Können sie mich nicht zur Toilette begleiten?" Ihr Gesicht nimmt mittlerweile die Farbe einer Tomate an.
"Hey, ich bin ein ganz normaler Mensch, der Bedürfnisse hat und im Augenblick etwas Hilfe benötigt."sag ich beschwichtigend, was leider den gegenteiligen Effekt hat und die arme Schwester jetzt auch noch anfängt zu zittern. "Schade" sage ich eigentlich mehr zu mir selbst aber die Schwester nimmt es sofort auf. "Was ist Schade?" fragt sie neugierig und ich merke wie ihre Augen noch größer werden."Ich dachte nach der sehr souveränen Schwester heute Nacht wären alle so." Sie sieht mich überrascht an. "Welche Schwester war das denn?" "Ich glaub ihr Name ist Sanne. Sie hat sich sehr gut im Op Bereich um mich gekümmert." Ein offenes, ehrliches Lächeln erscheint jetzt auf ihrem Gesicht. "Ja die Sanne, die ist toll, das stimmt, ihr selbstbewusstsein und ihr selbstvertrauen hätte ich gerne." " Ja, sie scheint sehr tough zu sein" erwieder ich, worauf die Schwester leicht den Kopf schüttelt. "Als Tough im Sinne von Knallhart wurde ich sie nicht bezeichnen. Sie weiss was sie will und sie weiss was sie kann und das ist, denk ich, nicht mit Tough zu beschreiben. Sie geht sehr liebevoll und fürsorglich mit den Patienten um und ich denke das etliche Schwestern sich an ihr eine Beispiel nehmen könnten." Ich muss lächeln als ich diese Worte höre, die mich unweigerlich an mein Malheure von heute Morgen erinnern. Ihre Berührungen waren wahrlich liebevoll. "Begleiten sie mich nun zur Toilette oder muss ich nochmal klingeln?" frag ich nun kokett in der Hoffnung das sich ihre Befangenheit mir gegenüber durch die Unterhaltung etwas gelegt hat. Sie lächelt und zusammen machne wir uns auf den kurze Weg zur Toilette, die sich ja in meinem Zimmer befindet. Nachdem sie den Infusionständer so plaziert hat das er mir nicht im Weg ist läßt sie mich allein.
Die Blase zu entleeren stellt sich als echte Wohltat heraus und ich befürchte fast das ich das bad unter Wasser setzte wenn das so weiter geht. Als ich fertig bin rufe ich nach der Schwester, die mich wieder vorsichtig zum Bett begleitet. Als ich drauf sitze teilt sie mir stolz mit, das ich nun alleine gehen könnte und wenn ich schmerzen bekomme ich ruhig klingeln könne. Ich bedanke mich bei ihr lehne aber Schmerzmittel vorerst ab, da ich in den letzten Tage eh zuviel Drogen konsumiert hatte.
Kaum das sie den Raum verlassen hat, fang ich zu Grübeln an.
Andscheinend ist Sanne zu allen liebevoll....hab ich womöglich zuviel rein interpretiert? Shit diese Gedanke gefällt mir gar nicht, zumal sie mir definitiv unter die Haut geht, der Traum von vorhin macht das mehr als deutlich. Verdammt....ich muss es irgendwie hinbekommen das ich sie sehen kann am besten heute noch, bloß wie?
Meine Gedanken werden abermals von einem Klopfen unterbrochen, doch diesmal ist es Oz, bei dessen Erscheinen sich auf meinem Gesicht ein Lächeln breit macht.
"Hey, du siehst ja schon besser aus." ruft er erstaunt aus und stellt eine Akustikgitarre an der Wand ab. Dann holt er auch noch meinen IMac aus seinem Rucksack. "Damit du hier nicht vor Langeweile umkommst." sagt er grinsend und in diesem Moment lieb ich ihn total. "Danke Oz, du bist mein Lebensretter!" sage ich gerührt." Nicht so voreilig...schmeiss erstmal deinen Mac an." sagt Oz und grinst schon fast diabolisch.
Ok, nun haste mich neugierig gemacht, was heckst du aus Oz?
Ich schiebe den Nachtisch so das ich locker an meinen Mac komme, Oz steckt derweile den Stecker in die Steckdose und dann fahre ich den Mac hoch. Im ersten Augenblick rechne ich damit das er den Geist aufgegeben hat, doch er fährt ohne Probleme hoch. Ich seh Oz an und zucke irrietiert mit den Schultern.
" Schau dir alles genau an." sagt Oz mit einem noch fetterem Grinsen im Gesicht.
Ich heb den Mac hoch, dreh und wende ihn kann aber beim besten Willen nix entdecken, was anders sein soll. Oz versucht verzweifelt sich ein Lachen zu verkneifen und so langsam komm ich mir verarscht vor.
Da fällt mein Blick auf eine Datei auf meinem Desktop.
Wow, das ging aber echt schnell. Oh mein Gott, auch noch eine Bilddatei, hoffensichtlich sind da auch Bilder bei.
"Was, dein Bruder war so schnell?" frag ich ungläubig.
"Wir reden hier von meinem Bruder, der Alles rausbekommt!" sagt Oz verheissungsvoll und ich öffne die Datei. Als erstes sehe ich ein Bild von ihr, das sie anscheindend auf einer Premierenfeier zeigt. Sie trägt ein atemberaubendes Abendkleid und neben ihr strahlt eine sehr zierliche Frau in die Kameras. Oz, der neben mir auf dem Bett sitzt, kommentiert das Bild sofort.
"Das neben ihr ist ihre Mitbewohnerin, die arbeitet als Tänzerin an der Staatsoper."
"Aha"sag ich nur knapp und verliere mich wieder in dem Gesicht von Sanne.
"Da kommt noch mehr." sagt Oz breit grinsend.
Die nächste Seite zeigt wieder ein Foto von ihr, diesmal aber ehr in einem privaterem Rahmen. Drauf zu sehen ist eine Gruppe von mehreren Frauen, die ausgelassen sind.
"Das wurde auf der letzten Weihnachtsfeier aufgenommen." Kommentiert auch Oz dieses Bild.
Ich klicke nun zur nächsten Seite, da drauf befinden sich einige Daten von ihr.
Name: Susanne Krüger
Geburtstag: 26.05.1987
Familienstand: ledig
Religion: Evangelisch
Wohnort: Berlin
Anschrift: Tieckstraße 15 10115 Berlin
Telefon: 03034578934
Mobil: 0178 2349004
Beziehung: Dr. Stephan Schneider
" Rick könnte dir noch ihre Sozialversicherungsnummer besorgen und wenn du willst auch ihre Kontodaten."
Ich seh Oz völlig perpelx an.
Das was ich hier auf meinen Mac sehe ist schon mehr als ich erwartet hätte. Vorallem das eine Foto hat es mir angetan. Sie sieht da drauf so schön aus und so glücklich.
"Danke Oz, das ist bei weitem schon mehr als ich erhofft hatte. Was schulde ich deinem Bruder?" Oz shcnaubt verächtlich aus.
"Nix, er tat es aus Neugier, er hat es, genau wie ich, noch nie erlebt das du nach Information von einer Frau gefragt hast und wir beide sind uns einig das sie ganz was besonderes sein muss, wenn du dich für sie so explizit interssierst."
"Das ist sie ja, auch wenn ich mir im Augenblick nicht sicher bin ob ich da nicht zuviel reininterpretiert hab." sage ich nachdenklich.
"Was meinst du mit zuviel reininterprtiert?"
" Das ich Signale von ihr falsch gedeutet haben könnte und es ihr nicht einmal anssatzweise so geht wie mir."
"Wie geht es dir denn?"
Ach Oz.....wenn du wüsstest wie sehr ich mich zum Narren gemacht hab, wie tief mir ihrer Berührungen gingen und wie sehr mich ihr Lächeln und ihr Blick berührten.
"Ich befürchte ich hab mich bis auf die Knochen blamiert." sag ich lachend und schilder Oz die Vorkommnisse der Nacht.
Oz ist sprachlos.
"Du bist nicht wirklich gekommen, oder? du verarschst mich?"
"Ich wünschte das wäre so, glaubs mir, aber nein, ich verarsche dich nicht und ich kann mir das alles beim besten Willen nicht erklären. Ich kann das nichtmal in Worte fassen was ihre Berührungen in mir auslösen und was ich empfinde wenn sie mich ansieht. Sie beherrscht sogar schon meine Träume und ich wünsche mir nichts sehnlicher als Zeit mit ihr verbringen zu können. Doch leider befürchte ich, das nur ich so empfinde, den eine Kollegin von ihr beschrieb sie allen Menschen gegenüber als liebevoll. Vermutlich ist sie so und ich war für sie nur ein weiterer Patient, dem sie die selber Aufmerksamkeit zukommen liess, wie allen Anderen."
"Das lässt sich nur klären wenn du sie nochmal sehen könntest und dabei genau auf ihre Reaktion achtest, was allerdings schwer werden dürfte, da du definitiv Gefühlsmässig zu sehr involviert bist um einen klaren Gedanke zu fassen!"
"Genau, du hast es erfasst."
Oz schaut auf die Uhr. "Komm zieh dir was über, ich fahr dich etwas umher, musst ja etwas die Umgebung kennen lernen wo du die nächsten Tage dich aufhalten wirst." sagt er mit einem Zwinkern.
Was hat er vor? Will ich das? Verdammt natürlich will ich das, solange es mir Hilft mein Gefühlschaos zu beseitigen.
Da Oz mitdenkt hab ich sogar einige Klamotten die ich anziehen kann, wobei wir beide recht schnell merken das es sich schwer gestaltet mit Infusionen sich anzuziehn.
Nach schon fast Akrobatischen Verenkungen haben wir es endlich geschafft und ich sitze angezogen in einem von Oz organisierten Rollstuhl und er schiebt mich durch die Flure des Krankenhauses. Ich schieb den Infusionständer vor mich her, während Oz versucht ohne weitere Unfälle mich durch die Gänge zu schieben. Um 20.30 befinden wir uns in der Lobby des Krankenhauses. Hier herrscht um diese Zeit ein reges Treiben Besucher und Personal laufen hier wild durcheinander und Oz versucht uns so zu plazieren das wir den Haupteingang im Auge behalten können.
"Was macht dich so sicher das sie nicht einen der Nebeneingänge benutzt?" frag ich Oz. Der lächelt nur und weisst auf den Zeiterfassungsapperat hin, der in unmittelbarer Nähe der Information hängt.
Ich schnalze annerkennd.
"Ich verstehe bis heute nicht warum du nicht Manager werden wolltest und stattdessen uns permanent hinter her räumst!"
"Und mir das hier engehen lassen? Im Leben nicht. Ich bin viel lieber Freund als Chef und als Manager hätte ich meinen Fokus auf andere Dinge und nicht auf das Wesenlichste!"
"Das Wesentliche?" frage ich neugierig nach.
" Auf das Wohlergehen, der Freundschaft, der Zuneigung und ja, auch auf die Liebe. Ich finde es wichtig dafür zu sorgen das es euch gut geht, das immer einer da ist der euch bei Bedarf den Sinn des Lebens vor Augen hält, damit ihr das Wesentliche nicht aus den Augen verliert und ich denke das ich bisher meinen Job ganz gut hinbekommen hab." grinst Oz mich an und ich kann ihm vom ganzen Herzen nur zustimmen. Wenn alles drunter und drüber ging war Oz da und schaffte es mit wenigen Worten und Taten uns zu fokussieren. Ich erinnere mich an einige Male wo er es war der die Notbremse zog und uns klar machte, daß wir eine Pause bräuchten
Komischerweise hörten wir alle auf Oz, ohne Ausnahme, weil wir instinktiv spüren das er es vom ganzen Herzen gut mit uns meinte. Sollte Gott jemals ein neues Modell für Engel gebrauchen, sollte er sich Oz als Beispiel nehmen.
Ich blicke Oz an und spüre so tiefe Zuneigung für ihn da es mich fast zu tränen rührt.
Er ist mir Freund, Familie und Verbündeter in Personalunion und in diesem Moment weiss ich genau das ich für ihn das selbe bin. Oz greift nach meiner Schulter und drückt sie sanft, eine Geste die mehr sagt als 1000 Worte.
Ich spüre sie bevor ich sie sehe, meine Nerven richten sich nach ihr aus und ein Kribbeln durchfährt meinen Körper. Ich suche die Lobby ab und entdecke sie in der Menge als sie sich zielstrebig zum Zeiterfasser bewegt. Dort wird sie von einer Kollegin angesprochen und sie wechseln ein paar Worte. Oz hat sie nun auch entdeckt und bewegt mich zu dem Durchgang, wo bisher das meiste Krankenpflegepersonal lang ging. Die Wahrscheinlichkeit das sie da auch lang muss ist somit groß.
"In echt sieht sie ja noch besser aus." gibt Oz anerkennend zu.
Ich nicke nur und versuche meine Nervosität in den Griff zu bekommen. Ich hab bisher keine Ahnung was ich sagen soll und ob ich überhaupt ein Wort über meine Lippen bekomme.
Atme Oliver, einfach atmen, wie bisher auch, einatmen, ausatmen. Oh mein Gott, alleine ihre Präsenz haut mich fast um, was ist bloß los mit mir? Lange steh ich das nicht mehr durch.
"Ruhig Oli, ich bin bei dir." flüstert mir Oz zu und seinen Worten entnehme ich, das selbst er meine Nervosität spürt.
Oh oh, das ist gar nicht gut.
Sie hat die Unterhaltung mit der Kollegin beendet und bewegt sich nun tatsächlich in Richtung dem Durchgang den wir auch ins Auge gefasst hatten. Oz timed das schieben des Rollstuhls so, das wir nahezu zeitgleich durch den Durchgang wollen wie Sanne. Als sie uns sieht stockt sie für einen Augenblick in ihrer Bewegung.
Soweit so gut, zumindest scheint sie überrascht zu sein.
Oz reagiert als erstes.
"Verzeihung, Ladys first!"
Sanne blickt Oz lächelnd an und richtet dann ihren Blick auf mich und ich versuche verzweifelt überrascht zu wirken.
"Schwester Sanne, was für eine nette Überraschung!" sage ich und strahle sie an. Ich spüre wie mir mein Herz bis zum Halse schlägt und ich bete das sie es nicht mitbekommt wie nervös ich bin.
"Mr. Barret, es freut mich sie schon so fit zu sehen." Sie schenkt mir ihr zaubehaftes Lächeln und ich bin abermals verloren.
"Oliver bitte, oder wenn sie mögen Oli. Darf ich ihnen Oz vorstellen?Oz, das ist der Engel von dem ich dir erzählt hab."
Sanne und Oz reichen sich einander die Hand und ich beneide Oz für diese kurze Berührung.
"Hallo Oz, ein interssanter Name." sagt Sanne und Oz erklärt das es nur ein Spitzname ist, da er als Kind gerne gezaubert hat.
Sanne muss lachen als sie die Erklärung hört und dieses Lachen klingt tief in meiner Seele nach.Um den Leuten nicht weiter im Weg zu stehen beschliessen wir uns etwas seitlich zu positionieren.
"Und es geht ihnen wirklich schon besser, Oli? fragt Sanne nach und als sie meinen Namen auspricht klingt es wie ein Gebet und ich habe das Gefühl das mein Herz in jeden Augenblick in tausend Teile zerspringen könnte und das vor Glück.
" Dank ihrer liebevollen Pflege von heute Nacht, ja sicher." entgegne ich und der Satz verfehlt nicht seine Wirkung. Ich sehe wie sie errötet und ein schüchternes Lächeln sich auf ihr Gesicht ausbreitet.
Verdammt, ich muss sie berühren, nur wie anstellen ohne das es plump wirkt?
Und ein weiteres mal kommt mir der Zufall, oder Vorsehung zur Hilfe. Ein unachtsamer Zeitgenosse rempelt Sanne unsanft an und zwar so, das sie geradewegs auf meinen Schoß landet und ich sogar gezwungen bin meine Arme um sie zu schliessen um zu verhindern das sie von mir abrutscht. Auch sie hält sich instinktiv an meinen Schultern fest.
"Es tut mir so leid." entschuldigt sich Sanne atemlos.
"Es ist nichts passiert wofür sie sich entschuldigen müssten, ehr im Gegenteil, ich bin dem Kerl der sie anrempelte sogar dankbar!"Shit, hab ich das jetzt echt laut gesagt? Oh verdammt, sie riecht so gut und sie fühlt sich so gut an.Sanne sieht mich mit ihren großen grünen Augen an und ich spüre wie sie leicht zittert in meinen Armen. In diesem Augenblick weiß ich das ich mir das alles nicht eingebildet habe und sie mich genauso will wie ich sie. Sanft versucht sich nun aus meiner Umarmung zu lösen und sich aufzurichten. Ich lasse meine Hände bewusst an ihren Körper langleiten und ich spüre wie sie erschaudert.Oh Gott, ich will sie so sehr, ich begehre sie wie ich noch nie in meinem Leben etwas begehrt hab.
"Ich muss los, mein Dienst hat schon vor 10 Miunten angefangen." sagt Sanne noch immer bemüht ihre Fassung wieder zu erlangen. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und ergreife ihre Hand und spüre sofort wieder dieses Kribbeln was meinen ganzen Körper zu erfassen scheint.
"Ich muss dich wieder sehen!" sag ich, mit einem Sehnen in der Stimme, welches selbst mich überascht." Oli...bitte...." "Bitte was?" "Ich kann nicht." "Kannst du nicht oder willst du nicht?" "Ich kann nicht"" Warum nicht?" "Es hätte keinen Sinn.Ich hier und du ....überall auf der Welt. Das wäre auf Dauer nicht genug.....nicht für mich und sicher auch nicht für dich." "Du gibst uns auf bevor wir überhaupt eine Chance hatten?" Ich sehe in ihre Augen und ich sehe den Kampf in ihr, einen Kampf den ich hier so jetzt nicht verlieren will! "10 Tage, ich hab 10 Tage in denen ich rausfinden kann ob das mit uns funktioniert und ich bitte dich nur um diese 10 Tage. Alles kann aber nichts muss passieren, aber bitte......bitte lass es mich, lass es uns wenigstens versuchen...bitte." Bitte sag ja, bitte sag ja, ich werd alles versuchen was machbar ist damit das mit uns funktioniert. Bitte sag ja!
Ich flehe sie mit meinen Augen, mit meinem Körper an und sie erhöhrt mich.
"Ok." Yes...Strike......... Scheisse, das nur ein Wort mich so glücklich macht.
Ich reiche Sanne meine Visitenkarte. "Ruf mich einfach an, egal wann, lass uns reden, ich werd vermutlich eh die ganze Nacht wach sein, wann immer du Zeit hast ruf an."
"Ok, Oli, das werd ich tun, ich muss jetzt aber wirklich los. Es war nett dich kennen zu lernen Oz."
"Die Freude war ganz auf meiner Seite!" ruft Oz ihr nach und dann ist sie auch shcon in einem Treppenhaus verschwunden.
Atmen Oli, atmen.
"Und du machstest dir ernshaft Sorgen das du zuviel reininterpretiert habne könntest?" Ich sehe Oz fragend an.
" Oli, du hast definitiv nicht zuviel rein, sondern eh zuwenig rein interpretiert. Das was sich ebend hier abgespielt hat hab ich so noch nie erlebt, nicht einmal in einem Film und glaub mir, ich kenn eine ganze Menge Filme. Das was euch verbindet ist.......Magie....eine Kraft die nicht von dieser Welt stammen kann und du wärst ein Idiot wenn du nicht alles versuchen wurdest um diese Frau zu bekommen und, das wird vermutlich die wahre Herausforderung sein, sie zu halten!"
"Ich glaub ich bin verliebt."
"Nein Oli, du, ihr seit weit darüber hinaus übers Verliebt sein. Das was du empindest und augenscheinlich auch Sanne, ist viel mehr viel viel mehr als nur Verliebtheit.Das ist wahre Liebe, die einzigartige wahre Liebe die vermutlich schon im Himmel beschlossen wurde. Sowas erleben, erfahren zu dürfen ist ein unglaubliches Geschenk, verschwende es nicht. So und nun lass mich dich in dein Zimmer bringen. Ich denke mal, das du Einiges hast worüber du nachdenken musst und ich muss das erlebte auch erstmal verarbeiten."
Oz verabschiedet sich von mir, kaum das wir in meinem Zimmer angekommen sind. Ich entschliesse mich dazu, ersteinmal die Taschen zu leeren die Oz mit gebracht hat. Er hat wirklich an Alles gedacht. Mein Kulturbeutel, Sneakers, einen Morgenmantel, einige Pj Hosen und einiges an Klamotten. In einem weitern Fach entdecke ich Notenpapier und muss schmunzeln. Oh ja, er kennt mich gut, sehr gut sogar und er weiss vermutlich das ich im Augenblick emotional so angespannt bin das ich mir vermutlich die Hände wundschreiben werde. Die besten Songsideen hatte ich häufig in Situationen in denen ich Emotional angespannt war und warum soltte es diesmal anders sein?
Mein Auspacken wird durch die Antibiose, die ich eigentlich schon um 20 Uhr bekommen sollte unterbrochen, aber nach 15 Minuten ist auch das erledigt. Ich erhalten nur noch eine Infusion die als Nahrungsersatz dient, da ich noch immer nichts Festes zu mir nehmen darf, was logisch ist, es sind ja noch keine 24 Stunden seit der OP vergangen. Aufeinmal wird es mir bewusst, daß in den wenigen Stunden sich mein Leben total verändert hat, das ich mich verändert hab. Ich gehe zum Fenster hinüber und blicke auf die Stadt, die mir urplötzlich so unsagbar gefällt, wegen ihr so unsagbar gefällt. Ich spüre wie mein Herz anfäng schneller zu schlagen und ich leg meine Hand auf die Brust und versuche mein Herz zu beruhigen.
Ist das wahre Liebe was ich empfinde? Oder bin ich nur sowas von Geil auf diese Frau? So oder so, es ist es Wert das heraus zu finden. Hab ich jemals so empunden? Nein ! Ich bin mir aber auch nicht sicher ob mir das Gefällt. Diese Achterbahn der Gefühle bringt mich an den Rand des Wahnsinns. Ich hab das Gefühl die Kontrolle über mich und meinem Leben zu verlieren und das macht mir eine heiden Angst. Hab ich einfach nur Angst? Vor was? Vor Liebe? Ich kenn sie ja kaum und sie kennt mich nicht, wie kann man Jemanden den man nicht kennt so begehren...so lieben? Das geht doch gar nicht......oder? Ok, es macht mir Angst, weil ich keine Ahnung hab wo das Alles hinführen wird, aber ich weiß das ich es für den Rest meines Lebens bereuen werde wenn ich es nicht wenigstens versuche!
Das summen meines BlackBerrys reisst mich aus meinen Gedanken. Es ist Richard.
"Hey"
"Alles klar bei dir?" fragt er etwas besorgt.
"Mir gehts erstaunlich gut, danke der Nachfrage." ER atmet erleichtert ein.
" Willst du in die Saaten verlegt werden?"
"Nein!" Im Leben nicht! Hier bin ich und hier bleib ich!
"Ok, war nur eine Frage. Sie Asiengigs hab ich für 3 Wochen erstmal gecanceled. Der Arzt sagte das du vermutlich etwas Zeit benötigen wirst bis du dich wieder einigermaßen bewegen kannst auf der Bühne. Soll ich dir einen PC besorgen?"
"Nein danke Richard. Ich werd, wie bisher, mit Oz dann trainieren. Ich halte jede Wette das er sich schon informiert hat wie er mich wieder auf Vordermann bringen kann." ich muss schmunzeln.
" Oz will solange in Berlin bleiben wie du hier bist."
"Ich weiß und ich bin ihm dankbar dafür."
"Ist es ok für dich wenn ich in die Staaten fliege derweilen?" fragt Richard vorsichtig.
"Klar, warum solltest du hier bleiben? Ich hab den Mac hier und ausserdem funktionieren BlackBarrys in Deutschland genauso gut wie in den Staaten." feixe ich und ich höre Richard erleichtet auflachen.
"Du bist der Kopf der Band und irgendwie kommt es mir nicht Richtig vor, die hier allein zu lassen, in deiner Situation."
"Ich bin nicht allein Richard und die Jungs sind für die Band genau so wichtig wie ich."
"Du weisst das dem nicht so ist, Oliver. An dem Tag wo du dich entschliesst das du keine Lust mehr hast auf Solitary Brave wird der Letzte Tag der Band sein."
"Denkst du das wirklich daß das jemals passieren könnte? Ich meine das ich keine Lust mehr haben könnte?"
"Ja das denke....dachte ich! Die letzten Tage wo du so anderes warst hatte ich es befürchtet und die Jungs auch. Keiner wusste ja was los war und wir befürchteten wahrlich das Schlimmste." Ok, jetzt ist mir klar warum mich alle immer stirnrunzelnd angesehen haben.
" Ich hab nicht vor die Jungs im Stich zu lassen, für kein Geld der Welt!" Es hab fast den Eindruck, als ob ich hören könnte wie Richard ein Stein vom Herzen fällt.
" Gut zu hören! Ich lass dich jetzt schlafen und ich werd die via Mail auf dem Laufenden halten. Solltest du etwas brauchen ruf mich an egal wie spät es ist."
"Das werd ich tun, Richard, aber ich geh davon aus das Oz sich um alles hier kümmern wird, wenn was anfallen sollte."
Wir beenden das Gespräch und ein Blick auf meine Uhr verrät mir, das es schon 22.30 ist. Ich hoffe und bete das Sanne sich die Nacht melden wird. Noch ist es vermutlich zu früh für eine Pause. Ich beschliesse mir die Gitarre zu schnappen und etwas zu spielen. Plötzlich muss ich an meine Mutter denken. Fuck, sie wird sich sicher Sorgen machen. Warum zum Teufel hab ich nicht ehr an sie gedacht?
Ich greifen hastig nach dem BlackBerry und rufe meine Mutter an, die sofort abnimmt.
" Oli, Gott sei dank......wie geht es dir Schatz? "
"Es tut mir leid Mum, das ich mich jetzt erst melde, aber die letzten Stunden waren......verrückt!"
" ach Schatz, du musst dich nicht sorgen, Oz hat mich ja auf dem Laufenden gehalten." Ich schlucke Oh Gott, was hat er ihr alles erzählt?
"Mir geht es gut Mum, ich werd nur ein paar Tage länger in Berlin bleiben als ich es gedacht hatte."
" Berlin ist eine tolle Stadt, du wirst die Zeit dort nicht bereuen!"
"Du bist doch in Berlin geboren, nicht wahr Mum?"
" Ja Schatz und ich vermisse diese Stadt sehr."
"Hast du es je bereut Berlin... Deutschland für Dad verlassen zu haben?"
" Nein Schatz das hab ich nie. Es war nicht immer leicht aber ich hab es keine Minute bereut das ich meine Leben für den Mann aufgegeben hab den ich liebe! Hattest du je das Gefühl das ich es bereuen wurde?"
"Nein Mum, ich frag nur aus Intersse."
Schweigen.
"Schatz, darf ich dich was fragen?"
"Sicher Mum"
"Hast du Jemanden kennen gelernt?"
"Mum, ich lerne täglich Jemanden kennen" necke ich sie liebevoll, obwohl ich ja ahne in welche Richtung diese Frage zielt.
"Oliver, höre auf mich auf den Arm zu nehmen. Ich meine.....hast du dich......womöglich....verliebt?"
Mist, hört man mir das etwas schon an?
Ich atme tief ein.
" Womöglich....Mum."
"Ach Schatz das ist so wunderbar. Ist sie etwa Deutsche?"
"Ja Mum und sie ist Krankenschwester" Ich höre sie förmlich lächeln am anderen Ende der Leitung.
"Wie lange kennt ihr euch schon?"
"So 16 Stunden oder so"
Schweigen.
"Oh, dann muss sie wirklich was besonderes sein. Schatz du klingst so sanft so liebevoll, so hab ich die noch nie gehört und es macht mich glücklich dich so zu hören."
Scheisse, man hört es mir echt an!
"Oz ist sogar der Meinung das es wahre Liebe sein muss."
"Da ich weiss das Oz eine wunderbare Menschenkenntnis besitzt glaube ich ihm jedes Wort. Wenn er es so sieht, wird es auch so sein! Schatz ich freue mich so für dich und ich bete das du diesen Spagat, zwischen ihr und der Band hinbekommst."
"Danke Mum"
"Schlaf jetzt Schatz und höre einfach auf dein Herz, das trifft immer die richtige Entscheidung!"
"Das werd ich Mum...ich hab dich lieb."
"Ich dich auch Schatz."
Als ich das Gespäch beende sehe ich das ich eine SMS erhalten hab. Sie ist von Sanne. Mein Herz setzt für einen Moment aus. Ich öffne die SMS.
Hi, kannst du bitte zu den Schwestern gehen und darum bitten, daß sie dich in der Nacht nicht mehr stören sollen?
Ich schaue verwirrt auf die SMS. Ich entschliesse mich dann dazu, zum Schwesterzimmer zu gehen und zu fragen ob das möglich ist. Und siehe da, es ist möglich.
Als ich wieder in meinem Zimmer bin komm ich fast um vor Aufregung.
Verdammt was hat sie vor? Wieso will sie das ich ungestört bin? Oh mein Gott, das hält mein Herz nicht durch! Atme Oli, atme.
Mein Herz rast und meine Fantasie geht mir mir durch, ich stelle mir vor, wie ich sie hier, in diesem Zimmer, auf diesem Bett, das viel zu klein aufeinmal ist, liebe.
Ich bin noch immer dabei zu versuchen mein Herz unter Kontrolle zu bringen, als sich plötzlich leise die Tür öffnet. Sanne schlüpft hastig hinein und schliesst die Tür leise und dann dreht sie sich zu mir um. Mein Herz setzt abermals für einige Schläge aus um dann noch schneller weiter zu schlagen. Sannes Atem kommt schnell und flach. Ist sie gerannt? Oder geht es ihr wie mir und sie ist einfach nur wahnsinnig aufgeregt?
"Es tut mir leid!" Shit! Bitte sag nicht jetzt es tut dir leid, Gespräche die so beginnen nehmen meist kein gutes Ende.
"Was tut dir leid?" frag ich und spüre wie sich Panik in mir breit macht.
"Das ich dich so aus der Fassung bringe." Ich atme aus, ich hatte nichtmal bermerkt das ich meinen Atem überhaupt angehalten hatte.
"Das ist so kurz nach deiner Op nicht gut und das ist auch der Grund warum ich lieber zu dir kommen wollte als dich durchs Haus zu scheuchen. Heute ist nicht viel los und ich hab meinen Piper dabei und ich dachte einfach nur, das wir uns hier unterhalten könnten, wo du dich hinlegen und dich entspannen kannst, aber wie ich jetzt sehe bist du alles andere als entspannt."
Sie kommt nun langsam auf mich zu.
"Was muss ich tun, das du dich in meiner Gegenwart entspannst?" Sie sieht mich erwartungsvoll mit ihren großen grünen Augen an. Ich muss schmunzeln.
"Beginne bitte nie wieder ein Gespräch mit: es tut mir leid." bitte ich und lächel sie liebevoll an.
"Versprochen!" sie lächelt mich nun auch sehr liebevoll an.
"Leg sich jetzt bitte hin, du solltest noch nicht soviel rumlaufen. Deine Narbe ist noch nicht soweit verheilt das sie einen Dauerzug des Gewebes aushält und um so schneller, die Wunder verheilt desto schneller kannst du hier raus und wir können einiges gemeinsam unternehmen. Berlin hat so viel zu bieten und ich wurde dir gerne Einiges zeigen."
Ich tue ihr den Gefallen und leg mich aufs Bett, Sanne blickt sich um und will sich einen Sessel holen als ich ihr mit einem Klopfen aufs Bett neben mir signalisiere, das sie sich dazu legen soll. Sie sieht mich überrascht an, entschliesst sich dann aber sich zu mir zu legen. Sie zieht ihre Schuhe aus und legt sich behutsam neben mir. Sie legt ihren Kopf in meine Schulterkuhle und ich lege meinen Arm um ihre Schulter und ziehe sie enger an mich. Sie legt ihre Hand sanft auf meine Brust, direkt über mein Herz. Sie so zu spüren, so nah ist der reine Wahnsinn. Eine wahre Flut an Empfindungen durchfliesst meinen Körper und ich schliesse die Augen um mich ganz diesen Gefühlen hinzugeben. Ich hab keine Ahnung wie lange wir so da liegen aber ich geniesse jede Minute davon. Wir bewegen uns nicht, wir reden nicht, wir spüren, fühlen nur und aus irgendeinem Grund empfinde ich das als das erotischste was ich jemals erlebt hab.
" Es macht mir Angst, das, was ich für dich empfinde. Und die Tiefe dieser Gefühle erschreckt mich." sagt Sanne ganz unerwartet und ich bin überrascht das sie es schafft das in Worte zu kleiden was auch ich empfinde.
" Es geht mir nicht anders, bitte glaub mir. Ich hab sowas noch nie erlebt und ich hab im Augenblick auch noch keine Idee wie ich damit umgehen soll, mit den ganzen Gefühlen die ich für dich empfinde. Ich war schon ein paar mal verliebt aber das.....mit dir.....ist was völlig Anderes und ich weiß wirklich nicht wie mir geschieht."
Sanne sieht mich an und hebt ihre Hand um mir sanft mein Kinn zu streicheln. Und wieder jagdt diese sanfte, kleine Berührung einen wohligen Schauer mach dem nächsten durch meinen Körper. Ich streiche ihr sanft über den Rücken, spüre ihre Wärme und nehme einmal mehr wahr, wie betörend sie duftet. Sie trägt kein Parfum, trotzdem raubt mir ihr Geruch alle Sinne.
"Ich will dich küssen." hauche ich.
" Dann tue es." flüstert sie und schon finden sich unserer Lippen.
WoW....wahnsinn....
Ich spüre die Sanftheit ihrer Lippen auf den meinen. Ich streichel zärtlich mit meiner Zunge über ihre sinnlichen Lippen, erbete Einlaß, den sie mir umgehend gewährt. Ich umschmeichel mit meiner Zunge die ihre. Unsere Zungen umtanzen sich, schmeicheln sich und und ich erhöhe den sanften Druck meine Lippen. Ihre Hand gleitet durch meine Haare, zieht zärtlich dran als sich ihre Finger in meinen Haaren verfangen. Ich sauge zärtlich an ihrer Unterlippe, was sie mit einem leisen stöhnen in meinen Mund quittiert. Unser beider Atem kommt nun schneller und wird immer oberfächlicher. Der Kuss wird immer intensiver, immer leidenschaftlicher und ich verliere mich in Zeit und Raum. Ich bestehe nur noch aus Gefühl.
Oh Gott, das ist der Wahnsinn.......wenn ich jemal sterben muss, dann bitte jetzt, perfekter kann es unmöglich werden.
Mein ganzer Körper steht unter Strom, jede einzelne Nervenzelle scheint direkt mit meiner Zunge verknüpft zu sein denn ich spüre den Kuss mit meinem ganzen Körper. Meine Schwanz ist so hart das es schon weh tut. Ich bin mir sicher das Sanne meine Erektion spüren kann, da sie mittlerweile eine Bein auf meine Hüfte gelegt hat. Ich keuche bloß noch und sollte eigentlich von ihr ablassen aber verdammt, das ist das Letzte was ich jetzt will. Ich lege alles was ich jetzt empfinde in den Kuss und spüre, das es an Sanne nicht spurlos vorbeigeht. Auch ihr Atem ist nur noch ein flaches Keuchen.
Ohh Gott...... was passiert hier? Scheisse , ich glaub ich komme gleich...aber wie ist das möglich, es ist doch nur ein Kuss.....Himmel...........aber was für ein Kuss......... Gott ich bin verloren.......
Wir küssen, saugen, necken uns mit den Zungen und aus heiterem Himmel stöhnt Sanne hörbar auf und erbebt am ganzen Körper.
Himmel, ist sie etwa gekomme?
Das zu spüren gibt mir den Rest und ich komme so heftig das es mir ganz den Atem raubt und ich mich verzweifelt an Sanne festklammere so als ob ich am ertrinken bin.
UNsre Lippen lösen sich von einander. Wir beide versuchen unser Atem unter Kontrolle zu bringen. Ich öffne meine Augen und blicke in die von Sanne, die mich ehrfürchtig ansehen.
"Wow..... das nenn ich mal einen Kuss!" sagt sie noch immer atemlos. Sie lächelt mich verlegen an.
"Was machst du nur mit mir?"
"Das selbe könnte ich dich fragen" engegne ich zärtlich. Ich liebkose ihr Gesicht, das leicht gerötet ist, in dem noch immer die Erregung zu sehen ist.
" Ich hab sowas noch nie erlebt.......ich meine, daß ich in der Lage dazu bin zu kommen nur durchs Küssen."
"Dito. Du hast mich verhext Sanne und ich kann mich dir nicht entziehen, nein, ich will mich dir auch nicht enziehen." Sie lächelt abermals.
"Ich hab jetzt 5 Tage frei. Wurde es dir was ausmachen dich vorzeitig entlassen zu lassen?"
"Geht das denn?" frage ich erstaunt nach.
"Im Prinzip ja, du müsstest nur unterschreiben das du gegen ärztlichen Rat gehst. Es birgt allerdings das Risiko, falls es Komplikationen gibt, das deine Versicherung nicht für etwaige Kosten aufkommen könnte." Sie legt ihren Kopf wieder an meine Schulter.
" Und wo sollte ich stattdessen hin?" Mein Herz fängt wieder an zu hämmern.
" Zu mir!" Yes.......Strike....Jackpott!
"Keine Versicherung kann mich davon abhalten. Und was soll schon passieren? Immerhin ist ja eine wundervolle Krankenschwester bei mir."
Sanne strahlt mich an.
"Ich werd jetzt gehen und dich noch etwas schlafen lassen. Ich schick dir eine SMS mit meiner Anschrift, Ich schätze mal das du vor 12 Uhr nicht bei mir sein wirst, der Papierkram dauert meist am längsten." Sie küsst mich zärtlich und verläßt dann vorsichtig mein Zimmer. Ich blicke ihr noch lange nach und spüre deutlich, das nun alles gut werden wird.
Kapitel 3
Leider ist es nur eine andere Krankenschwester, die mir abermals den Blutdruck kontrollieren möchte und auch gleich noch die Temperatur messen möchte. "Ihre Werte sind gut Mr.Barret, wenn alles so bleibt können sie nachher das Bett verlassen aber bitte übertreiben sie es nicht." ermahnt mich die Schwester. Ich nicke nur geistesabwesend und dann fällt mir doch noch eine wichtige Frage ein. " Wenn ich auf die Toilette muss, wie soll ich mich da verhalten?" Sie sieht mich mit großen Augen an und errötet. "Klingeln sie einfach dann begleiten wir sie zur Toilette das erstemal und wenn ihr Kreislauf mitmacht, dann können sie alleine gehen, müssen halt nur auf die Infusionen achten.Gegen 20 Uhr bekommen sie nochmal eine Antibiose, da sollten sie auf ihrem Zimmer sein." "Können sie mich nicht zur Toilette begleiten?" Ihr Gesicht nimmt mittlerweile die Farbe einer Tomate an.
"Hey, ich bin ein ganz normaler Mensch, der Bedürfnisse hat und im Augenblick etwas Hilfe benötigt."sag ich beschwichtigend, was leider den gegenteiligen Effekt hat und die arme Schwester jetzt auch noch anfängt zu zittern. "Schade" sage ich eigentlich mehr zu mir selbst aber die Schwester nimmt es sofort auf. "Was ist Schade?" fragt sie neugierig und ich merke wie ihre Augen noch größer werden."Ich dachte nach der sehr souveränen Schwester heute Nacht wären alle so." Sie sieht mich überrascht an. "Welche Schwester war das denn?" "Ich glaub ihr Name ist Sanne. Sie hat sich sehr gut im Op Bereich um mich gekümmert." Ein offenes, ehrliches Lächeln erscheint jetzt auf ihrem Gesicht. "Ja die Sanne, die ist toll, das stimmt, ihr selbstbewusstsein und ihr selbstvertrauen hätte ich gerne." " Ja, sie scheint sehr tough zu sein" erwieder ich, worauf die Schwester leicht den Kopf schüttelt. "Als Tough im Sinne von Knallhart wurde ich sie nicht bezeichnen. Sie weiss was sie will und sie weiss was sie kann und das ist, denk ich, nicht mit Tough zu beschreiben. Sie geht sehr liebevoll und fürsorglich mit den Patienten um und ich denke das etliche Schwestern sich an ihr eine Beispiel nehmen könnten." Ich muss lächeln als ich diese Worte höre, die mich unweigerlich an mein Malheure von heute Morgen erinnern. Ihre Berührungen waren wahrlich liebevoll. "Begleiten sie mich nun zur Toilette oder muss ich nochmal klingeln?" frag ich nun kokett in der Hoffnung das sich ihre Befangenheit mir gegenüber durch die Unterhaltung etwas gelegt hat. Sie lächelt und zusammen machne wir uns auf den kurze Weg zur Toilette, die sich ja in meinem Zimmer befindet. Nachdem sie den Infusionständer so plaziert hat das er mir nicht im Weg ist läßt sie mich allein.
Die Blase zu entleeren stellt sich als echte Wohltat heraus und ich befürchte fast das ich das bad unter Wasser setzte wenn das so weiter geht. Als ich fertig bin rufe ich nach der Schwester, die mich wieder vorsichtig zum Bett begleitet. Als ich drauf sitze teilt sie mir stolz mit, das ich nun alleine gehen könnte und wenn ich schmerzen bekomme ich ruhig klingeln könne. Ich bedanke mich bei ihr lehne aber Schmerzmittel vorerst ab, da ich in den letzten Tage eh zuviel Drogen konsumiert hatte.
Kaum das sie den Raum verlassen hat, fang ich zu Grübeln an.
Andscheinend ist Sanne zu allen liebevoll....hab ich womöglich zuviel rein interpretiert? Shit diese Gedanke gefällt mir gar nicht, zumal sie mir definitiv unter die Haut geht, der Traum von vorhin macht das mehr als deutlich. Verdammt....ich muss es irgendwie hinbekommen das ich sie sehen kann am besten heute noch, bloß wie?
Meine Gedanken werden abermals von einem Klopfen unterbrochen, doch diesmal ist es Oz, bei dessen Erscheinen sich auf meinem Gesicht ein Lächeln breit macht.
"Hey, du siehst ja schon besser aus." ruft er erstaunt aus und stellt eine Akustikgitarre an der Wand ab. Dann holt er auch noch meinen IMac aus seinem Rucksack. "Damit du hier nicht vor Langeweile umkommst." sagt er grinsend und in diesem Moment lieb ich ihn total. "Danke Oz, du bist mein Lebensretter!" sage ich gerührt." Nicht so voreilig...schmeiss erstmal deinen Mac an." sagt Oz und grinst schon fast diabolisch.
Ok, nun haste mich neugierig gemacht, was heckst du aus Oz?
Ich schiebe den Nachtisch so das ich locker an meinen Mac komme, Oz steckt derweile den Stecker in die Steckdose und dann fahre ich den Mac hoch. Im ersten Augenblick rechne ich damit das er den Geist aufgegeben hat, doch er fährt ohne Probleme hoch. Ich seh Oz an und zucke irrietiert mit den Schultern.
" Schau dir alles genau an." sagt Oz mit einem noch fetterem Grinsen im Gesicht.
Ich heb den Mac hoch, dreh und wende ihn kann aber beim besten Willen nix entdecken, was anders sein soll. Oz versucht verzweifelt sich ein Lachen zu verkneifen und so langsam komm ich mir verarscht vor.
Da fällt mein Blick auf eine Datei auf meinem Desktop.
Wow, das ging aber echt schnell. Oh mein Gott, auch noch eine Bilddatei, hoffensichtlich sind da auch Bilder bei.
"Was, dein Bruder war so schnell?" frag ich ungläubig.
"Wir reden hier von meinem Bruder, der Alles rausbekommt!" sagt Oz verheissungsvoll und ich öffne die Datei. Als erstes sehe ich ein Bild von ihr, das sie anscheindend auf einer Premierenfeier zeigt. Sie trägt ein atemberaubendes Abendkleid und neben ihr strahlt eine sehr zierliche Frau in die Kameras. Oz, der neben mir auf dem Bett sitzt, kommentiert das Bild sofort.
"Das neben ihr ist ihre Mitbewohnerin, die arbeitet als Tänzerin an der Staatsoper."
"Aha"sag ich nur knapp und verliere mich wieder in dem Gesicht von Sanne.
"Da kommt noch mehr." sagt Oz breit grinsend.
Die nächste Seite zeigt wieder ein Foto von ihr, diesmal aber ehr in einem privaterem Rahmen. Drauf zu sehen ist eine Gruppe von mehreren Frauen, die ausgelassen sind.
"Das wurde auf der letzten Weihnachtsfeier aufgenommen." Kommentiert auch Oz dieses Bild.
Ich klicke nun zur nächsten Seite, da drauf befinden sich einige Daten von ihr.
Name: Susanne Krüger
Geburtstag: 26.05.1987
Familienstand: ledig
Religion: Evangelisch
Wohnort: Berlin
Anschrift: Tieckstraße 15 10115 Berlin
Telefon: 03034578934
Mobil: 0178 2349004
Beziehung: Dr. Stephan Schneider
" Rick könnte dir noch ihre Sozialversicherungsnummer besorgen und wenn du willst auch ihre Kontodaten."
Ich seh Oz völlig perpelx an.
Das was ich hier auf meinen Mac sehe ist schon mehr als ich erwartet hätte. Vorallem das eine Foto hat es mir angetan. Sie sieht da drauf so schön aus und so glücklich.
"Danke Oz, das ist bei weitem schon mehr als ich erhofft hatte. Was schulde ich deinem Bruder?" Oz shcnaubt verächtlich aus.
"Nix, er tat es aus Neugier, er hat es, genau wie ich, noch nie erlebt das du nach Information von einer Frau gefragt hast und wir beide sind uns einig das sie ganz was besonderes sein muss, wenn du dich für sie so explizit interssierst."
"Das ist sie ja, auch wenn ich mir im Augenblick nicht sicher bin ob ich da nicht zuviel reininterpretiert hab." sage ich nachdenklich.
"Was meinst du mit zuviel reininterprtiert?"
" Das ich Signale von ihr falsch gedeutet haben könnte und es ihr nicht einmal anssatzweise so geht wie mir."
"Wie geht es dir denn?"
Ach Oz.....wenn du wüsstest wie sehr ich mich zum Narren gemacht hab, wie tief mir ihrer Berührungen gingen und wie sehr mich ihr Lächeln und ihr Blick berührten.
"Ich befürchte ich hab mich bis auf die Knochen blamiert." sag ich lachend und schilder Oz die Vorkommnisse der Nacht.
Oz ist sprachlos.
"Du bist nicht wirklich gekommen, oder? du verarschst mich?"
"Ich wünschte das wäre so, glaubs mir, aber nein, ich verarsche dich nicht und ich kann mir das alles beim besten Willen nicht erklären. Ich kann das nichtmal in Worte fassen was ihre Berührungen in mir auslösen und was ich empfinde wenn sie mich ansieht. Sie beherrscht sogar schon meine Träume und ich wünsche mir nichts sehnlicher als Zeit mit ihr verbringen zu können. Doch leider befürchte ich, das nur ich so empfinde, den eine Kollegin von ihr beschrieb sie allen Menschen gegenüber als liebevoll. Vermutlich ist sie so und ich war für sie nur ein weiterer Patient, dem sie die selber Aufmerksamkeit zukommen liess, wie allen Anderen."
"Das lässt sich nur klären wenn du sie nochmal sehen könntest und dabei genau auf ihre Reaktion achtest, was allerdings schwer werden dürfte, da du definitiv Gefühlsmässig zu sehr involviert bist um einen klaren Gedanke zu fassen!"
"Genau, du hast es erfasst."
Oz schaut auf die Uhr. "Komm zieh dir was über, ich fahr dich etwas umher, musst ja etwas die Umgebung kennen lernen wo du die nächsten Tage dich aufhalten wirst." sagt er mit einem Zwinkern.
Was hat er vor? Will ich das? Verdammt natürlich will ich das, solange es mir Hilft mein Gefühlschaos zu beseitigen.
Da Oz mitdenkt hab ich sogar einige Klamotten die ich anziehen kann, wobei wir beide recht schnell merken das es sich schwer gestaltet mit Infusionen sich anzuziehn.
Nach schon fast Akrobatischen Verenkungen haben wir es endlich geschafft und ich sitze angezogen in einem von Oz organisierten Rollstuhl und er schiebt mich durch die Flure des Krankenhauses. Ich schieb den Infusionständer vor mich her, während Oz versucht ohne weitere Unfälle mich durch die Gänge zu schieben. Um 20.30 befinden wir uns in der Lobby des Krankenhauses. Hier herrscht um diese Zeit ein reges Treiben Besucher und Personal laufen hier wild durcheinander und Oz versucht uns so zu plazieren das wir den Haupteingang im Auge behalten können.
"Was macht dich so sicher das sie nicht einen der Nebeneingänge benutzt?" frag ich Oz. Der lächelt nur und weisst auf den Zeiterfassungsapperat hin, der in unmittelbarer Nähe der Information hängt.
Ich schnalze annerkennd.
"Ich verstehe bis heute nicht warum du nicht Manager werden wolltest und stattdessen uns permanent hinter her räumst!"
"Und mir das hier engehen lassen? Im Leben nicht. Ich bin viel lieber Freund als Chef und als Manager hätte ich meinen Fokus auf andere Dinge und nicht auf das Wesenlichste!"
"Das Wesentliche?" frage ich neugierig nach.
" Auf das Wohlergehen, der Freundschaft, der Zuneigung und ja, auch auf die Liebe. Ich finde es wichtig dafür zu sorgen das es euch gut geht, das immer einer da ist der euch bei Bedarf den Sinn des Lebens vor Augen hält, damit ihr das Wesentliche nicht aus den Augen verliert und ich denke das ich bisher meinen Job ganz gut hinbekommen hab." grinst Oz mich an und ich kann ihm vom ganzen Herzen nur zustimmen. Wenn alles drunter und drüber ging war Oz da und schaffte es mit wenigen Worten und Taten uns zu fokussieren. Ich erinnere mich an einige Male wo er es war der die Notbremse zog und uns klar machte, daß wir eine Pause bräuchten
Komischerweise hörten wir alle auf Oz, ohne Ausnahme, weil wir instinktiv spüren das er es vom ganzen Herzen gut mit uns meinte. Sollte Gott jemals ein neues Modell für Engel gebrauchen, sollte er sich Oz als Beispiel nehmen.
Ich blicke Oz an und spüre so tiefe Zuneigung für ihn da es mich fast zu tränen rührt.
Er ist mir Freund, Familie und Verbündeter in Personalunion und in diesem Moment weiss ich genau das ich für ihn das selbe bin. Oz greift nach meiner Schulter und drückt sie sanft, eine Geste die mehr sagt als 1000 Worte.
Ich spüre sie bevor ich sie sehe, meine Nerven richten sich nach ihr aus und ein Kribbeln durchfährt meinen Körper. Ich suche die Lobby ab und entdecke sie in der Menge als sie sich zielstrebig zum Zeiterfasser bewegt. Dort wird sie von einer Kollegin angesprochen und sie wechseln ein paar Worte. Oz hat sie nun auch entdeckt und bewegt mich zu dem Durchgang, wo bisher das meiste Krankenpflegepersonal lang ging. Die Wahrscheinlichkeit das sie da auch lang muss ist somit groß.
"In echt sieht sie ja noch besser aus." gibt Oz anerkennend zu.
Ich nicke nur und versuche meine Nervosität in den Griff zu bekommen. Ich hab bisher keine Ahnung was ich sagen soll und ob ich überhaupt ein Wort über meine Lippen bekomme.
Atme Oliver, einfach atmen, wie bisher auch, einatmen, ausatmen. Oh mein Gott, alleine ihre Präsenz haut mich fast um, was ist bloß los mit mir? Lange steh ich das nicht mehr durch.
"Ruhig Oli, ich bin bei dir." flüstert mir Oz zu und seinen Worten entnehme ich, das selbst er meine Nervosität spürt.
Oh oh, das ist gar nicht gut.
Sie hat die Unterhaltung mit der Kollegin beendet und bewegt sich nun tatsächlich in Richtung dem Durchgang den wir auch ins Auge gefasst hatten. Oz timed das schieben des Rollstuhls so, das wir nahezu zeitgleich durch den Durchgang wollen wie Sanne. Als sie uns sieht stockt sie für einen Augenblick in ihrer Bewegung.
Soweit so gut, zumindest scheint sie überrascht zu sein.
Oz reagiert als erstes.
"Verzeihung, Ladys first!"
Sanne blickt Oz lächelnd an und richtet dann ihren Blick auf mich und ich versuche verzweifelt überrascht zu wirken.
"Schwester Sanne, was für eine nette Überraschung!" sage ich und strahle sie an. Ich spüre wie mir mein Herz bis zum Halse schlägt und ich bete das sie es nicht mitbekommt wie nervös ich bin.
"Mr. Barret, es freut mich sie schon so fit zu sehen." Sie schenkt mir ihr zaubehaftes Lächeln und ich bin abermals verloren.
"Oliver bitte, oder wenn sie mögen Oli. Darf ich ihnen Oz vorstellen?Oz, das ist der Engel von dem ich dir erzählt hab."
Sanne und Oz reichen sich einander die Hand und ich beneide Oz für diese kurze Berührung.
"Hallo Oz, ein interssanter Name." sagt Sanne und Oz erklärt das es nur ein Spitzname ist, da er als Kind gerne gezaubert hat.
Sanne muss lachen als sie die Erklärung hört und dieses Lachen klingt tief in meiner Seele nach.Um den Leuten nicht weiter im Weg zu stehen beschliessen wir uns etwas seitlich zu positionieren.
"Und es geht ihnen wirklich schon besser, Oli? fragt Sanne nach und als sie meinen Namen auspricht klingt es wie ein Gebet und ich habe das Gefühl das mein Herz in jeden Augenblick in tausend Teile zerspringen könnte und das vor Glück.
" Dank ihrer liebevollen Pflege von heute Nacht, ja sicher." entgegne ich und der Satz verfehlt nicht seine Wirkung. Ich sehe wie sie errötet und ein schüchternes Lächeln sich auf ihr Gesicht ausbreitet.
Verdammt, ich muss sie berühren, nur wie anstellen ohne das es plump wirkt?
Und ein weiteres mal kommt mir der Zufall, oder Vorsehung zur Hilfe. Ein unachtsamer Zeitgenosse rempelt Sanne unsanft an und zwar so, das sie geradewegs auf meinen Schoß landet und ich sogar gezwungen bin meine Arme um sie zu schliessen um zu verhindern das sie von mir abrutscht. Auch sie hält sich instinktiv an meinen Schultern fest.
"Es tut mir so leid." entschuldigt sich Sanne atemlos.
"Es ist nichts passiert wofür sie sich entschuldigen müssten, ehr im Gegenteil, ich bin dem Kerl der sie anrempelte sogar dankbar!"Shit, hab ich das jetzt echt laut gesagt? Oh verdammt, sie riecht so gut und sie fühlt sich so gut an.Sanne sieht mich mit ihren großen grünen Augen an und ich spüre wie sie leicht zittert in meinen Armen. In diesem Augenblick weiß ich das ich mir das alles nicht eingebildet habe und sie mich genauso will wie ich sie. Sanft versucht sich nun aus meiner Umarmung zu lösen und sich aufzurichten. Ich lasse meine Hände bewusst an ihren Körper langleiten und ich spüre wie sie erschaudert.Oh Gott, ich will sie so sehr, ich begehre sie wie ich noch nie in meinem Leben etwas begehrt hab.
"Ich muss los, mein Dienst hat schon vor 10 Miunten angefangen." sagt Sanne noch immer bemüht ihre Fassung wieder zu erlangen. Ich nehme meinen ganzen Mut zusammen und ergreife ihre Hand und spüre sofort wieder dieses Kribbeln was meinen ganzen Körper zu erfassen scheint.
"Ich muss dich wieder sehen!" sag ich, mit einem Sehnen in der Stimme, welches selbst mich überascht." Oli...bitte...." "Bitte was?" "Ich kann nicht." "Kannst du nicht oder willst du nicht?" "Ich kann nicht"" Warum nicht?" "Es hätte keinen Sinn.Ich hier und du ....überall auf der Welt. Das wäre auf Dauer nicht genug.....nicht für mich und sicher auch nicht für dich." "Du gibst uns auf bevor wir überhaupt eine Chance hatten?" Ich sehe in ihre Augen und ich sehe den Kampf in ihr, einen Kampf den ich hier so jetzt nicht verlieren will! "10 Tage, ich hab 10 Tage in denen ich rausfinden kann ob das mit uns funktioniert und ich bitte dich nur um diese 10 Tage. Alles kann aber nichts muss passieren, aber bitte......bitte lass es mich, lass es uns wenigstens versuchen...bitte." Bitte sag ja, bitte sag ja, ich werd alles versuchen was machbar ist damit das mit uns funktioniert. Bitte sag ja!
Ich flehe sie mit meinen Augen, mit meinem Körper an und sie erhöhrt mich.
"Ok." Yes...Strike......... Scheisse, das nur ein Wort mich so glücklich macht.
Ich reiche Sanne meine Visitenkarte. "Ruf mich einfach an, egal wann, lass uns reden, ich werd vermutlich eh die ganze Nacht wach sein, wann immer du Zeit hast ruf an."
"Ok, Oli, das werd ich tun, ich muss jetzt aber wirklich los. Es war nett dich kennen zu lernen Oz."
"Die Freude war ganz auf meiner Seite!" ruft Oz ihr nach und dann ist sie auch shcon in einem Treppenhaus verschwunden.
Atmen Oli, atmen.
"Und du machstest dir ernshaft Sorgen das du zuviel reininterpretiert habne könntest?" Ich sehe Oz fragend an.
" Oli, du hast definitiv nicht zuviel rein, sondern eh zuwenig rein interpretiert. Das was sich ebend hier abgespielt hat hab ich so noch nie erlebt, nicht einmal in einem Film und glaub mir, ich kenn eine ganze Menge Filme. Das was euch verbindet ist.......Magie....eine Kraft die nicht von dieser Welt stammen kann und du wärst ein Idiot wenn du nicht alles versuchen wurdest um diese Frau zu bekommen und, das wird vermutlich die wahre Herausforderung sein, sie zu halten!"
"Ich glaub ich bin verliebt."
"Nein Oli, du, ihr seit weit darüber hinaus übers Verliebt sein. Das was du empindest und augenscheinlich auch Sanne, ist viel mehr viel viel mehr als nur Verliebtheit.Das ist wahre Liebe, die einzigartige wahre Liebe die vermutlich schon im Himmel beschlossen wurde. Sowas erleben, erfahren zu dürfen ist ein unglaubliches Geschenk, verschwende es nicht. So und nun lass mich dich in dein Zimmer bringen. Ich denke mal, das du Einiges hast worüber du nachdenken musst und ich muss das erlebte auch erstmal verarbeiten."
Oz verabschiedet sich von mir, kaum das wir in meinem Zimmer angekommen sind. Ich entschliesse mich dazu, ersteinmal die Taschen zu leeren die Oz mit gebracht hat. Er hat wirklich an Alles gedacht. Mein Kulturbeutel, Sneakers, einen Morgenmantel, einige Pj Hosen und einiges an Klamotten. In einem weitern Fach entdecke ich Notenpapier und muss schmunzeln. Oh ja, er kennt mich gut, sehr gut sogar und er weiss vermutlich das ich im Augenblick emotional so angespannt bin das ich mir vermutlich die Hände wundschreiben werde. Die besten Songsideen hatte ich häufig in Situationen in denen ich Emotional angespannt war und warum soltte es diesmal anders sein?
Mein Auspacken wird durch die Antibiose, die ich eigentlich schon um 20 Uhr bekommen sollte unterbrochen, aber nach 15 Minuten ist auch das erledigt. Ich erhalten nur noch eine Infusion die als Nahrungsersatz dient, da ich noch immer nichts Festes zu mir nehmen darf, was logisch ist, es sind ja noch keine 24 Stunden seit der OP vergangen. Aufeinmal wird es mir bewusst, daß in den wenigen Stunden sich mein Leben total verändert hat, das ich mich verändert hab. Ich gehe zum Fenster hinüber und blicke auf die Stadt, die mir urplötzlich so unsagbar gefällt, wegen ihr so unsagbar gefällt. Ich spüre wie mein Herz anfäng schneller zu schlagen und ich leg meine Hand auf die Brust und versuche mein Herz zu beruhigen.
Ist das wahre Liebe was ich empfinde? Oder bin ich nur sowas von Geil auf diese Frau? So oder so, es ist es Wert das heraus zu finden. Hab ich jemals so empunden? Nein ! Ich bin mir aber auch nicht sicher ob mir das Gefällt. Diese Achterbahn der Gefühle bringt mich an den Rand des Wahnsinns. Ich hab das Gefühl die Kontrolle über mich und meinem Leben zu verlieren und das macht mir eine heiden Angst. Hab ich einfach nur Angst? Vor was? Vor Liebe? Ich kenn sie ja kaum und sie kennt mich nicht, wie kann man Jemanden den man nicht kennt so begehren...so lieben? Das geht doch gar nicht......oder? Ok, es macht mir Angst, weil ich keine Ahnung hab wo das Alles hinführen wird, aber ich weiß das ich es für den Rest meines Lebens bereuen werde wenn ich es nicht wenigstens versuche!
Das summen meines BlackBerrys reisst mich aus meinen Gedanken. Es ist Richard.
"Hey"
"Alles klar bei dir?" fragt er etwas besorgt.
"Mir gehts erstaunlich gut, danke der Nachfrage." ER atmet erleichtert ein.
" Willst du in die Saaten verlegt werden?"
"Nein!" Im Leben nicht! Hier bin ich und hier bleib ich!
"Ok, war nur eine Frage. Sie Asiengigs hab ich für 3 Wochen erstmal gecanceled. Der Arzt sagte das du vermutlich etwas Zeit benötigen wirst bis du dich wieder einigermaßen bewegen kannst auf der Bühne. Soll ich dir einen PC besorgen?"
"Nein danke Richard. Ich werd, wie bisher, mit Oz dann trainieren. Ich halte jede Wette das er sich schon informiert hat wie er mich wieder auf Vordermann bringen kann." ich muss schmunzeln.
" Oz will solange in Berlin bleiben wie du hier bist."
"Ich weiß und ich bin ihm dankbar dafür."
"Ist es ok für dich wenn ich in die Staaten fliege derweilen?" fragt Richard vorsichtig.
"Klar, warum solltest du hier bleiben? Ich hab den Mac hier und ausserdem funktionieren BlackBarrys in Deutschland genauso gut wie in den Staaten." feixe ich und ich höre Richard erleichtet auflachen.
"Du bist der Kopf der Band und irgendwie kommt es mir nicht Richtig vor, die hier allein zu lassen, in deiner Situation."
"Ich bin nicht allein Richard und die Jungs sind für die Band genau so wichtig wie ich."
"Du weisst das dem nicht so ist, Oliver. An dem Tag wo du dich entschliesst das du keine Lust mehr hast auf Solitary Brave wird der Letzte Tag der Band sein."
"Denkst du das wirklich daß das jemals passieren könnte? Ich meine das ich keine Lust mehr haben könnte?"
"Ja das denke....dachte ich! Die letzten Tage wo du so anderes warst hatte ich es befürchtet und die Jungs auch. Keiner wusste ja was los war und wir befürchteten wahrlich das Schlimmste." Ok, jetzt ist mir klar warum mich alle immer stirnrunzelnd angesehen haben.
" Ich hab nicht vor die Jungs im Stich zu lassen, für kein Geld der Welt!" Es hab fast den Eindruck, als ob ich hören könnte wie Richard ein Stein vom Herzen fällt.
" Gut zu hören! Ich lass dich jetzt schlafen und ich werd die via Mail auf dem Laufenden halten. Solltest du etwas brauchen ruf mich an egal wie spät es ist."
"Das werd ich tun, Richard, aber ich geh davon aus das Oz sich um alles hier kümmern wird, wenn was anfallen sollte."
Wir beenden das Gespräch und ein Blick auf meine Uhr verrät mir, das es schon 22.30 ist. Ich hoffe und bete das Sanne sich die Nacht melden wird. Noch ist es vermutlich zu früh für eine Pause. Ich beschliesse mir die Gitarre zu schnappen und etwas zu spielen. Plötzlich muss ich an meine Mutter denken. Fuck, sie wird sich sicher Sorgen machen. Warum zum Teufel hab ich nicht ehr an sie gedacht?
Ich greifen hastig nach dem BlackBerry und rufe meine Mutter an, die sofort abnimmt.
" Oli, Gott sei dank......wie geht es dir Schatz? "
"Es tut mir leid Mum, das ich mich jetzt erst melde, aber die letzten Stunden waren......verrückt!"
" ach Schatz, du musst dich nicht sorgen, Oz hat mich ja auf dem Laufenden gehalten." Ich schlucke Oh Gott, was hat er ihr alles erzählt?
"Mir geht es gut Mum, ich werd nur ein paar Tage länger in Berlin bleiben als ich es gedacht hatte."
" Berlin ist eine tolle Stadt, du wirst die Zeit dort nicht bereuen!"
"Du bist doch in Berlin geboren, nicht wahr Mum?"
" Ja Schatz und ich vermisse diese Stadt sehr."
"Hast du es je bereut Berlin... Deutschland für Dad verlassen zu haben?"
" Nein Schatz das hab ich nie. Es war nicht immer leicht aber ich hab es keine Minute bereut das ich meine Leben für den Mann aufgegeben hab den ich liebe! Hattest du je das Gefühl das ich es bereuen wurde?"
"Nein Mum, ich frag nur aus Intersse."
Schweigen.
"Schatz, darf ich dich was fragen?"
"Sicher Mum"
"Hast du Jemanden kennen gelernt?"
"Mum, ich lerne täglich Jemanden kennen" necke ich sie liebevoll, obwohl ich ja ahne in welche Richtung diese Frage zielt.
"Oliver, höre auf mich auf den Arm zu nehmen. Ich meine.....hast du dich......womöglich....verliebt?"
Mist, hört man mir das etwas schon an?
Ich atme tief ein.
" Womöglich....Mum."
"Ach Schatz das ist so wunderbar. Ist sie etwa Deutsche?"
"Ja Mum und sie ist Krankenschwester" Ich höre sie förmlich lächeln am anderen Ende der Leitung.
"Wie lange kennt ihr euch schon?"
"So 16 Stunden oder so"
Schweigen.
"Oh, dann muss sie wirklich was besonderes sein. Schatz du klingst so sanft so liebevoll, so hab ich die noch nie gehört und es macht mich glücklich dich so zu hören."
Scheisse, man hört es mir echt an!
"Oz ist sogar der Meinung das es wahre Liebe sein muss."
"Da ich weiss das Oz eine wunderbare Menschenkenntnis besitzt glaube ich ihm jedes Wort. Wenn er es so sieht, wird es auch so sein! Schatz ich freue mich so für dich und ich bete das du diesen Spagat, zwischen ihr und der Band hinbekommst."
"Danke Mum"
"Schlaf jetzt Schatz und höre einfach auf dein Herz, das trifft immer die richtige Entscheidung!"
"Das werd ich Mum...ich hab dich lieb."
"Ich dich auch Schatz."
Als ich das Gespäch beende sehe ich das ich eine SMS erhalten hab. Sie ist von Sanne. Mein Herz setzt für einen Moment aus. Ich öffne die SMS.
Hi, kannst du bitte zu den Schwestern gehen und darum bitten, daß sie dich in der Nacht nicht mehr stören sollen?
Ich schaue verwirrt auf die SMS. Ich entschliesse mich dann dazu, zum Schwesterzimmer zu gehen und zu fragen ob das möglich ist. Und siehe da, es ist möglich.
Als ich wieder in meinem Zimmer bin komm ich fast um vor Aufregung.
Verdammt was hat sie vor? Wieso will sie das ich ungestört bin? Oh mein Gott, das hält mein Herz nicht durch! Atme Oli, atme.
Mein Herz rast und meine Fantasie geht mir mir durch, ich stelle mir vor, wie ich sie hier, in diesem Zimmer, auf diesem Bett, das viel zu klein aufeinmal ist, liebe.
Ich bin noch immer dabei zu versuchen mein Herz unter Kontrolle zu bringen, als sich plötzlich leise die Tür öffnet. Sanne schlüpft hastig hinein und schliesst die Tür leise und dann dreht sie sich zu mir um. Mein Herz setzt abermals für einige Schläge aus um dann noch schneller weiter zu schlagen. Sannes Atem kommt schnell und flach. Ist sie gerannt? Oder geht es ihr wie mir und sie ist einfach nur wahnsinnig aufgeregt?
"Es tut mir leid!" Shit! Bitte sag nicht jetzt es tut dir leid, Gespräche die so beginnen nehmen meist kein gutes Ende.
"Was tut dir leid?" frag ich und spüre wie sich Panik in mir breit macht.
"Das ich dich so aus der Fassung bringe." Ich atme aus, ich hatte nichtmal bermerkt das ich meinen Atem überhaupt angehalten hatte.
"Das ist so kurz nach deiner Op nicht gut und das ist auch der Grund warum ich lieber zu dir kommen wollte als dich durchs Haus zu scheuchen. Heute ist nicht viel los und ich hab meinen Piper dabei und ich dachte einfach nur, das wir uns hier unterhalten könnten, wo du dich hinlegen und dich entspannen kannst, aber wie ich jetzt sehe bist du alles andere als entspannt."
Sie kommt nun langsam auf mich zu.
"Was muss ich tun, das du dich in meiner Gegenwart entspannst?" Sie sieht mich erwartungsvoll mit ihren großen grünen Augen an. Ich muss schmunzeln.
"Beginne bitte nie wieder ein Gespräch mit: es tut mir leid." bitte ich und lächel sie liebevoll an.
"Versprochen!" sie lächelt mich nun auch sehr liebevoll an.
"Leg sich jetzt bitte hin, du solltest noch nicht soviel rumlaufen. Deine Narbe ist noch nicht soweit verheilt das sie einen Dauerzug des Gewebes aushält und um so schneller, die Wunder verheilt desto schneller kannst du hier raus und wir können einiges gemeinsam unternehmen. Berlin hat so viel zu bieten und ich wurde dir gerne Einiges zeigen."
Ich tue ihr den Gefallen und leg mich aufs Bett, Sanne blickt sich um und will sich einen Sessel holen als ich ihr mit einem Klopfen aufs Bett neben mir signalisiere, das sie sich dazu legen soll. Sie sieht mich überrascht an, entschliesst sich dann aber sich zu mir zu legen. Sie zieht ihre Schuhe aus und legt sich behutsam neben mir. Sie legt ihren Kopf in meine Schulterkuhle und ich lege meinen Arm um ihre Schulter und ziehe sie enger an mich. Sie legt ihre Hand sanft auf meine Brust, direkt über mein Herz. Sie so zu spüren, so nah ist der reine Wahnsinn. Eine wahre Flut an Empfindungen durchfliesst meinen Körper und ich schliesse die Augen um mich ganz diesen Gefühlen hinzugeben. Ich hab keine Ahnung wie lange wir so da liegen aber ich geniesse jede Minute davon. Wir bewegen uns nicht, wir reden nicht, wir spüren, fühlen nur und aus irgendeinem Grund empfinde ich das als das erotischste was ich jemals erlebt hab.
" Es macht mir Angst, das, was ich für dich empfinde. Und die Tiefe dieser Gefühle erschreckt mich." sagt Sanne ganz unerwartet und ich bin überrascht das sie es schafft das in Worte zu kleiden was auch ich empfinde.
" Es geht mir nicht anders, bitte glaub mir. Ich hab sowas noch nie erlebt und ich hab im Augenblick auch noch keine Idee wie ich damit umgehen soll, mit den ganzen Gefühlen die ich für dich empfinde. Ich war schon ein paar mal verliebt aber das.....mit dir.....ist was völlig Anderes und ich weiß wirklich nicht wie mir geschieht."
Sanne sieht mich an und hebt ihre Hand um mir sanft mein Kinn zu streicheln. Und wieder jagdt diese sanfte, kleine Berührung einen wohligen Schauer mach dem nächsten durch meinen Körper. Ich streiche ihr sanft über den Rücken, spüre ihre Wärme und nehme einmal mehr wahr, wie betörend sie duftet. Sie trägt kein Parfum, trotzdem raubt mir ihr Geruch alle Sinne.
"Ich will dich küssen." hauche ich.
" Dann tue es." flüstert sie und schon finden sich unserer Lippen.
WoW....wahnsinn....
Ich spüre die Sanftheit ihrer Lippen auf den meinen. Ich streichel zärtlich mit meiner Zunge über ihre sinnlichen Lippen, erbete Einlaß, den sie mir umgehend gewährt. Ich umschmeichel mit meiner Zunge die ihre. Unsere Zungen umtanzen sich, schmeicheln sich und und ich erhöhe den sanften Druck meine Lippen. Ihre Hand gleitet durch meine Haare, zieht zärtlich dran als sich ihre Finger in meinen Haaren verfangen. Ich sauge zärtlich an ihrer Unterlippe, was sie mit einem leisen stöhnen in meinen Mund quittiert. Unser beider Atem kommt nun schneller und wird immer oberfächlicher. Der Kuss wird immer intensiver, immer leidenschaftlicher und ich verliere mich in Zeit und Raum. Ich bestehe nur noch aus Gefühl.
Oh Gott, das ist der Wahnsinn.......wenn ich jemal sterben muss, dann bitte jetzt, perfekter kann es unmöglich werden.
Mein ganzer Körper steht unter Strom, jede einzelne Nervenzelle scheint direkt mit meiner Zunge verknüpft zu sein denn ich spüre den Kuss mit meinem ganzen Körper. Meine Schwanz ist so hart das es schon weh tut. Ich bin mir sicher das Sanne meine Erektion spüren kann, da sie mittlerweile eine Bein auf meine Hüfte gelegt hat. Ich keuche bloß noch und sollte eigentlich von ihr ablassen aber verdammt, das ist das Letzte was ich jetzt will. Ich lege alles was ich jetzt empfinde in den Kuss und spüre, das es an Sanne nicht spurlos vorbeigeht. Auch ihr Atem ist nur noch ein flaches Keuchen.
Ohh Gott...... was passiert hier? Scheisse , ich glaub ich komme gleich...aber wie ist das möglich, es ist doch nur ein Kuss.....Himmel...........aber was für ein Kuss......... Gott ich bin verloren.......
Wir küssen, saugen, necken uns mit den Zungen und aus heiterem Himmel stöhnt Sanne hörbar auf und erbebt am ganzen Körper.
Himmel, ist sie etwa gekomme?
Das zu spüren gibt mir den Rest und ich komme so heftig das es mir ganz den Atem raubt und ich mich verzweifelt an Sanne festklammere so als ob ich am ertrinken bin.
UNsre Lippen lösen sich von einander. Wir beide versuchen unser Atem unter Kontrolle zu bringen. Ich öffne meine Augen und blicke in die von Sanne, die mich ehrfürchtig ansehen.
"Wow..... das nenn ich mal einen Kuss!" sagt sie noch immer atemlos. Sie lächelt mich verlegen an.
"Was machst du nur mit mir?"
"Das selbe könnte ich dich fragen" engegne ich zärtlich. Ich liebkose ihr Gesicht, das leicht gerötet ist, in dem noch immer die Erregung zu sehen ist.
" Ich hab sowas noch nie erlebt.......ich meine, daß ich in der Lage dazu bin zu kommen nur durchs Küssen."
"Dito. Du hast mich verhext Sanne und ich kann mich dir nicht entziehen, nein, ich will mich dir auch nicht enziehen." Sie lächelt abermals.
"Ich hab jetzt 5 Tage frei. Wurde es dir was ausmachen dich vorzeitig entlassen zu lassen?"
"Geht das denn?" frage ich erstaunt nach.
"Im Prinzip ja, du müsstest nur unterschreiben das du gegen ärztlichen Rat gehst. Es birgt allerdings das Risiko, falls es Komplikationen gibt, das deine Versicherung nicht für etwaige Kosten aufkommen könnte." Sie legt ihren Kopf wieder an meine Schulter.
" Und wo sollte ich stattdessen hin?" Mein Herz fängt wieder an zu hämmern.
" Zu mir!" Yes.......Strike....Jackpott!
"Keine Versicherung kann mich davon abhalten. Und was soll schon passieren? Immerhin ist ja eine wundervolle Krankenschwester bei mir."
Sanne strahlt mich an.
"Ich werd jetzt gehen und dich noch etwas schlafen lassen. Ich schick dir eine SMS mit meiner Anschrift, Ich schätze mal das du vor 12 Uhr nicht bei mir sein wirst, der Papierkram dauert meist am längsten." Sie küsst mich zärtlich und verläßt dann vorsichtig mein Zimmer. Ich blicke ihr noch lange nach und spüre deutlich, das nun alles gut werden wird.
Kapitel 3
Montag, 28. Januar 2013
Kapitel 1
"Die Fender oder die Gibson?" Oz sieht mich erwartungsvoll an und ich starre ihn an als ob er Chinesisch reden wurde. Verdammt Oliver, reiß dich zusammen! ermahne ich mich und greife reflexartig zur Fender, die ich durchaus als meine Lieblingsgitarre bezeichnen wurde. Oz runzelt die Stirn ein Gesichtsausdruck, der mir in den letzten Tagen des öfteren begegnet und von dem ich so langsam genervt bin. Ok, ich bin im Augenblick nicht ganz bei der Sache das mag aber daran liegen, das mich seit Tagen so ein dumpfer Bauchschmerz plagt, den ich selbst mit Drogen nicht wirklich in den Griff bekomme und der mich nicht schlafen läßt. "Alles klar mit Dir?" fragt Oz nun sichtlich besorgt nach. Man komm schon, ich bin kein Kleinkind und weiß was ich tue.....hoff ich zumindest. Ich lächel Oz aufmunternd zu:" Ja, es ist alles ok mit mir, bin nur ein wenig KO und brauche die 5 freien Tage einfach nur." Oz scheint sich mit der Antwort zufrieden zu geben und läßt mich ziehn. Oz ist seit dem ersten Tag der Band, Solitary Brave, unser Mädchen für Alles. Wir boten ihn zwar an unser Manager zu werden, was er aber dankend ablehnte, da er davon ausging, das er nicht über die nötigen Kontakte verfügte. Da wir aber Oz alle sehr mochten beschlossen wir, das er so eine Art Bandmaskottchen sein sollte und begleitet uns seitdem durch alle Höhen und Tiefen.
Solitary Brave gibt es nun schon seit 12 Jahren und haben mittlerweile unser 5 Album auf dem Markt. Das Rolling Stone Magazin bezeichnete uns als eine der wichtigesten Rockbands des 21 Jahrunderts. Unsere Welttournee hat uns nach Berlin gebracht, wo wir heute zum dritten mal in einem ausverkauften Velodrom spielen und dieses Konzert bildet den Abschluss der Europagigs. In 10 Tagen gehts dann in Asien los, genauer in Singapur. Bis dahin haben wir 5 Tage frei und ich überlege nach Hause, nach Los Angeles zu fliegen und einfach mal Nichts zu tun. Aber der dumpfe Schmerz in meinem Bauch sagt mir, daß ich wohl lieber einen Arzt aufsuchen sollte.
"10 Minuten bis zum Auftritt!" ertönt es hinter der Bühne und ich entschliesse mich nach Chris, unserem Drummer zu suchen und mir von ihm etwas Koks geben zu lassen. Ich kokse normalerweise nicht so regelmäßig aber im Augenblick hilft es mir die Konzerte zu überstehen und 100% zu geben. Ich bin ehr der Kiffer schmeisse höchstens mal Speed ein aber leider hilft Marijuana im Augenblick gar nicht. Als ich Chris gefunden hab, sieht auch er mich stirnrunzelnd an. Jungs, bitte, hört endlich mit diesem Blick auf! " Mir geht es gut!" sage ich reflexartig zu ihm und er schmunzelt. "Ich hab doch gar nichts gesagt!" lacht er und begleitet mich zu seiner Gardrobe. "Ne Line?" Ich nicke. Chris bereitet sofort alles vor und ich ziehe die Line zügig durch.
"Oli du siehst scheisse aus und solltest doch mal einen Arzt aufsuchen!" Ich atme durch und spüre das intensive kribbeln in meiner Nase das ich in Wellen zum Kopf und zum Rest meines Körpers ausbreitet. "Mach ich, versprochen, laß uns einfach bitte dieses Konzert hinter uns bringen, vermutlich brauche ich einfach mal einige Tage Ruhe." erwidere ich, wohlwissend, daß das vermutlich nicht das Problem lösen wird. Chris schlägt mir aufmunternd auf die Schultern und wir beide machen uns auf den Weg zur Bühne, wo sich schon der Rest der Band versammelt hat. Mit unserem Ritual heizen wir uns fürs Konzert an und betreten als Einheit die Bühne, wo uns sofort eine ohrenbetäubender Lärm entgegen kommt.
Ich liebe diesen Moment wenn reine Energie auf die Bühne prallt und uns umfängt. Ich empfinde jedesmal eine Art von Macht die ich schwer beschreiben kann. Ich weiß nur das mich dieses Gefühl echt High macht und ich es nicht missen möchte. Als Leadsänger stehe ich sofort im Fokus der 15.000 Fans die wegen uns hier sind und noch bevor ich einen Ton gesungen oder auch nur eine Saite meiner Gitarre gezogen hab stehen sie unter meinem Bann. Ja, fick sie mit deiner Stimme, reize sie mit deinem Körper. Du bist ihr Gott, sie beten dich an! Für die nächsten 2 Stunden bin ich Oliver, der Rockstar!
Nach anderthalb Stunden verlassen wir die Bühne um uns für das Zugabenprogramm zu sammeln. Hank, unsere Securitymann, erfragt von uns, welche Mädels seine Jungs aus dem Publikum ziehen sollen und die uns, nach dem Ende des Konzertes, ins Hotel begleiten sollen. Die Aftershowpartys im Hotel dienen meist dazu, Mädels für die Nacht klar zu machen. Chris, Mike und Frank informieren Hank sofort während Bill zögert, was einmal mehr meine Vermutung bestätigt das er sich in Kate verliebt hat und er erklärt auch, das er heute keine Lust hat. Als Hank mich fragend ansieht schüttel auch ich den Kopf, was wiederum dazu führt das mich jetzt 6 Leute stirnrunzelnd anblicken. Fuck, darf ich mal keinen belanglosen Sex haben wollen mit irgendwelchen Groupies?
" Ich bin heute einfach nicht geil!" erkläre ich ohne die Mine zu verziehen. "Ok, wenn du es so willst." sagt Hank und macht sich auf den Weg vor die Bühne. Mike lacht mich an:" Ich hab mir ja 2 ausgesucht, ich geb dir , bei Bedarf, gerne eine ab!"
Ich muss lachen und leg meinen Arm um Mike. Sex, Drugs and Rock and Roll, das war mit 16 eine absolut geile Vorstellung, die uns dazu animierte einen Band zu gründen.Nun bin ich 28 Jahre alt und gerade heute fühle ich mich wie 100. Ich komme nicht daran vorbei mich unwillkürlich zu fragen, ob man für sowas irgendwann zu Alt wird. Ich schiebe den Gedanken sofort beiseite, da es ja mehr als genug Beispiele gibt das dem wohl nicht so ist. Ich blicke zu Bill und erkenne das er wohl an Kate denkt, die er, vermutlich, Morgen sehen wird. Oh ja, er ist verliebt über beide Ohren!
Ich beneide Bill in diesem Moment, den er hat jemanden auf den er sich freuen kann. Er hatte mir eines Abends erzählt, das er, seit er Kate kennt, kein Interesse mehr an ONS hat, da der Sex mit ihr einfach unglaublich sei und sich seine ganze Leidenschaft auf sie konzentriert. Ich weiß noch das ich mich in jener Nacht fragte, ob ich jemals so für eine Frau empfunden hatte und kam gegen Morgen zu der Erkenntnis, das ich bisher für keine Frau solche tiefen Gefühle empfunden habe. Meine längste Beziehung hatte ich mit Marie, die ich in LA traf als ich am Strand joggen war. Aber selbst Marie vermochte es nicht mich daran zu hindern mit Groupies zu vögeln. Sie tolerierte es zwar aber anscheinend waren die Verletzungen doch zu viel für sie und sie beendete die Beziehung nach 3 Jahren mit den Worten: " Ich möchte einen Mann für mich allein!"
Nach den Zugaben gehen wir direkt zum Tourbus, wo die auserwählten Mädels schon warten. Oz empfängt uns an der Tür reicht uns allen Wasser und kaum das wir drin sind setzt sich der Bus in Bewegung um uns umgehend ins Hotel zu bringen. Die Aftershowparty findet immer in einer extra dafür angemieteten Suite statt um etwaige aufdringlichen Groupies daran zu hindern uns zu stalken. Schlafen tun wir in anderen Zimmern wobei nur Bill im Augenblick alleine schläft. Ich teile mir mit Chris ein Zimmer und Frank schläft mit Mike. Sex findet meist nur in der Suite statt und die Schlafräume sind von jeher Tabu für Mädels.
Ich entschließe mich noch mit in die Suite zu gehen um noch einen Joint zu rauchen, da ich nun doch wieder des dumpfen Schmerzes gewahr werde und hoffe das ich nach dem Joint etwas Entspannung finden werde. Die Mädels legen sich mächtig ins Zeug uns zu verführen und ich sehe es den Jungs an das sie sich auf eine heisse Nacht freuen. Bill zog sich schon zurück, er wolle noch telefonieren sagte er. Eine der Mädels kommt zu mir rüber um mich anzumachen, was ich aber dankend ablehne, da ich wirklich nicht in der Stimmung bin. Nach einer knappen halben Stunde entschließe ich mich ins Bett zu gehen und verlasse unauffällig die Suite. Auf der Etage unsere Zimmer lauf ich Oz über den Weg, der mich besorgt mustert." Oli, du siehst mehr als mies aus. Soll ich einen Arzt holen?" fragt er besorgt. Ich schüttel den Kopf:" Nein lass nur, ich geh ins Bett. Ich brauch nur ne Mütze voll Schlaf!" antworte ich und lass ihn stehen.
Als ich die Tür hinter mir geschlossen hab entschließe ich mich erstmal eine heisse Dusche zu nehmen. Ich lass das heisse Wasser über meinen Körper fließen und bereue die Idee nach einigen Minuten.Verdammt, die Bauchschmerzen scheinen durch das heisse Wasser ehr schlimmer zu werden. Ich dreh die Dusche ab, wickel mir ein Handtuch um die Hüfte und begebe mich ins Zimmer. Der Schmerz im Bauch ist auf einmal fast unerträglich und ich versuche dagegen an zu atmen. Ich ziehe mir eine Pjamahose über und will gerade zur Minibar als ich einen stechenden Schmerz wahrnehme der mir die Sinne raubt und das Letzte was ich spüre ist, wie der Boden unter meinen Füßen wegkippt.
Was dann folgt nehme ich nur noch Bruchstückhaft wahr.
"Scheisse Oli!" brüllt Chris
......
"RR 90/50 Puls 130 Temperatur 39.7 "
......
Verdammt, ich lieg auf einer Krankenbare im Krankenwagen...verdammt was ist los mit mir?
.........
Aua, das tat weh....hey wer sticht da in meinen Arm?
............
"Sieht nach einem Blinddarmdurchbruch aus!" höre ich eine männliche Stimme sagen, die von ganz weit weg zu kommen scheint."Ruf den Op an, sie sollen alles vorbereiten"
OP?? FUCK!!!
und wieder umfängt mich die Dunkelheit.
.....
"Mister Barret? Hören sie mich?"
Oh, ein Engel scheint mich zu rufen..... Gott ist diese Stimme schön........
" Mister Barret, meine Name ist Sanne und ich bin die Anästhesieschwester. Ich werde sie jetzt rasieren." Oh, rasieren? Warum? Verdammt wieso bekomme ich die Augen nicht auf, ich will sehen woher diese wahnsinns Stimme kommt.
" Ruhig Mister Barret, die Medikamente sollten bald wirken, dann werden die Schmerzen leichter!" sagte die Stimme liebevoll zu mir und streicht mir sanft über mein Gesicht und drückt meine Hand. Wow, was passiert da? Wieso fühlt sich die Berührung so gut an? Wie ein zärtliches Kribbeln was durch meinen ganzen Körper wandert angefangen dort wo SIE mich berührt.
"Ich rasiere sie jetzt Mister Barret." kündigt mir die Stimme an und ich spüre wie sie die Decke herunter nimmt und ich merke das ich anscheinend nun nackt vor ihr liege.
FUCK, was hat sie vor?
Ich spüre etwas kaltes, metallendes auf meinem Bauch und höre auf einmal eine surren.
Ohh Nein, sie will mich da rasieren....nein....hilfe....oh Gott ihre sanften Hände.... Shit, das geht doch nicht ....... Fuck ich krieg einen Steifen......Himmel , bin ich 15 oder so? Was ist nur los mit mir, warum reagiere ich so auf die Stimme und diesen Händen?
"Ruhig Mister Barret, ich verspreche mich zu beeilen, aber leider ist das Notwendig."
Ich will sie sehen, ich will sie sehen.
Ich zwinge mich unter größter Anstrengung meine Augen zu öffnen, gerade in dem Moment als dieser Engel meine Hoden rasiert.
FUCK! Hilfe, das halte ich nicht aus.
Dieser Engel ist ganz konzenriert bei der Sache und ich sehe von dem Gesicht nur lange Wimpern, der Rest ist leider von einer Haube und Maske bedeckt.
Anscheinend spürt sie meinen Blick, denn sie blickt mich auf einmal an und ich sehe in die wohl schönsten Augen die ich jemals sah. Dunkelgrüne Augen, die mich sanft und beruhigend anblicken. Ihre Augen lächeln und dann wendet sie ihren Blick wieder ihrer Arbeit zu.
Oh Gott!
Sie hebt sanft meinen Penis an, der mittlerweile hart geworden ist und rasiert die Umgebung mit kurzen schnellen Zügen. Ich glaub ein Schmunzeln hinter der Maske zu erkennen und versuche meine Augen hinter meinem Arm zu verbergen, was sich aber schwierig gestaltet da ich überall mit Schläuche versehen bin.
" Ruhig Mister Barret, ist gleich vorbei." flüster sie, Sanne, ja Sanne ist ihr Name, und richtet ihre Aufmerksamkeit wieder auf meinen Penis was dazu führt das ich komme.
Oh mein Gott.....Shit........was passiert hier mit mir?
Sanne greift zu Zellstoff und wischt meinen Erguss von meinem Bauch ohne mich an zu blicken, was ich ihr hoch anrechnen, den ich glaube das ich mittlerweile knallrot bin.
Ist das peinlich!
Nachdem sie meine Oberschenkel teilweise auch noch rasiert hat, deckt sie mich wieder zu und richtet dann ihren Blick auf mein Gesicht. Ich schlucke.
" Das wäre überstanden" sagt sie aufmunternd und drückt sanft meine Hand. Diesmal erwidere ich den Druck und sehe wie sie verlegen blinzelt.
Gut, es geht nicht nur mir so.
"Der Arzt kommt gleich, dann werden sie auch gleich tief und fest schlafen und wenn sie aufwachen ist das Schlimmste überstanden!"
Da geht auch schon die Schleuse auf und ein großer Mann gesellt sich zu uns.
" Guten Morgen Mister Barrett" begrüßt mich der Mann, der vermutlich der Arzt ist und richtet seine Aufmerksamkeit auf Sanne. "Alles soweit vorbereitet?" "Ja, Zugänge liegen und rasiert ist Mister Barret auch." antwortet Sanne und reicht dem Arzt 3 gefüllte Spritzen während sie mir eine Atemmaske vorsichtig über Mund und Nase hält aus der vermutlich Sauerstoff kommt.
"Atmen sie sie einfach ruhig weiter, Mister Barret und erzählen sie mir etwas über ihr Konzert von heute Abend" sagt sie und ich blicke sie erstaunt an. " Was soll ich ihnen davon erzählen?" frag ich nach und merke quasi sofort wie ich einschlafe.
Als ich wieder wach werde höre ich ein ein monotones, gleichmäßiges, leises Piepen was ich erst nicht zuordnen kann. Ich öffnen die Augen und sehe in einen Raum der im gedämpften Licht gehalten ist ohne Fenster. Ich hab keine Ahnung wo ich bin.
" Na, aufgewacht?" fragt diese Engelsgleiche Stimme auf einmal und ich zucke zusammen."Entschuldigung, ich wollte sie nicht erschrecken" sagt Sanne und drückt wieder liebevoll meine Hand. " Ihre Vitalzeichen sind stabil und wenn es so bleibt kann ich sie in einer halben Stunde auf die Station verlegen." "Kann ich nicht einfach hier, bei ihnen bleiben? " Sie lacht. Himmel, selbst ihr lachen klingt himmlich.
" Nein, das geht leider nicht, auch wenn die Vorstellung mehr als verlockend ist." erwidert sie zwinkernd. Zum allerersten mal sehe ich ihr ganzes Gesicht. Wow, ist diese Frau schön! Große grüne Augen gerade Nase und einen sinnlichen Mund an deren Lippen ich zu gerne knabbern wurde. Hilfe, wo kommen denn auf einmal diese Gedanken her? "Benötigen Sie noch etwas Mister Barret? Eine Ente oder eine weitere Decke?" " Nein danke, ich bin wunschlos glücklich!" hmmm zum ersten mal in meinem Leben meine ich es sogar. Ich beobachte Sanne wie sie ihrer Arbeit nachgeht und mich hin und wieder mit einem wahnsinns Lächeln bedenkt, welches mir den Atem raubt. Ist die Frau heiss! Ich muss irgendwie in Erfahrung bringen ob sie vergeben ist ....nur wie? Wie ich noch so nachgrübel wie ich es am unauffälligsten anstelle kommt mir der Zufall zur Hilfe. Das Telefon klingelt und sie hebt ab, an ihrem Gesicht sehe ich sofort das der Gesprächspartner ihr nicht willkommen ist. " Hey.....wann?..... Ich geh mal davon aus das der Frühdienst das machen wird, da meine Schicht um 7 endet........ich bin nicht kurz angebunden, nur sachlich Stephan.......anscheinend macht es dir mehr zu schaffen als mir.......darf ich dich dran erinnern das du Schluß gemacht hast?......... laß gut sein, wir sind auf arbeit und ich habe keine Lust das mit dir hier und jetzt am Telefon zu diskutieren.......tschüß" Stirnrunzelnd legt sie auf und kommt zu meinem Bett um die aktuellen Werte in mein Krankenblatt zu übertragen. "Der Ex?" frag ich mutig. ok, welcher teufel reitet mich gerade? Sie blickt mich überrascht an. "Verstehen sie etwa so gut deutsch?" fragt sie gerade heraus. Ich schmunzel:" Ja, meine Mutter ist Deutsche und ich wurde 2 sprachig erzogen und hatte in der Highschool Deutsch als Fremdsprache. Das Lächeln was sich jetzt auf ihren Gesicht breit macht raubt mir abermals den Atem. "Und?" hack ich nach. "Und was?" fragt sie. Ich ziehe eine Augenbraue hoch und das lächeln in ihrem Gesicht wird noch breiter." Ja, der Ex" antwortet sie schließlich. Yes...strike...innerlich hüpfe ich umher wie ein kleine Junge der gerade ein Eis bekommen hat. Jetzt wird mein Lächeln breiter und ich spüre wie es ihr den Atem raubt.
Nach 20 Minuten entschließt sie sich, das es nun Zeit wird mich zu verlegen, alles Flehen und betteln nützt nix, meine Zeit mit dem Engel ist unwiderbringlich zu Ende.Die zwei Schwestern die mich an der Schleuse in Empfang nehmen lauschen aufgeregt der Ausführungen von Sanne, deren Inhalt ich kaum folgen kann da es sich überwiegend um Fachbegriffe handelt die verwendet werden. Nach einem letzten Blick auf Sanne die mich sanft anlächelt schließt sich die Schleuse und ich werde in Richtung des Aufzuges geschoben. Als der Aufzug erscheint schieben beide Schwestern gekonnt mein Bett in den Aufzug und drücken den Knopf zur zur Station. Der Aufzug setzt sich träge in Bewegung, so langsam das ich es kaum spüre das wir uns bewegen.
" Dr. Schneider soll sich von Sanne getrennt haben." sagt auf einmal die eine Schwester. " Echt? Warum denn das? Ich bin davon ausgegangen das die beide heiraten werden" entgegnete die andere daraufhin. " Ich bitte dich Schneider läßt doch nix anbrennen. Treue ist ein Fremdwort für ihn über kurz oder lang hätte Sanne sich das eh nicht mehr bieten lassen. Ich geh davon aus das er ihr nur zuvor gekommen ist um sein beschissenes Ego zu schonen!" " Hmm....Sanne scheint das zumindest nicht sehr mit zu nehmen, sie wirkte wie immer." Interessant, wenn auch beunruhigend.... wenn ihr Treue wichtig ist, dann schlag ich sie mir lieber gleich aus den Kopf, ich bin nicht gerade für meine Treue bekannt und ergreife auch jede Gelegenheit die sich mir bietet....schade eigentlich...ich wüsste zu gerne wie sie sich anfühlt...wie sie schmeckt und wie sie aussieht wenn sie kommt ......FUCK Oliver reiss dich zusammen!
Als der Aufzug sich öffnet versuch ich noch immer meine Hormone zu bändigen die mittlerweile Dinge mit mir anstellen, die ich so noch nie erlebt hab. Ich bekomme, logischerweise, ein Einzelzimmer, wo schon reichlich Blumen und 2 Präsentkörbe auf mich warten. Als der Arzt kommt, der sich als Dr. Hoffmann vorstellt, bin ich gerade dabei mir das Telefon so einzurichten das ich darüber den Fernsehr steuern kann, was sich komplizierter darstellte als ich es vermutet hätte. "Mr. Barret, wie ich sehe sind sie schon recht munter." Ich zucker erschrocken zusammen und aus irgendeinem Grund fühle ich mich ertappt. " Entschuldigung, ich wollte sie nicht erschrecken" sagte der Arzt. "Kein Problem"antworte ich und winke leicht genervt ab. "Sie sollten sich ein paar Tage schonen und feste Nahrung bekommen sie auch erst ab Morgen Mittag wieder, angefangen mit Schonkost." sagte der Arzt mit Blick auf die Präsentkörbe gerichtet. "In Ordnung" erwidere ich. "Versuchen sie nun etwas zu schlafen, heute Nachmittag kommt dann eine Krankengymnastin, die dann mit ihnen aufsteht. Laufen hat sich nach einer Blinddarmop als Heilungsfördernd herausgestellt." Er lächelt mir aufmunternd zu und verweist noch darauf hin das ich die nächsten Tage prophylaktisch eine Antibiose erhalte um eine Bauchfellentzündung vorzubeugen, da der Blinddarm wohl geplatzt war. " Wie lange werde ich im Krankenhaus bleiben müssen?" frage ich, nun doch etwas eingeschüchtert. " In 10 Tagen sollten sie wieder soweit hergestellt sein, das wir sie entlassen können." Shit....das heißt etliche Konzerte verschieben...ohh man....das wird Richard gar nicht gefallen. "Ihr Managment wurde darüber schon in Kenntnis gesetzt und hat wohl schon alles in die Wege geleitet. Ihnen steht es natürlich frei sich in ein anderes Krankenhaus verlegen zu lassen." erklärte der Dr. Hoffmann und sah mich erwartungsvoll an. Verlegen lassen? Warum zum Teufel sollte ich das tun? Hier bieten sich mir gerade 10 tage, an denen die theoretische Möglichkeit besteht den Engel Namens Sanne wieder zu sehen und raus zu finden, ob da irgendetwas laufen könnte. "Ich denke nicht das ich mich verlegen lasse, ich mag Berlin und wäre eh eine Tage noch geblieben." sage ich und lächel Dr. Hoffmann freundlich an. "Nun dann, Mr. Barret, dann werden wir uns wohl noch ein paar Tage sehen. Und nun versuchen sie zu schlafen und falls sie Schmerzen bekommen sollte, scheuen sie sich nicht zu klingeln, die Schwestern werden ihnen ganz gewiss jeden Wunsch erfüllen." sagte er zwinkernd zu mir und verläßt dann mein Zimmer.
Logisch erfüllen mir die Schwestern jeden Wunsch, aber will ich das? Ich will nur eine Schwester die mir meine Wünsche erfüllt und ich habe keinen Schimmer wie ich das bewerkstelligen soll. Ok, erstmal schlafen, scheint wirklich ne gute Idee zu sein, heute Nachmittag ist noch genug Zeit mir einen Plan zu recht zu legen. Aber eins werde ich noch in die Wege leiten.
Ich greife nach meinem Blackberry und rufe Oz an, den ich anscheinend geweckt hab. "Oz, Oli hier, kannst du deinem Bruder anrufen und ihn auf eine Recherche ansetzen?"
"Klar, um was geht es?"
"Nicht um was Oz um Wen!"
Schweigen....
"Oz biste noch dran?"
"oh..äh...ja also um wem geht es?"
"Ich weiß nur das sie Krankenschwester ist, in der Anästhesie arbeitet und Sanne genannt wird, ich schätze sie so auf 25, maximal 27 Jahre."
" Ahh es geht um eine Frau!"
Ich sehe ihn förmlich lächelnd vor mir.
"Ja Oz, es geht um eine Frau"
" Kein Problem, das sollte für Rick keine Problem sein etwa herauszufinden."
" Genau darauf verlasse ich mich." erwiedere ich lächelnd
"Ich komm heute Abend mal vorbei vielleicht bring ich dann schon einige Infos für dich mit."
"Willst du nicht nach Hause fliegen?" frag ich erstaunt.
"Und dich hier alleine lassen? Vergiss es, der Rest der Jungs werden wohl nach Los Angeles fliegen. Richard bleibt auch noch ein paar tage hier bis für dich alles soweit geklärt ist und dann fliegt auch er heim, ich bleib hier solange du hier bist!"
Ich lächel.
"Danke Oz, das ist echt nett von dir! Bis heute Abend dann" sage ich noch und lege auf.
Ja schlafen ist jetzt wirklich ne gute Idee.
*********
Als ich die Wohnungstür aufschließe ist es halb 8 und erstaunlicher Weise ist Marika schon auf. Sie stürmt geradewegs auf mich zu. Erschrocken sehe ich sie an.
"Was ist passiert?"
"Das fragst du mich? Ich will von dir alles wissen und erzähl mich jetzt nicht das du Oliver Barret nicht zu Gesicht bekommen hast!"
Woher weiß sie das nun wieder?
"Wie kommst du darauf das ich ihn gesehen haben könnte?" frage ich so nebenbei wie ich es nur kann.
"Es ist doch in den Nachrichten das er heute Morgen in die Charite gebracht wurde und er dort operiert worden ist."
Ich blicke sie erstaunt an.
"Und alleine daraus schliesst du das ich ihn gesehn hab?" Ich lass dich noch ein wenig zappeln, bei der Vorlage muss ich einfach zugreifen.
Ich wende mich von ihr ab und hänge meine dicke Winterjacke an die Gardrobe auf und grinse in mich rein. Ich spüre ihre Aufregung beinahe körperlich. Als ich mich Marika wieder zuwende schaue ich sie mit neutralem Gesichtsausdruck an.
"Ach komm schon Sanne, du musst ihn doch gesehen haben." sie klingt jetzt schon fast etwas maulig.
"Dir ist schon klar das die Charite ein riesen Krankenhaus ist und ich die Nacht nicht die einzige Schwester war die in der Anästhesie dienst hatte?"
Marika sieht mich verdattert an.
"Nun ja...ich dachte....ich weiß auch nicht ....... irgendwie hatte ich das Gefühl das du ihn begegnet bist....keine Ahnung warum......aber ok, daran hab ich nicht gedacht das ihr ja viele Ops habt." sagte sie nun enttäuscht.
"Wie Gefühl?" frage ich jetzt erstaunt nach.
" Keine Ahnung...ich wurde gegen 2 Uhr wach und hatte das eigenartige Gefühl das dir was wunderbares geschehen ist und als ich dann heute morgen in den Nachrichten hörte was mit Barret passiert ist....naja, ich dachte das wäre dir passiert."
"Du denkst Oliver Barret wäre was wunderbares für mich?"
Wie macht sie das nur?Konnte sie das spüren was ich in dem Moment empfunden hab als ich ihn das erstemal berührte? Geht sowas überhaupt? Naja, lange genug kenne wir uns ja.
"Ach vergiss es, ich glaub ich sehe Geister und außerdem geh ich davon aus das du es mir sofort erzählen wurdest wenn dir sowas passieren wurde, zumal ich ja weiß das du ein Fan von Solitary Brave bist."
Marika drückt mir eine Kuss auf die Wange und dreht sich um um in die Küche zurück zu gehen. Ich entschließe mich ihr zu folgen.
"Ich mach mir nen Tee, magst du auch einen?" frag ich. Sie nickt
Während ich darauf warte das das Wasser im Wasserkocher kocht beobachte ich Marika aus dem Augenwinkel. Irgendwie komm ich mir gerade ziemlich gemein vor und entschließe mich dazu sie nicht länger auf die Folter zu spannen.
" Er sieht in echt viel besser aus als auf den Bildern."
Marika sieht erstaunt zu mir herüber und schmeißt unvermittelt ein Knäckebrot nach mir.
"Du Miststück! Ich wusste es! Erzähl, ich will jede Einzelheit wissen, ok nur das was nicht unter deine Schweigepflicht fällt!"
"Dann wäre das Gespräch jetzt schon beendet!" sage ich trocken und ernte einen Blick, bei dem ich befürchte, das sie mich übers Knie legt und mich versohlt.
"Ach komm, ein klitzekleinesbisschen Mehr....Bitte" fleht sie und ich lass mich erweichen.
" Er ist sehr groß, 1,96 hat wunderbares Haar, dunkelbraun und es ist leicht wellig. Und seine Augen sind der Hammer. Sie haben so einen warmen Braunton den ich so noch nie gesehen hab. Und sein Körper.... der ist purer Sex, kein Gramm Fett zuviel." Alleine die Erinnerung an seinen Körper stellt eigenartige Sachen mit mir an. Ich rutsch unruhig auf dem Stuhl umher und Marika beobachtet mich intensiv.
"Du errötest!"
"Das tue ich nicht!" Verdammt , sie hat recht!
"Oh doch das tust du. Hast du ihn ganz nackt gesehen?" Oh je, wie soll ich aus de Nummer jetzt raus kommen ohne in den Erdboden zu versinken? Das hat mich heute Morgen schon alles an Beherrshung gekostet was ich aufbringen konnte.
"ähm ... ja " antworte ich kleinlaut.
"Lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehn! Wie ist er unten rum ausgestattet? "
"Marika!" rufe ich empört, was leider völlig da neben geht.
"Seit wann bist du den so prüde, Frau " Soll ich dir Batterien für dein Vibrator mitbringen" ?"
Die Erinnerung an dieser Situation läßt mich wieder breit grinsen, nie im Leben werde ich den Gesichtsausdruck von ihr vergessen als ich ihr diese Frage quer durch den halben Laden stellte wo wir einkaufen waren.
" Er ist sehr gut ausgestattet" antworte ich wahrheitsgemäß und erröte schon wieder, was natürlich Marika nicht verborgen bleibt.
"Ok, was ist passiert? Du hast vermutlich schon mehr Schwänze in deinem Leben gesehen wie eine durchschnittliche Frau jemals zu Gesicht bekommt, ergo es gibt keinen Grund deswegen zu erröten. Trotzdem tust du es, also raus mit der Sprache!"
Oh man, sie läßt echt nicht locker....oh Gott, ich will gar nicht dran denken an seinen Schwanz....Himmel, warum zieht sich in meinem Unterleib auf einmal alles zusammen? Was ist nur los mit mir?
" Da es ja eine Not Op war, war ich gezwungen ihn zu rasieren." begann ich vorsichtig zu erzählen.
"Ich musste ihn vom Bauchnabel ab bis zur Hälfte des Oberschenkels rasieren"
Marikas Pupillen weiten sich und mit weit aufgerissenen Augen starrt sie mich an.
" Kaum das ich ihn berührt hatte....naja.....er bekam sofort einen Steifen."
"Wie alt ist er nochmal?"
"28"
"Dann scheint er lange keinen Sex gehabt zu haben."
"Tolle logik, doch das wag ich zu bezweifeln." entgegne ich sarkastisch.
"Na dann bleibt nur die Tatsache über das er dich extrem heiss fand!" sagt sie mit einem süffisanten Grinsen.
"Ich bitte dich, warum soll ein Mann wie Oliver Barret mich heiss finden? Er kann jedes Supermodell haben und ich bin weit davon entfernt Supermodelmaße zu haben"
Marika ließ mich nicht aus den Augen. Ihr Blick war fest auf mich gerichtet.
" Du bist eine sehr erotische Frau, mit den Kurven an den richtigen Stellen und Gott sei dank keine Hungerharke wie ich!"
"Hey sei Fair, immerhin bist du Tänzerin und du musst so schlank sein, dich müssen ja Abend für Abend die Kerle durch die Gegend schleppen!" necke ich sie liebevoll.
Marika arbeitet als Tänzerin an der Staatsoper und muss einen strengen Diät und Trainingsplan einhalten, was sie, finde ich, super schafft. Ich beneide sie für ihren eisernen Willen, Ich werde ja schon bei einem Stück Schokolade schwach.
" Ich seh schon, er scheint dir zu gefallen." resümierte Marika schliesslich.
" Doch, er sieht schon gut aus und er ist heiss!"
Aus irgendeinen unerfindlichen Grund werde ich schon wieder rot.
"Was ist noch passiert?" Verdammt, sie wurde auch nur super Detektivin abgeben.
" Er ist sogar gekommen." flüstere ich kleinlaut und blicke beschämt auf den Tisch.
Marika saugt hörbar die Luft ein.
"Wie gekommen? Gekommen gekommen? Also Orgasmus gekommen? "
Ich nicke.
"Wie das?"
Ich sehe sie sprachlos an.
"Na wie ein Mann halt kommt."
"Das ist mir schon klar, mich interessiert nur warum er gekommen ist, was hast du Luder mit ihm gemacht?"
"Na Nix, ich hab ihn nur rasiert!"
" Das wurde ich an deiner Stelle jetzt auch behaupten." grinst mich Marika frech an.
" Ich hab ihn echt kaum berührt, aber auf einmal ist er so plötzlich gekommen, weder er noch ich reagieren konnten. Es war schon eigenartig ihn zu berühren, ich hatte permanent das Gefühl das ein leichtes Kribbeln durch meinen Körper ging, immer dann wenn ich ihn berührte. Sowas hab ich noch nie vorher erlebt."
"Offensichtlich ging es ihm ähnlich, kein Mann in dem Alter kommt einfach so nur aufgrund weniger Berührungen, wie Intim sie auch seien mögen und sei versichert ich weiß das, ich muss Abend für Abend Männer an Stellen berühren wo jede Frau normalerweise errötet."
Ich weiß das sie weiß wovon sie spricht, hab sie ja oft genug bei den Proben beobachtet und ich bin oft errötet, alleine nur vom zusehen.
" Ok Süße, ich geh jetzt ins Bett, muss ja heute Abend wieder zum Dienst."
Ich erheb mich vom Tisch, nahm nochmal Marika liebevoll in die Arme und zog mich dann zurück in mein Zimmer und schlief auch nach kurzer Zeit sofort ein.
Kapitel 2
Solitary Brave gibt es nun schon seit 12 Jahren und haben mittlerweile unser 5 Album auf dem Markt. Das Rolling Stone Magazin bezeichnete uns als eine der wichtigesten Rockbands des 21 Jahrunderts. Unsere Welttournee hat uns nach Berlin gebracht, wo wir heute zum dritten mal in einem ausverkauften Velodrom spielen und dieses Konzert bildet den Abschluss der Europagigs. In 10 Tagen gehts dann in Asien los, genauer in Singapur. Bis dahin haben wir 5 Tage frei und ich überlege nach Hause, nach Los Angeles zu fliegen und einfach mal Nichts zu tun. Aber der dumpfe Schmerz in meinem Bauch sagt mir, daß ich wohl lieber einen Arzt aufsuchen sollte.
"10 Minuten bis zum Auftritt!" ertönt es hinter der Bühne und ich entschliesse mich nach Chris, unserem Drummer zu suchen und mir von ihm etwas Koks geben zu lassen. Ich kokse normalerweise nicht so regelmäßig aber im Augenblick hilft es mir die Konzerte zu überstehen und 100% zu geben. Ich bin ehr der Kiffer schmeisse höchstens mal Speed ein aber leider hilft Marijuana im Augenblick gar nicht. Als ich Chris gefunden hab, sieht auch er mich stirnrunzelnd an. Jungs, bitte, hört endlich mit diesem Blick auf! " Mir geht es gut!" sage ich reflexartig zu ihm und er schmunzelt. "Ich hab doch gar nichts gesagt!" lacht er und begleitet mich zu seiner Gardrobe. "Ne Line?" Ich nicke. Chris bereitet sofort alles vor und ich ziehe die Line zügig durch.
"Oli du siehst scheisse aus und solltest doch mal einen Arzt aufsuchen!" Ich atme durch und spüre das intensive kribbeln in meiner Nase das ich in Wellen zum Kopf und zum Rest meines Körpers ausbreitet. "Mach ich, versprochen, laß uns einfach bitte dieses Konzert hinter uns bringen, vermutlich brauche ich einfach mal einige Tage Ruhe." erwidere ich, wohlwissend, daß das vermutlich nicht das Problem lösen wird. Chris schlägt mir aufmunternd auf die Schultern und wir beide machen uns auf den Weg zur Bühne, wo sich schon der Rest der Band versammelt hat. Mit unserem Ritual heizen wir uns fürs Konzert an und betreten als Einheit die Bühne, wo uns sofort eine ohrenbetäubender Lärm entgegen kommt.
Ich liebe diesen Moment wenn reine Energie auf die Bühne prallt und uns umfängt. Ich empfinde jedesmal eine Art von Macht die ich schwer beschreiben kann. Ich weiß nur das mich dieses Gefühl echt High macht und ich es nicht missen möchte. Als Leadsänger stehe ich sofort im Fokus der 15.000 Fans die wegen uns hier sind und noch bevor ich einen Ton gesungen oder auch nur eine Saite meiner Gitarre gezogen hab stehen sie unter meinem Bann. Ja, fick sie mit deiner Stimme, reize sie mit deinem Körper. Du bist ihr Gott, sie beten dich an! Für die nächsten 2 Stunden bin ich Oliver, der Rockstar!
Nach anderthalb Stunden verlassen wir die Bühne um uns für das Zugabenprogramm zu sammeln. Hank, unsere Securitymann, erfragt von uns, welche Mädels seine Jungs aus dem Publikum ziehen sollen und die uns, nach dem Ende des Konzertes, ins Hotel begleiten sollen. Die Aftershowpartys im Hotel dienen meist dazu, Mädels für die Nacht klar zu machen. Chris, Mike und Frank informieren Hank sofort während Bill zögert, was einmal mehr meine Vermutung bestätigt das er sich in Kate verliebt hat und er erklärt auch, das er heute keine Lust hat. Als Hank mich fragend ansieht schüttel auch ich den Kopf, was wiederum dazu führt das mich jetzt 6 Leute stirnrunzelnd anblicken. Fuck, darf ich mal keinen belanglosen Sex haben wollen mit irgendwelchen Groupies?
" Ich bin heute einfach nicht geil!" erkläre ich ohne die Mine zu verziehen. "Ok, wenn du es so willst." sagt Hank und macht sich auf den Weg vor die Bühne. Mike lacht mich an:" Ich hab mir ja 2 ausgesucht, ich geb dir , bei Bedarf, gerne eine ab!"
Ich muss lachen und leg meinen Arm um Mike. Sex, Drugs and Rock and Roll, das war mit 16 eine absolut geile Vorstellung, die uns dazu animierte einen Band zu gründen.Nun bin ich 28 Jahre alt und gerade heute fühle ich mich wie 100. Ich komme nicht daran vorbei mich unwillkürlich zu fragen, ob man für sowas irgendwann zu Alt wird. Ich schiebe den Gedanken sofort beiseite, da es ja mehr als genug Beispiele gibt das dem wohl nicht so ist. Ich blicke zu Bill und erkenne das er wohl an Kate denkt, die er, vermutlich, Morgen sehen wird. Oh ja, er ist verliebt über beide Ohren!
Ich beneide Bill in diesem Moment, den er hat jemanden auf den er sich freuen kann. Er hatte mir eines Abends erzählt, das er, seit er Kate kennt, kein Interesse mehr an ONS hat, da der Sex mit ihr einfach unglaublich sei und sich seine ganze Leidenschaft auf sie konzentriert. Ich weiß noch das ich mich in jener Nacht fragte, ob ich jemals so für eine Frau empfunden hatte und kam gegen Morgen zu der Erkenntnis, das ich bisher für keine Frau solche tiefen Gefühle empfunden habe. Meine längste Beziehung hatte ich mit Marie, die ich in LA traf als ich am Strand joggen war. Aber selbst Marie vermochte es nicht mich daran zu hindern mit Groupies zu vögeln. Sie tolerierte es zwar aber anscheinend waren die Verletzungen doch zu viel für sie und sie beendete die Beziehung nach 3 Jahren mit den Worten: " Ich möchte einen Mann für mich allein!"
Nach den Zugaben gehen wir direkt zum Tourbus, wo die auserwählten Mädels schon warten. Oz empfängt uns an der Tür reicht uns allen Wasser und kaum das wir drin sind setzt sich der Bus in Bewegung um uns umgehend ins Hotel zu bringen. Die Aftershowparty findet immer in einer extra dafür angemieteten Suite statt um etwaige aufdringlichen Groupies daran zu hindern uns zu stalken. Schlafen tun wir in anderen Zimmern wobei nur Bill im Augenblick alleine schläft. Ich teile mir mit Chris ein Zimmer und Frank schläft mit Mike. Sex findet meist nur in der Suite statt und die Schlafräume sind von jeher Tabu für Mädels.
Ich entschließe mich noch mit in die Suite zu gehen um noch einen Joint zu rauchen, da ich nun doch wieder des dumpfen Schmerzes gewahr werde und hoffe das ich nach dem Joint etwas Entspannung finden werde. Die Mädels legen sich mächtig ins Zeug uns zu verführen und ich sehe es den Jungs an das sie sich auf eine heisse Nacht freuen. Bill zog sich schon zurück, er wolle noch telefonieren sagte er. Eine der Mädels kommt zu mir rüber um mich anzumachen, was ich aber dankend ablehne, da ich wirklich nicht in der Stimmung bin. Nach einer knappen halben Stunde entschließe ich mich ins Bett zu gehen und verlasse unauffällig die Suite. Auf der Etage unsere Zimmer lauf ich Oz über den Weg, der mich besorgt mustert." Oli, du siehst mehr als mies aus. Soll ich einen Arzt holen?" fragt er besorgt. Ich schüttel den Kopf:" Nein lass nur, ich geh ins Bett. Ich brauch nur ne Mütze voll Schlaf!" antworte ich und lass ihn stehen.
Als ich die Tür hinter mir geschlossen hab entschließe ich mich erstmal eine heisse Dusche zu nehmen. Ich lass das heisse Wasser über meinen Körper fließen und bereue die Idee nach einigen Minuten.Verdammt, die Bauchschmerzen scheinen durch das heisse Wasser ehr schlimmer zu werden. Ich dreh die Dusche ab, wickel mir ein Handtuch um die Hüfte und begebe mich ins Zimmer. Der Schmerz im Bauch ist auf einmal fast unerträglich und ich versuche dagegen an zu atmen. Ich ziehe mir eine Pjamahose über und will gerade zur Minibar als ich einen stechenden Schmerz wahrnehme der mir die Sinne raubt und das Letzte was ich spüre ist, wie der Boden unter meinen Füßen wegkippt.
Was dann folgt nehme ich nur noch Bruchstückhaft wahr.
"Scheisse Oli!" brüllt Chris
......
"RR 90/50 Puls 130 Temperatur 39.7 "
......
Verdammt, ich lieg auf einer Krankenbare im Krankenwagen...verdammt was ist los mit mir?
.........
Aua, das tat weh....hey wer sticht da in meinen Arm?
............
"Sieht nach einem Blinddarmdurchbruch aus!" höre ich eine männliche Stimme sagen, die von ganz weit weg zu kommen scheint."Ruf den Op an, sie sollen alles vorbereiten"
OP?? FUCK!!!
und wieder umfängt mich die Dunkelheit.
.....
"Mister Barret? Hören sie mich?"
Oh, ein Engel scheint mich zu rufen..... Gott ist diese Stimme schön........
" Mister Barret, meine Name ist Sanne und ich bin die Anästhesieschwester. Ich werde sie jetzt rasieren." Oh, rasieren? Warum? Verdammt wieso bekomme ich die Augen nicht auf, ich will sehen woher diese wahnsinns Stimme kommt.
" Ruhig Mister Barret, die Medikamente sollten bald wirken, dann werden die Schmerzen leichter!" sagte die Stimme liebevoll zu mir und streicht mir sanft über mein Gesicht und drückt meine Hand. Wow, was passiert da? Wieso fühlt sich die Berührung so gut an? Wie ein zärtliches Kribbeln was durch meinen ganzen Körper wandert angefangen dort wo SIE mich berührt.
"Ich rasiere sie jetzt Mister Barret." kündigt mir die Stimme an und ich spüre wie sie die Decke herunter nimmt und ich merke das ich anscheinend nun nackt vor ihr liege.
FUCK, was hat sie vor?
Ich spüre etwas kaltes, metallendes auf meinem Bauch und höre auf einmal eine surren.
Ohh Nein, sie will mich da rasieren....nein....hilfe....oh Gott ihre sanften Hände.... Shit, das geht doch nicht ....... Fuck ich krieg einen Steifen......Himmel , bin ich 15 oder so? Was ist nur los mit mir, warum reagiere ich so auf die Stimme und diesen Händen?
"Ruhig Mister Barret, ich verspreche mich zu beeilen, aber leider ist das Notwendig."
Ich will sie sehen, ich will sie sehen.
Ich zwinge mich unter größter Anstrengung meine Augen zu öffnen, gerade in dem Moment als dieser Engel meine Hoden rasiert.
FUCK! Hilfe, das halte ich nicht aus.
Dieser Engel ist ganz konzenriert bei der Sache und ich sehe von dem Gesicht nur lange Wimpern, der Rest ist leider von einer Haube und Maske bedeckt.
Anscheinend spürt sie meinen Blick, denn sie blickt mich auf einmal an und ich sehe in die wohl schönsten Augen die ich jemals sah. Dunkelgrüne Augen, die mich sanft und beruhigend anblicken. Ihre Augen lächeln und dann wendet sie ihren Blick wieder ihrer Arbeit zu.
Oh Gott!
Sie hebt sanft meinen Penis an, der mittlerweile hart geworden ist und rasiert die Umgebung mit kurzen schnellen Zügen. Ich glaub ein Schmunzeln hinter der Maske zu erkennen und versuche meine Augen hinter meinem Arm zu verbergen, was sich aber schwierig gestaltet da ich überall mit Schläuche versehen bin.
" Ruhig Mister Barret, ist gleich vorbei." flüster sie, Sanne, ja Sanne ist ihr Name, und richtet ihre Aufmerksamkeit wieder auf meinen Penis was dazu führt das ich komme.
Oh mein Gott.....Shit........was passiert hier mit mir?
Sanne greift zu Zellstoff und wischt meinen Erguss von meinem Bauch ohne mich an zu blicken, was ich ihr hoch anrechnen, den ich glaube das ich mittlerweile knallrot bin.
Ist das peinlich!
Nachdem sie meine Oberschenkel teilweise auch noch rasiert hat, deckt sie mich wieder zu und richtet dann ihren Blick auf mein Gesicht. Ich schlucke.
" Das wäre überstanden" sagt sie aufmunternd und drückt sanft meine Hand. Diesmal erwidere ich den Druck und sehe wie sie verlegen blinzelt.
Gut, es geht nicht nur mir so.
"Der Arzt kommt gleich, dann werden sie auch gleich tief und fest schlafen und wenn sie aufwachen ist das Schlimmste überstanden!"
Da geht auch schon die Schleuse auf und ein großer Mann gesellt sich zu uns.
" Guten Morgen Mister Barrett" begrüßt mich der Mann, der vermutlich der Arzt ist und richtet seine Aufmerksamkeit auf Sanne. "Alles soweit vorbereitet?" "Ja, Zugänge liegen und rasiert ist Mister Barret auch." antwortet Sanne und reicht dem Arzt 3 gefüllte Spritzen während sie mir eine Atemmaske vorsichtig über Mund und Nase hält aus der vermutlich Sauerstoff kommt.
"Atmen sie sie einfach ruhig weiter, Mister Barret und erzählen sie mir etwas über ihr Konzert von heute Abend" sagt sie und ich blicke sie erstaunt an. " Was soll ich ihnen davon erzählen?" frag ich nach und merke quasi sofort wie ich einschlafe.
Als ich wieder wach werde höre ich ein ein monotones, gleichmäßiges, leises Piepen was ich erst nicht zuordnen kann. Ich öffnen die Augen und sehe in einen Raum der im gedämpften Licht gehalten ist ohne Fenster. Ich hab keine Ahnung wo ich bin.
" Na, aufgewacht?" fragt diese Engelsgleiche Stimme auf einmal und ich zucke zusammen."Entschuldigung, ich wollte sie nicht erschrecken" sagt Sanne und drückt wieder liebevoll meine Hand. " Ihre Vitalzeichen sind stabil und wenn es so bleibt kann ich sie in einer halben Stunde auf die Station verlegen." "Kann ich nicht einfach hier, bei ihnen bleiben? " Sie lacht. Himmel, selbst ihr lachen klingt himmlich.
" Nein, das geht leider nicht, auch wenn die Vorstellung mehr als verlockend ist." erwidert sie zwinkernd. Zum allerersten mal sehe ich ihr ganzes Gesicht. Wow, ist diese Frau schön! Große grüne Augen gerade Nase und einen sinnlichen Mund an deren Lippen ich zu gerne knabbern wurde. Hilfe, wo kommen denn auf einmal diese Gedanken her? "Benötigen Sie noch etwas Mister Barret? Eine Ente oder eine weitere Decke?" " Nein danke, ich bin wunschlos glücklich!" hmmm zum ersten mal in meinem Leben meine ich es sogar. Ich beobachte Sanne wie sie ihrer Arbeit nachgeht und mich hin und wieder mit einem wahnsinns Lächeln bedenkt, welches mir den Atem raubt. Ist die Frau heiss! Ich muss irgendwie in Erfahrung bringen ob sie vergeben ist ....nur wie? Wie ich noch so nachgrübel wie ich es am unauffälligsten anstelle kommt mir der Zufall zur Hilfe. Das Telefon klingelt und sie hebt ab, an ihrem Gesicht sehe ich sofort das der Gesprächspartner ihr nicht willkommen ist. " Hey.....wann?..... Ich geh mal davon aus das der Frühdienst das machen wird, da meine Schicht um 7 endet........ich bin nicht kurz angebunden, nur sachlich Stephan.......anscheinend macht es dir mehr zu schaffen als mir.......darf ich dich dran erinnern das du Schluß gemacht hast?......... laß gut sein, wir sind auf arbeit und ich habe keine Lust das mit dir hier und jetzt am Telefon zu diskutieren.......tschüß" Stirnrunzelnd legt sie auf und kommt zu meinem Bett um die aktuellen Werte in mein Krankenblatt zu übertragen. "Der Ex?" frag ich mutig. ok, welcher teufel reitet mich gerade? Sie blickt mich überrascht an. "Verstehen sie etwa so gut deutsch?" fragt sie gerade heraus. Ich schmunzel:" Ja, meine Mutter ist Deutsche und ich wurde 2 sprachig erzogen und hatte in der Highschool Deutsch als Fremdsprache. Das Lächeln was sich jetzt auf ihren Gesicht breit macht raubt mir abermals den Atem. "Und?" hack ich nach. "Und was?" fragt sie. Ich ziehe eine Augenbraue hoch und das lächeln in ihrem Gesicht wird noch breiter." Ja, der Ex" antwortet sie schließlich. Yes...strike...innerlich hüpfe ich umher wie ein kleine Junge der gerade ein Eis bekommen hat. Jetzt wird mein Lächeln breiter und ich spüre wie es ihr den Atem raubt.
Nach 20 Minuten entschließt sie sich, das es nun Zeit wird mich zu verlegen, alles Flehen und betteln nützt nix, meine Zeit mit dem Engel ist unwiderbringlich zu Ende.Die zwei Schwestern die mich an der Schleuse in Empfang nehmen lauschen aufgeregt der Ausführungen von Sanne, deren Inhalt ich kaum folgen kann da es sich überwiegend um Fachbegriffe handelt die verwendet werden. Nach einem letzten Blick auf Sanne die mich sanft anlächelt schließt sich die Schleuse und ich werde in Richtung des Aufzuges geschoben. Als der Aufzug erscheint schieben beide Schwestern gekonnt mein Bett in den Aufzug und drücken den Knopf zur zur Station. Der Aufzug setzt sich träge in Bewegung, so langsam das ich es kaum spüre das wir uns bewegen.
" Dr. Schneider soll sich von Sanne getrennt haben." sagt auf einmal die eine Schwester. " Echt? Warum denn das? Ich bin davon ausgegangen das die beide heiraten werden" entgegnete die andere daraufhin. " Ich bitte dich Schneider läßt doch nix anbrennen. Treue ist ein Fremdwort für ihn über kurz oder lang hätte Sanne sich das eh nicht mehr bieten lassen. Ich geh davon aus das er ihr nur zuvor gekommen ist um sein beschissenes Ego zu schonen!" " Hmm....Sanne scheint das zumindest nicht sehr mit zu nehmen, sie wirkte wie immer." Interessant, wenn auch beunruhigend.... wenn ihr Treue wichtig ist, dann schlag ich sie mir lieber gleich aus den Kopf, ich bin nicht gerade für meine Treue bekannt und ergreife auch jede Gelegenheit die sich mir bietet....schade eigentlich...ich wüsste zu gerne wie sie sich anfühlt...wie sie schmeckt und wie sie aussieht wenn sie kommt ......FUCK Oliver reiss dich zusammen!
Als der Aufzug sich öffnet versuch ich noch immer meine Hormone zu bändigen die mittlerweile Dinge mit mir anstellen, die ich so noch nie erlebt hab. Ich bekomme, logischerweise, ein Einzelzimmer, wo schon reichlich Blumen und 2 Präsentkörbe auf mich warten. Als der Arzt kommt, der sich als Dr. Hoffmann vorstellt, bin ich gerade dabei mir das Telefon so einzurichten das ich darüber den Fernsehr steuern kann, was sich komplizierter darstellte als ich es vermutet hätte. "Mr. Barret, wie ich sehe sind sie schon recht munter." Ich zucker erschrocken zusammen und aus irgendeinem Grund fühle ich mich ertappt. " Entschuldigung, ich wollte sie nicht erschrecken" sagte der Arzt. "Kein Problem"antworte ich und winke leicht genervt ab. "Sie sollten sich ein paar Tage schonen und feste Nahrung bekommen sie auch erst ab Morgen Mittag wieder, angefangen mit Schonkost." sagte der Arzt mit Blick auf die Präsentkörbe gerichtet. "In Ordnung" erwidere ich. "Versuchen sie nun etwas zu schlafen, heute Nachmittag kommt dann eine Krankengymnastin, die dann mit ihnen aufsteht. Laufen hat sich nach einer Blinddarmop als Heilungsfördernd herausgestellt." Er lächelt mir aufmunternd zu und verweist noch darauf hin das ich die nächsten Tage prophylaktisch eine Antibiose erhalte um eine Bauchfellentzündung vorzubeugen, da der Blinddarm wohl geplatzt war. " Wie lange werde ich im Krankenhaus bleiben müssen?" frage ich, nun doch etwas eingeschüchtert. " In 10 Tagen sollten sie wieder soweit hergestellt sein, das wir sie entlassen können." Shit....das heißt etliche Konzerte verschieben...ohh man....das wird Richard gar nicht gefallen. "Ihr Managment wurde darüber schon in Kenntnis gesetzt und hat wohl schon alles in die Wege geleitet. Ihnen steht es natürlich frei sich in ein anderes Krankenhaus verlegen zu lassen." erklärte der Dr. Hoffmann und sah mich erwartungsvoll an. Verlegen lassen? Warum zum Teufel sollte ich das tun? Hier bieten sich mir gerade 10 tage, an denen die theoretische Möglichkeit besteht den Engel Namens Sanne wieder zu sehen und raus zu finden, ob da irgendetwas laufen könnte. "Ich denke nicht das ich mich verlegen lasse, ich mag Berlin und wäre eh eine Tage noch geblieben." sage ich und lächel Dr. Hoffmann freundlich an. "Nun dann, Mr. Barret, dann werden wir uns wohl noch ein paar Tage sehen. Und nun versuchen sie zu schlafen und falls sie Schmerzen bekommen sollte, scheuen sie sich nicht zu klingeln, die Schwestern werden ihnen ganz gewiss jeden Wunsch erfüllen." sagte er zwinkernd zu mir und verläßt dann mein Zimmer.
Logisch erfüllen mir die Schwestern jeden Wunsch, aber will ich das? Ich will nur eine Schwester die mir meine Wünsche erfüllt und ich habe keinen Schimmer wie ich das bewerkstelligen soll. Ok, erstmal schlafen, scheint wirklich ne gute Idee zu sein, heute Nachmittag ist noch genug Zeit mir einen Plan zu recht zu legen. Aber eins werde ich noch in die Wege leiten.
Ich greife nach meinem Blackberry und rufe Oz an, den ich anscheinend geweckt hab. "Oz, Oli hier, kannst du deinem Bruder anrufen und ihn auf eine Recherche ansetzen?"
"Klar, um was geht es?"
"Nicht um was Oz um Wen!"
Schweigen....
"Oz biste noch dran?"
"oh..äh...ja also um wem geht es?"
"Ich weiß nur das sie Krankenschwester ist, in der Anästhesie arbeitet und Sanne genannt wird, ich schätze sie so auf 25, maximal 27 Jahre."
" Ahh es geht um eine Frau!"
Ich sehe ihn förmlich lächelnd vor mir.
"Ja Oz, es geht um eine Frau"
" Kein Problem, das sollte für Rick keine Problem sein etwa herauszufinden."
" Genau darauf verlasse ich mich." erwiedere ich lächelnd
"Ich komm heute Abend mal vorbei vielleicht bring ich dann schon einige Infos für dich mit."
"Willst du nicht nach Hause fliegen?" frag ich erstaunt.
"Und dich hier alleine lassen? Vergiss es, der Rest der Jungs werden wohl nach Los Angeles fliegen. Richard bleibt auch noch ein paar tage hier bis für dich alles soweit geklärt ist und dann fliegt auch er heim, ich bleib hier solange du hier bist!"
Ich lächel.
"Danke Oz, das ist echt nett von dir! Bis heute Abend dann" sage ich noch und lege auf.
Ja schlafen ist jetzt wirklich ne gute Idee.
*********
Als ich die Wohnungstür aufschließe ist es halb 8 und erstaunlicher Weise ist Marika schon auf. Sie stürmt geradewegs auf mich zu. Erschrocken sehe ich sie an.
"Was ist passiert?"
"Das fragst du mich? Ich will von dir alles wissen und erzähl mich jetzt nicht das du Oliver Barret nicht zu Gesicht bekommen hast!"
Woher weiß sie das nun wieder?
"Wie kommst du darauf das ich ihn gesehen haben könnte?" frage ich so nebenbei wie ich es nur kann.
"Es ist doch in den Nachrichten das er heute Morgen in die Charite gebracht wurde und er dort operiert worden ist."
Ich blicke sie erstaunt an.
"Und alleine daraus schliesst du das ich ihn gesehn hab?" Ich lass dich noch ein wenig zappeln, bei der Vorlage muss ich einfach zugreifen.
Ich wende mich von ihr ab und hänge meine dicke Winterjacke an die Gardrobe auf und grinse in mich rein. Ich spüre ihre Aufregung beinahe körperlich. Als ich mich Marika wieder zuwende schaue ich sie mit neutralem Gesichtsausdruck an.
"Ach komm schon Sanne, du musst ihn doch gesehen haben." sie klingt jetzt schon fast etwas maulig.
"Dir ist schon klar das die Charite ein riesen Krankenhaus ist und ich die Nacht nicht die einzige Schwester war die in der Anästhesie dienst hatte?"
Marika sieht mich verdattert an.
"Nun ja...ich dachte....ich weiß auch nicht ....... irgendwie hatte ich das Gefühl das du ihn begegnet bist....keine Ahnung warum......aber ok, daran hab ich nicht gedacht das ihr ja viele Ops habt." sagte sie nun enttäuscht.
"Wie Gefühl?" frage ich jetzt erstaunt nach.
" Keine Ahnung...ich wurde gegen 2 Uhr wach und hatte das eigenartige Gefühl das dir was wunderbares geschehen ist und als ich dann heute morgen in den Nachrichten hörte was mit Barret passiert ist....naja, ich dachte das wäre dir passiert."
"Du denkst Oliver Barret wäre was wunderbares für mich?"
Wie macht sie das nur?Konnte sie das spüren was ich in dem Moment empfunden hab als ich ihn das erstemal berührte? Geht sowas überhaupt? Naja, lange genug kenne wir uns ja.
"Ach vergiss es, ich glaub ich sehe Geister und außerdem geh ich davon aus das du es mir sofort erzählen wurdest wenn dir sowas passieren wurde, zumal ich ja weiß das du ein Fan von Solitary Brave bist."
Marika drückt mir eine Kuss auf die Wange und dreht sich um um in die Küche zurück zu gehen. Ich entschließe mich ihr zu folgen.
"Ich mach mir nen Tee, magst du auch einen?" frag ich. Sie nickt
Während ich darauf warte das das Wasser im Wasserkocher kocht beobachte ich Marika aus dem Augenwinkel. Irgendwie komm ich mir gerade ziemlich gemein vor und entschließe mich dazu sie nicht länger auf die Folter zu spannen.
" Er sieht in echt viel besser aus als auf den Bildern."
Marika sieht erstaunt zu mir herüber und schmeißt unvermittelt ein Knäckebrot nach mir.
"Du Miststück! Ich wusste es! Erzähl, ich will jede Einzelheit wissen, ok nur das was nicht unter deine Schweigepflicht fällt!"
"Dann wäre das Gespräch jetzt schon beendet!" sage ich trocken und ernte einen Blick, bei dem ich befürchte, das sie mich übers Knie legt und mich versohlt.
"Ach komm, ein klitzekleinesbisschen Mehr....Bitte" fleht sie und ich lass mich erweichen.
" Er ist sehr groß, 1,96 hat wunderbares Haar, dunkelbraun und es ist leicht wellig. Und seine Augen sind der Hammer. Sie haben so einen warmen Braunton den ich so noch nie gesehen hab. Und sein Körper.... der ist purer Sex, kein Gramm Fett zuviel." Alleine die Erinnerung an seinen Körper stellt eigenartige Sachen mit mir an. Ich rutsch unruhig auf dem Stuhl umher und Marika beobachtet mich intensiv.
"Du errötest!"
"Das tue ich nicht!" Verdammt , sie hat recht!
"Oh doch das tust du. Hast du ihn ganz nackt gesehen?" Oh je, wie soll ich aus de Nummer jetzt raus kommen ohne in den Erdboden zu versinken? Das hat mich heute Morgen schon alles an Beherrshung gekostet was ich aufbringen konnte.
"ähm ... ja " antworte ich kleinlaut.
"Lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehn! Wie ist er unten rum ausgestattet? "
"Marika!" rufe ich empört, was leider völlig da neben geht.
"Seit wann bist du den so prüde, Frau " Soll ich dir Batterien für dein Vibrator mitbringen" ?"
Die Erinnerung an dieser Situation läßt mich wieder breit grinsen, nie im Leben werde ich den Gesichtsausdruck von ihr vergessen als ich ihr diese Frage quer durch den halben Laden stellte wo wir einkaufen waren.
" Er ist sehr gut ausgestattet" antworte ich wahrheitsgemäß und erröte schon wieder, was natürlich Marika nicht verborgen bleibt.
"Ok, was ist passiert? Du hast vermutlich schon mehr Schwänze in deinem Leben gesehen wie eine durchschnittliche Frau jemals zu Gesicht bekommt, ergo es gibt keinen Grund deswegen zu erröten. Trotzdem tust du es, also raus mit der Sprache!"
Oh man, sie läßt echt nicht locker....oh Gott, ich will gar nicht dran denken an seinen Schwanz....Himmel, warum zieht sich in meinem Unterleib auf einmal alles zusammen? Was ist nur los mit mir?
" Da es ja eine Not Op war, war ich gezwungen ihn zu rasieren." begann ich vorsichtig zu erzählen.
"Ich musste ihn vom Bauchnabel ab bis zur Hälfte des Oberschenkels rasieren"
Marikas Pupillen weiten sich und mit weit aufgerissenen Augen starrt sie mich an.
" Kaum das ich ihn berührt hatte....naja.....er bekam sofort einen Steifen."
"Wie alt ist er nochmal?"
"28"
"Dann scheint er lange keinen Sex gehabt zu haben."
"Tolle logik, doch das wag ich zu bezweifeln." entgegne ich sarkastisch.
"Na dann bleibt nur die Tatsache über das er dich extrem heiss fand!" sagt sie mit einem süffisanten Grinsen.
"Ich bitte dich, warum soll ein Mann wie Oliver Barret mich heiss finden? Er kann jedes Supermodell haben und ich bin weit davon entfernt Supermodelmaße zu haben"
Marika ließ mich nicht aus den Augen. Ihr Blick war fest auf mich gerichtet.
" Du bist eine sehr erotische Frau, mit den Kurven an den richtigen Stellen und Gott sei dank keine Hungerharke wie ich!"
"Hey sei Fair, immerhin bist du Tänzerin und du musst so schlank sein, dich müssen ja Abend für Abend die Kerle durch die Gegend schleppen!" necke ich sie liebevoll.
Marika arbeitet als Tänzerin an der Staatsoper und muss einen strengen Diät und Trainingsplan einhalten, was sie, finde ich, super schafft. Ich beneide sie für ihren eisernen Willen, Ich werde ja schon bei einem Stück Schokolade schwach.
" Ich seh schon, er scheint dir zu gefallen." resümierte Marika schliesslich.
" Doch, er sieht schon gut aus und er ist heiss!"
Aus irgendeinen unerfindlichen Grund werde ich schon wieder rot.
"Was ist noch passiert?" Verdammt, sie wurde auch nur super Detektivin abgeben.
" Er ist sogar gekommen." flüstere ich kleinlaut und blicke beschämt auf den Tisch.
Marika saugt hörbar die Luft ein.
"Wie gekommen? Gekommen gekommen? Also Orgasmus gekommen? "
Ich nicke.
"Wie das?"
Ich sehe sie sprachlos an.
"Na wie ein Mann halt kommt."
"Das ist mir schon klar, mich interessiert nur warum er gekommen ist, was hast du Luder mit ihm gemacht?"
"Na Nix, ich hab ihn nur rasiert!"
" Das wurde ich an deiner Stelle jetzt auch behaupten." grinst mich Marika frech an.
" Ich hab ihn echt kaum berührt, aber auf einmal ist er so plötzlich gekommen, weder er noch ich reagieren konnten. Es war schon eigenartig ihn zu berühren, ich hatte permanent das Gefühl das ein leichtes Kribbeln durch meinen Körper ging, immer dann wenn ich ihn berührte. Sowas hab ich noch nie vorher erlebt."
"Offensichtlich ging es ihm ähnlich, kein Mann in dem Alter kommt einfach so nur aufgrund weniger Berührungen, wie Intim sie auch seien mögen und sei versichert ich weiß das, ich muss Abend für Abend Männer an Stellen berühren wo jede Frau normalerweise errötet."
Ich weiß das sie weiß wovon sie spricht, hab sie ja oft genug bei den Proben beobachtet und ich bin oft errötet, alleine nur vom zusehen.
" Ok Süße, ich geh jetzt ins Bett, muss ja heute Abend wieder zum Dienst."
Ich erheb mich vom Tisch, nahm nochmal Marika liebevoll in die Arme und zog mich dann zurück in mein Zimmer und schlief auch nach kurzer Zeit sofort ein.
Kapitel 2
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