Mittwoch, 27. Februar 2013

Kapitel 13

Ihre Hände liebkosen meinen Bauch, während wir uns leidenschaftlich küssen. Da wir auf der Seite liegen haben ihre Hände viel Spielraum und das nutzen sie aus. Jetzt streicht sie wieder sanft aufwärts, wobei ich deutlich ihre Fingernägel spüren kann. Ich vergrabe meine Hände in ihre Haare und vertiefe den Kuss. Selbst das Küssen fühlt sich mit ihr völlig neu an, so intensiv, so heiss. Es kommt mir so vor als ob unsere Münder, unsere Zungen wie füreinander geschaffen sind. Ich erahne jede Bewegung ihre Zunge und ihrer Lippen, sie tanzen einen erotischen Tanz mit einander der meine Lust weiter entfacht. Sanne dreht mich nun sanft auf den Rücken und löst ihre Lippen von meinen. Sie legt eine Spur federleichter Küsse zu meinem Ohr und saugt dann an meinem Ohrläppchen. Ihre Finger spielen während dessen mit meiner Brustwarze und ich stöhne hörbar auf. " Oh Baby, was immer du mit mir anstellst...höre bitte nicht damit auf. Es fühlt sich mit dir jedesmal an als ob es das erste Mal wäre." flüstere ich und gebe mich wieder ganz dem Gefühl hin was Sanne in mir auslöst. Mein Körper giert förmlich nach jede Berührung, nach jedem Kuss von Sanne. Ich hab absolut keine Ahnung wie ich die Phasen der Trennung überstehen soll, wenn mein Körper so auf sie reagiert. Sanne wandert nun küssend abwärts, liebkost mit ihrer Zunge ausgiebig meine Brustwarzen um anschliessend ihren Weg fort zu setzen. Ihre Finger zeichnen unablässig die Konturren meiner Bauchmuskeln nach und ihre Lippen wandern weiter nach unten. Als sie meinen Nabel erreichen neckt ihre freche Zunge diesen und ich hebe instinktiv mein Becken an. Sie blickt grinsend zu mir auf." Oh nein, Oli, noch lange nicht!" Ich stöhne auf und lass mein Kopf aufs Kissen sinken. Gott hilf, diese Frau bringt mich noch um.

Plötzlich spüre ich, wie ihre Zunge zur linken Hüfte gleitet und sie dort meine V-Cut Linie hinauf und wieder runter gleitet. " Oh...ahh...Sanne...fuck...." Ich stöhne laut auf. Ich hätte im Leben nicht erwartet das mich das so anturnt. Ich spüre die Liebkosungen ihrer Zunge in der ganzen Lendengegend. Ich keuche nur noch und bin kaum mehr in der Lage mich zu beherrschen. Das Spiel wiederholt Sanne jetzt auf der anderen Seite...und ich bin verloren. Ich packe Sanne, ziehe sie zu mir hoch und drehe sie auf den Rücken. " Du bringst mich noch um!" raune ich und küsse sie hart. Sie kichert, als ich mich nun küssend Abwärts bewege. Ich umfasse sanft ihre vollen Brüste und sauge an abwechselnd an ihren Brustwarzen, was Sanne aufstöhnen läßt. Ich beisse ganz vorsichtig in ihre Brustwarzen, necke sie wieder mit meiner Zunge um abermals leicht zu zubeissen. Sanne drück mir ihr Becken entgegen und ich weiß, das sie mich ganz tief in sich spüren will. Ich bin mehr als nur bereit ihr das zu geben was sie so begehrt und setzte meinen Weg zu ihrem Schoß fort. Als mein Mund ihr Geschlecht findet bäumt sie sich auf und verkrallt ihre Hände ins Laken. Ich liebe es ihr so Lust zu spenden und ich spüre es mehr als deutlich, das ihr das gefällt. Ihr Becken hebt und senkt sich rythmisch und den Duft den sie jetzt verströmt raubt mir die Sinne. " Wahnsinn, bist du feucht!" murmel ich und umkreise mit meiner Zunge unablässig ihre Klit. Ihr Atem kommt schnell und oberflächlich und ich spüre das sie mich sehnsüchtig tief in sich erwartet. Küssend wandere ich wieder aufwärts und als ich ihn ihr wunderschönes vor Erregung gerötete Gesicht blicke erkenne ich darin soviel Liebe für mich, das es mir den Atem raubt. Diese Frau liebt mich! Sie liebt mich bedingungslos und das gibt mir ein Gefühl der Geborgenheit das ich so noch nie erlebt habe. Ich küsse sie zärtlich, streiche ihr sanft durchs Haar und dringe langsam in sie ein. Ihre Beine umschlingen mich und sie hebt ihr Becken leicht an. Sie stöhnt auf und flüstert meinen Namen, als ich Zentimeter für Zentimeter tief in ihr versinke. Ihre Feuchte und Enge läßt ein tiefes Grollen aus meiner Kehle kommen und ich gebe mich ganz dem Gefühl hin. Ich lege meine Stirn an ihre, als ich nicht tiefer komme und verweile einige Augenblicke regungslos.

Ich halte ihren Kopf zwischen meinen Händen und küsse sie liebevoll. Ich beginne mich langsam zu bewegen, raus und wieder langsam rein. Ich sehe ihr tief in die Augen und sie erwidert meinen Blick. Ich lasse mein Hüfte kreisen, was Sanne mit einem lauten Stöhnen honoriert. Ihre Hände streichen sanft über meinen Rücken, spiegeln das Tempo wieder was ich tief in ihr vorgebe. Im Hintergrund nehme ich wahr das All I need von Air läuft und dieses Lied spiegelt meine Empfindungen wieder. Sanne ist Alles was ich brauche, Alles was ich will. Mein Körper betet Sannes Körper an. Ich spüre sie in jeder Zelle von mir. Sie scheint von meinem Körper Besitz zu ergreifen. Ich bewege mich weiterhin langsam und geniesse jeden Augenblick. Ich verliere mich in ihrem Blick und einmal mehr habe ich das Gefühl das sie mir direkt in die Seele blicken kann. " Ich liebe dich so sehr." flüstere ich. Ich spüre wie Sanne anfängt zu zittern und ich weiß nur zu genau das sie kurz davor ist zu kommen. Ich lasse meine Hüfte kreisen erhöhe den Druck auf ihren empfindlichsten Punkt. Sie klammert sich nun fest an mich, löst aber ihren Blick nicht von mir. Als sie dann kommt ruft sie meinen Namen. " Ohh...ahh...Oli...ohh...." Ich spüre wie sich ihre Vagina um meinen Schwanz klammert und dann komme auch ich. Ich ergieße mich in ihr und der Blick in ihren Augen läßt mich für einen Augenblick die Unendlichkeit sehen. Ich habe das Gefühl zu schweben und lege meine Stirn auf die ihre.

Ich kehre wieder ins Hier und Jetzt zurück, küsse Sanne zärtlich und streiche ihr einige Haarsträhnen aus dem Gesicht. Sie lächelt mich an. " Ich liebe dich mehr." flüstert sie und ich muss grinsen. " Das, Sanne, wag ich sehr zu bezweifeln. Ich kann meine Liebe für dich nicht einmal in Worte fassen...woher willst du also wissen, das du mich mehr liebst?" raune ich und küsse ihren Hals. " Es muss einfach so sein. Ich hab das Gefühl das ich mich in dich verliere und ...naja, das ist, glaub ich, das größte Gefühl. Ich würde Alles für dich tun und das macht mir Angst. So hab ich vorher noch nie empfunden...also von daher...doch, ich liebe dich mehr." erklärt sie und sieht mich frech an. Ich beisse ihr sanft in den Hals. Sie schreit leise auf und gibt mir einen Klaps auf mein Hintern. " Genau das könnte ich auch zu dir sagen und zwar Wort für Wort. Ich weiß nicht wie ich die Zeit, in der wir getrennt sein werden, überstehen soll. Ich brauche dich... nötiger als die Luft zum atmen. Ich spüre dich in jeder Zelle meines Körpers, brauche dein Geruch. Du gibst mir soviel Kraft, das ich das Gefühl habe, das ich, mit dir an meiner Seite, Alles erreichen kann."

Ich gleite vorsichtig aus ihr raus und drehe mich auf die Seite. Wir sehen uns an und genießen unsere Zweisamkeit, die perfekter nicht sein kann. " Weißt du denn schon wann ihr fliegt?" fragt Sanne. " Ja, Montag späten Nachmittag. Der Flug geht via Frankfurt nach Singapur. Wenn alles klappt sollten Oz und ich am Dienstag Nachmittag in Singapur landen." Sanne blinzelt und versucht zu lächeln. " Montag also." murmelt sie und ich nicke. "Dann werd ich dir wohl dein Geburtstagsgeschenk vorher geben müssen." " Mein Geburtstagsgeschenk?" Sie nickt und lächelt verlegen. " Du musst mir Nichts schenken Sanne. Du bist Alles was ich will!" Sie strahlt mich an und wieder raubt es mir den Atem. " Weißt du eigentlich das es nahezu unmöglich ist einen Koffer in der Größe zu bekommen, damit ich da rein passe?" fragt sie lachend und ich pruste los. Die Vorstellung, Sanne in einem Koffer, ist so witzig, das ich mich nicht mehr halten kann. " Also ich kenne weit aus komfortable Reisemöglichkeiten!" sag ich , noch immer lachend. " Ist mir klar, aber ich befürchte, das ein Flug nach Asien meine Finanzen sprengen würde." sagt Sanne grinsend. Ich lächel sie nun an. " Solltest du jemals vor haben, mich zu besuchen, sag Oz bescheid, er organisiert dir einen Flug. Und bezahlen tue ich." Sanne blinzelt und sieht mich unsicher an. " Ich weiß nicht ob ich das will, das du für mich zahlst." Ich sehe sie irritiert an. " Warum nicht? Glaubs mir, ich kann es mir leisten. Und Nichts würde mir mehr Vergnügen bereiten als dich mit Geschenken zu überschütten!" Sanne sieht mich mit großen Augen an. " Sanne, du bist meine Freundin, ganz offiziell und selbstverständlich werde ich für dich zahlen. Sowas macht ein Mann für die Frau die er liebt." Als sie was sagen möchte, leg ich ihr meinen Finger auf die Lippen. " In der Beziehung bin ich ein ...nenn es meintwegen Macho. Ich will für dich sorgen, mich um dich kümmern und dir wirklich jeden Wunsch von den Augen ablesen." " Ach Oli, sowas machen Männer, wenn sie verheiratet sind oder zumindest verlobt. Vorher wirkt das so...wie soll ich sagen... als ob du mich Aushalten würdest." " Blödsinn, jeder weiß, das du einen Job hast. Ich führe nunmal ein etwas Anderes Leben als der Durchschnitt und ich werde für Alles aufkommen, egal für was. Daran ist nichts auszusetzen. Scheiß darauf, was andere Leute von dir denken könnten. Es geht nur um uns beide, alle Anderen interessieren nicht, schon gar nicht was Irgendwer von Irgendwas halten könnte!" Ich sehe Sanne ernst an. Ok, ich kann ihre Bedenken durchaus nachvollziehen aber es ist mir egal. Ich will ihr die Welt zu Füßen legen und das werde ich auch tun!

" So rein hypotetisch...würdest du mich heiraten wollen ... irgendwann ... vielleicht ... später mal? " frage ich sie leise. Sanne sieht mich erstaunt an. Sie atmet tief ein und schenkt mir ein Lächeln, das mein Herz einmal mehr für einen Schlag aussetzten läßt. " Irgendwann ... bestimmt ... also hypotetisch." antwortet sie ebenso leise. " Ich hoffe, das du diesbezüglich auch ein ... Macho bist. Ich bin da echt altmodisch und erwarte einen formvollendeten Heiratsantrag, eine angemessene Verlobungszeit und eine romantische Hochzeit." Ich lache. " Anspruchsvoll bist du jedenfalls nicht!" " Bin ich auch nicht, nur sehr romantisch veranlagt." erwidert Sanne grinsend. Ich küsse sie. " Gut zu wissen. Rechne aber vorerst mit keinem Antrag. Bei deiner Vorstellung brauch ich ja schon alleine ... Jahre... um alles zu organisieren ." Jetzt lacht Sanne und kuschelt sich an mich. Ich küsse ihr aufs Haar und halte sie fest in meinem Arm.

" Ach, das Witzigste weißt du ja noch nicht." sage ich und sehe Sanne amüsiert an Sie blickt mich neugierig an. " Erzähl, ich lache gerne." " Oz steht auf ältere Frauen." Sanne blinzelt und sieht mich fragend an. " Was ist daran witzig?" " Ich finde es witzig, obwohl es eigentlich nur logisch ist. Ich meine...Oz erscheint eh Älter als er ist und Aufgrund seiner Intelligenz sind Frauen unseres Alters für ihn wohl völlig uninteressant." " Ist es ein Problem für dich, das Oz Ältere bevorzugt?" " Nein, geht mich ja auch Nichts an. Aber irritiert war ich schon als ich sah, das er auf das Flirten einer, wie alt wird sie gwesen sein...zwischen 40 und 45 ... Frau einging. Er scheint bei älteren Damen einen Schlag zu haben." Sanne schmiegt sich enger an mich. " Also ich finde das nicht verwunderlich. Ich bevorzuge auch ältere Männer und wenn sie dann noch Groß sind... wunderbar. Mein Ex ist 10 Jahre älter als ich und über 1,90 groß." Ich stutze. " Hmm, dann bin ich dir zu jung?" Sanne kichert. " Nein, aber wenn wir uns auf der Straße begegnet wären hätte ich dich vermutlich auf Grund deiner Größe wahr genommen, wenn du nicht Oliver Barret wärst." " So so, meine Größe ist es also was dein Beuteinstinkt ausgelöst hat." Genau!" " Und da behaupte nochmal Einer, ich wäre oberflächlich!" Sanne lacht auf und beisst mir liebevoll in die Brust. " Ich will eigentlich damit nur sagen, das Jeder ein Beuteschema hat, von dem er selten abweicht. Entspreche ich denn deinem Schema?" " Ich habe kein wirkliches Beuteschema. Die Freundinnen die ich bisher hatte waren alle völlig unterschiedlich. Ich habe mir aber darüber auch noch nie Gedanken gemacht. Ich glaub sogar das du meine erste Blondinne bist." Sanne lächelt mich an. " Und Oz steht also auf gestandene Frauen, jenseits der 40." sagt sie und ich nicke. " Ich muss echt mal meine Mutter fragen was sie von Oz als Mann hält." Sanne sieht mich daraufhin völlig irritiert an. " Naja, sie ist jenseits der 40 und sie kann bestimmt erkennen was Frauen in ihrem Alter an Oz so faszinierend finden." Sanne zieht die Augenbrauen hoch und sieht mich skeptisch an. " Was?" hake ich nach. " Ob da so eine gute Idee ist? Nicht das du sie da noch auf einen Gedanken bringst!" " Welchen Gedanken bitte?" " Nicht das sie aufeinmal Oz als Mann sieht und sie sich für ihn interessiert." "Meine Mutter? An Oz interessiert?" Der Gedanke ist so absurd das ich schallend anfange zu Lachen. Sanne sieht mich belustigt an. " Ganz bestimmt nicht! Oz ist quasi wie ein Sohn für sie. Wir waren meist die ganze Zeit unzertrennlich. Das wäre ja fast so als wenn sie sich aufeinmal für mich in der Form interessieren würde ... ich glaub Inzest heisst das... nein, im Leben nicht. Meine Mutter mag Oz, keine Frage, hat ihn bestimmt auch lieb, wie halt eine Mutter ihren Sohn liebt, von daher würde ich das komplett ausschliessen das meine Mutter Oz jemals ...wie soll ich sagen... sexuell attraktiv findet." Sanne schmunzelt. " Dann frag deine Mum. Ich bin jetzt schon auf ihre Antwort gespannt." sagt sie und sieht auf den Wecker.

" Oh mein Gott, ist ja schon nach Mitternacht!" ruft sie plötzlich und springt aus dem Bett. Ich sehe ihr völlig entgeistert nach. Sie läuft zu ihrem Kleiderschrank und kommt mit einem große Paket in der Hand wieder ins Bett und strahlt mich an. " Alles Liebe zum Valentinstag!" ruft sie strahlend und drückt mir den Karton in die Hand. Ich sehe sie noch immer entgeistert an, fange mich dann jedoch und beuge mich zu ihr um sie zu küssen. " Danke." murmel ich und ich spüre, das ich neugierig bin, was da wohl drin sein könnte. Als ich mich dran mache den Karton zu öffnen, hält sie meine Hand fest. Ich seh sie an und erkenne sowas wie Nervosität und Unsicherheit in ihren Augen. " Als ich das bestellt hab, fand ich, das es ne gute Idee wäre...aber mittlerweile... es kann sein, das du es zu kitschig findest. Wenn dem so ist, lass es bitte hier und ich überlege mir etwas...weniger Kitschiges." Ich sehe sie lächelnd an. " Ich bin mir ziemlich sicher, das ich das, was hier," ich schüttel den Karton" drin ist, lieben werde, weil es von dir ist!" Sanne sieht mich mit einem zuckersüßen Lächeln an und wieder setzt mein Herz aus. Hilfe, werde ich mich jemals an dieses Lächeln gewöhnen? Ich öffne nun den Karton und hole das Größte Päckchen raus. Es ist erstaunlich leicht und als ich es aufreisse, weiß ich auch warum. Es ist eine bedruckte Decke. Eine mit Bildern von Sanne und mir bedruckte schwarze Decke. Sie ist wunderschön und die Bilder dokumentieren die ersten Tage unsere Beziehung. Ich bin hin und weg und ich lächel nun sie an. Zu meinem Erstaunen höre ich wie sie scharf die Luft einzieht und ich sehe wie sich ihre Pupillen weiten. Moment, mein Lächeln macht sie heiß? Notiz an mich: Im Falle eines Streites, nackter Oberkörper und lächeln! " Wenn du Nachts alleine schläfst solltest du etwas haben, worin du dich einwickeln kannst und dir vorstellst, das ich es bin, die dich umschlingt." erklärt Sanne und sieht mich verlegen an. " Sie ist wunderschön ... hmm, noch besser wäre sie, wenn sie nach dir duften würde." sage ich und zwinker ihr keck zu. " Das bekomme ich locker hin, bis du fliegst!" sagt sie und grinst. Das zweite Päckchen ist das Kleinste. Als ich es öffne kommt ein Cover für mein BlackBerry zum Vorschein. Darauf ist ein wunderschönes Portrait von Sanne, in schwarz-weiß. Ich wechsel sofort das Cover aus und betrachte es liebevoll. " Wow, das Bild von dir ist wunderschön!" murmel ich und küsse sie sanft. Sie blinzelt verlegen und errötet. " Das Foto hat Oz gemacht. Er hat echt ein gutes Auge." Ich nicke, denn sie hat Recht. Oz würde ein verdammt guten Fotografen abgeben. Das letzte Päckchen entpuppt sich als ein kleines Bilderbuch gefüllt mit Bilder von Sanne und mir. Oz hatte ja während den ersten Tagen sehr viel fotografiert und etliches davon ist in diesem Buch zu finden. Es sind auch einige Bilder von Sanne bei, die ich nicht kenne und das eine Bild, das wo sie das Abendkleid trägt und so bezaubernd aussieht. Ich bin von den Geschenken ganz überwältigt. Mag sein das sie kitschig sind, aber sie sind wunderschön und bedeuten mir so viel. Sie werden mich immer an die ersten Tage mit Sanne erinnern und keine Einzelne dieser Erinnerung will ich missen.

Nun stehe ich auf und gehe zu meiner Reisetasche. Dort hatte ich die Kette mit dem herzförmigen Anhänger versteckt, damit Sanne es nicht findet. Der Juvellier hatte beim Verpacken ein wahres Meisterwerk vollbracht und ich überreiche es ihr mit meinem schönsten Lächeln im Gesicht. " Happy Valentinstag." raune ich und küsse sie leidenschaftlich. Sanne betrachtet aufgeregt das kleine Päckchen in ihrer Hand und sieht mich zögerlich an. " Es ist zu Schade es auszupacken. Die Verpackung ist ja schon ein Traum. Sag mir was drin ist und ich lasse es zu." Ich lache auf. " Ja, klar, bei deiner Neugier schaffst du das ganz bestimmt!" sage ich und signalisiere mit einem Blick, das sie es öffnen soll. Ich bin mir ziemlich sicher, das sie zögert, weil sie befürchtet das da ein Ring drin sein könnte. Ich warte eigentlich darauf das sie es mal schüttelt, dann würde sie hören das es kein Ring sein kann. Kaum hab ich das gedacht, schüttelt sie das kleine Päckchen und ich sehe Erleichterung in ihrem Gesicht. " Dein Gesichtsausdruck spricht Bände, Sanne!" Sie sieht mich überrascht an. " Und was sagt er dir?" fragt sie herausfordernd. " Das du erleichtert bist das du ein leises Klappern hörst, denn das ist ein deutlisches Zeichen, das es kein Ring sein kann." sage ich, grinse und lege meinen Kopf schief. Und wie aufs Kommando wird sie rot. " Ein Antrag am Valentinstag wäre zu abgedroschen. Wenn dann, wird er was ganz Besonderes sein und wunderschön. Ich bin nur überrascht, das dich der Gedanke an eine frühe Verlobung zu erschrecken scheint. Ich halte dich für eine Frau, die ihren eigenen Weg geht und ab und zu auch mal sehr spontane Entscheidungen trifft. Sollte ich mich so sehr täuschen?" Sie schüttelt den Kopf. " Nein, Oli, du täuschst dich nicht. Ich denke nur, das es viel zu Früh wäre und wir erst einmal sehen sollten wie uns eine Fernbeziehung bekommt. Ich hab mich so an dich gewöhnt, mein Körper ...ja sogar meine Seele hat sich an dich gewöhnt und ich fürchte mich vor Montag, weil ich unsagbare Angst habe zusammen zu brechen."

Als sie das sagt sehe ich, wie ihr Tränen in die Augen steigen. Bitte nicht ... bitte nicht weinen ... oh nein. Als die ersten Tränen über ihre Wangen laufen spüre ich das ich diesen Anblick nicht ertragen kann. Es bereitet mir körperliche und seelische Schmerzen sie so zu sehen. Ich nehme sie behutsam in meine Arme und ich spüre ihr Schluchzen durch ihren ganzen Körper. Sanne kuschelt sich eng an mich und rollt sich zusammen. Aufeinmal wirkt sie so verletztlich, so zerbrechlich und mir wird bewusst das sie aussieht, wie ich mich selber in diesem Augenblick fühle. Mir geht es ganz genau so und ich weiß das Montag Nachmittag die Hölle für uns sein wird. Ich versuche sie zu beruhigen, was mir kaum gelingt. Um sie etwas abzulenken frag ich sie sanft:" Willst du denn gar nicht dein Geschenk aufmachen?" Sanne wischt sich darauf hin wenig Ladylike ihre Nase mit ihrem Handrücken ab. Ich schmunzel. Sie greift nach dem Päckchen und versucht es vorsichtig aus zu packen. Trotz zittriger Hände schafft sie das ohne das das Papier den kleinsten Schaden nimmt. Als sie die Schachtel ausgepackt hat, schluckt sie als sie die Aufschrift auf der Schachtel erkennt. " Cartier." murmelt sie. Ich nicke und küsse sie auf die Stirn. Sie öffnet die Schachtel und atmet tief ein. Sie sieht mich mit ihren geröteten Augen an, in denen noch immer Tränen schimmern und lächelt mich an. Sie nimmt die Kette mit dem Anhänger raus und betrachtet den Anhänger ausgiebig. Es ist ein goldener, herzförmiger Anhänger mit einem eingravierten Bild von uns. " Oh, Oli, er ist wunderschön! Danke." haucht sie und küsst mich. " Legst du sie mir bitte um?" fragt sie und ich erfülle ihr diesen Bitte nur all zu gerne.

Sanne fasst ihr langes blondes Haar zu einem Zopf zusammen und ich hocke mich hinter sie und hänge ihr die Kette um. Als ich den Verschluß geschlossen habe, streiche ich ihr mit meinen Fingern federleicht über ihre Schulter und hauche Küsse drauf. Sie lehnt sich mit einem leisen Stöhnen an mich und ich vergrabe meine Nase in ihr Haar. " Du riechst so gut." murmel ich und lasse meine Hände über über ihren Rücken abwärts gleiten. Ich schiebe meine Hände unter ihren Armen durch, damit ich an ihren vollen Brüsten komme, die ich zärtlich liebkose. Sanne genießt meine Berührungen mit allen Sinnen und ich spüre das sie anfängt sich wieder zu beruhigen. Ich kann es definitiv nicht ertragen wenn sie weint, wenn sie unglücklich ist. " Ich hole dich heute Abend mit einem Wagen ab. Wir gehen essen. Zieh dir bitte was ... Elegantes an." flüstere ich in ihr Ohr. " Ein Cocktailkleid reicht?" "Ja." hauche ich. " Kleid klingt sehr gut!" murmel ich und küsse ihren Hals. Meine Hände gleiten weiter abwärts, zu ihrem Schoß und als meine Finger ihre Klit finden stöhnt Sanne hörbar auf und dreht sich zu mir um. In ihrem Blick sehe ich ungezügelte Begierde und es raubt mir den Atem. Sie küsst mich voller Leidenschaft und wir verlieren uns abermals in einander.

Als ich erwache sehe ich zu meinem Erstaunen, das es schon 12 Uhr Mittags ist. Ich hab nicht mitbekommen wie Sanne aufgestanden ist. Ich habe wunderbar geschlafen und es scheint als wenn mein Körper Sanne noch immer spüren kann. Ich wälze mich dann aber doch aus dem Bett, ziehe meine Jeans über und gehe zur Küche denn ich merke, das ich einen riesen Hunger habe. Oz sieht mich lächelnd an. " Dachte schon du bist tot!" lacht er. " So lange schläfst du selten!" Ich muss grinsen. " Naja...wir sind erst so gegen 3 eingeschlafen." sage ich entschuldigend und zucke mit den Schultern. "Ich weiß, Sanne sagte das schon. Sie ist auch erst gegen 11 aufgestanden und ziemlich überstürzt aufgebrochen. Sie hatte überrings einen Kleidersack dabei." sagt Oz und grinst. Ich schmunzel und male mir in meinen Gedanken aus, wie Sanne wohl in einem Cocktailkleid aussehen wird.

Nach einer Tasse Kaffee, mache ich mir ein Omlett, dazu brate ich etwas Speck. "Wollen wir nachher etwas Laufen?" frage ich Oz, der daraufhin nickt. "An was für eine Distanz hast du gedacht?" "Mindestens 20 Kilometer." " Ok, sollte machbar sein.Soll ich eine Route suchen? " Ich schüttel den Kopf. "Ich würde mir gerne den Tiergarten bei Tageslicht ansehen, wenn es ok für dich ist?" Oz sieht mich lächelnd an. " Tiergarten kling gut. Dann können wir uns auch im Adlon umziehen. Ich hab gesehen das du Sanne schon die Kette gegeben hast?" Ich nicke, während ich mein Omlett esse. " Sie hat um Mitternacht mir meine Geschenke gegeben und da fand ich es nicht angebracht bis heute Abend zu warten, auch wenn es vielleicht Romantischer gewesen wäre. " Oz lächelt wissend und ich sehe ihn mit angehobenen Augenbrauen an. " Du weißt was sie mir geschenkt hat?" frag ich direkt. Oz lacht und sieht mich amüsiert an. " Logisch, ich hab ihr geholfen die Bilder aus zu wählen! Ich weiß auch schon was du zum Geburtstag von ihr bekommst!" sagt Oz und zwinkert mir zu.Verdammt, er weiß ganz genau das ich extrem Neugierig bin. " Dir ist hoffentlich klar, das ich dich jetzt im Stundenrythmus fragen werde was es ist?" Oz lacht nun laut da er weiß, das ich weiß, das er nie was verraten würde. Oz kann ein Geheimnis für sich behalten und es wird ihm eine wahre Freude sein mich auf die Folter zu spannen.

" Richard hatte heute Morgen angerufen." sagt Oz und ich sehe ihn fragend an. " Seine Kommentare zur Pk waren ... wie soll ich es formulieren ... wenig freundlich." Ich atme tief ein und runzel die Stirn. " Was hat der liebe Richard denn jetzt wieder für ein Problem? Das die ganze Welt mich vielleicht jetzt für schwul hält weil ich dir ein Ständchen gebracht habe?" Oz sieht mich verblüfft an. " Schwul? Warum denn das?" " Ok, deine Reaktion sagt mir das es das nicht ist was Richard nicht gefallen hat. Was war es Oz, was ihm die Suppe verhagelt hat?" frage ich, nun leicht genervt nach. Oz atmet tief ein. " Die Tatsache, das du Sanne als die Liebe deines Lebens bezeichnte hast. Richard befürchtet das es Auswirkungen auf die Verkaufszahlen hat, so wohl Cd's, Merchandising und Konzerte. Ein fest liierter Rockstar ist für weibliche Fans nicht mehr attraktiv, sagt Richard, und Solitary Brave hat für eine Rockband erstaunlich viele weibliche Fans." Ich schüttel den Kopf. " Oz das glaub ich nicht das meine Beziehung auf irgend etwas Auswirkung hat was die Band betrifft. Oder kaufen die Fans, die Weiblichen, nur unsere Cds weil sie mich so geil finden... meinen Körper ... zumal der nie auf einem Cover ganz zu sehen war? Das glaub ich nicht Oz,... zumindest hoffe ich es... ich hoffe, das sie die Cd's kaufen weil ihnen die Musik gefällt und sie deswegen auch zum Konzert gehen. Ok, was Poster und so angeht... da mag was dran sein...aber alles was mit Musik zu tun hat...nein ... das glaub ich nicht. Wenn dem aber echt so ist .... ich glaub ... dann bekomme ich eine Sinnkrise und hinterfrage Alles was ich bisher gemacht habe! Ich will wegen meiner Musik respektiert und gemocht werden und nicht wegen meinem Aussehen oder meinem Beziehungsstatus!"

Oz sieht mich sprachlos an. " Wow, das nenn ich mal eine Ansage." Oz atmet ein und fährt fort. " Anders als Richard bin ich deiner Meinung. Aber, wir sollten uns vielleicht eine Taktik überlegen, wie wir ...oder besser du ... Sanne zu einem, von den Fans akzeptierten, Teil deines Rockstar Lebens machen können. Es gibt da einige Möglichkeiten wie wir sie langsam, aber sicher, zu der Frau an deiner Seite machen können. Gott sei Dank verfügt Sanne über die Gabe das fast alle Menschen sie sofort mögen. Sie hat eine unkomplizierte, offene, liebenswürdige und humorvolle Art, mit der sie meist sofort die Menschen für sich einnimmt und das ist ein unschätzbarer Vorteil. Sie muss einfach mit dir oft gesehen werden und sie muss mit den Reportern reden, denn sie sind es letztlich, die dafür sorgen ob Jemand in der Presse Sympatisch dargestellt wird oder halt unsympatisch. Zeige dich mit Sanne und lass sie nur machen, dann sollte sie die Herzen der Fans im Sturm erobern. Und das das ...leider...wichtig ist zeigt das Beispiel der Beatles. Yoko Ono wurde gehasst von den Fans und letztlich zerbrach daran die Band. Dem müssen wir ... ihr ... entgegenwirken, dann wird auch Richard verstummen!" " Sanne gewinnt alle Herzen im Sturm. Hey, ich meine du kennst mich und weißt das ich mich normalerweise nicht so leicht von einer Frau beeindrucken lasse aber Sanne hat es geschafft und das muss schon was heissen!" sag ich zu Oz und grinse ihn breit an. Oz lacht und nickt bestätigend.

Als wir im Adlon eintreffen kommt meine Mutter lächelnd auf uns zu. Sie begrüßt uns und erkundigt sich nach Sanne. Als ich ihr strahlend berichte was ich von Sanne zum Valentinstag bekommen habe fällt mir ein, das ich sie ja bezüglich Oz, was fragen wollte. " Mum, was ich dich fragen wollte .... wenn du mal für einen Augenblick vergisst das Oz quasi sowas wie dein Sohn ist .... was würdest du in ihm sehen wenn du ihn mit den Augen einer Frau siehst die ihn nicht kennt? " Meine Mutter und Oz sehen mich beide völlig entgeistert an." Wie meinst du das, Oliver?" fragt meine Mum zögerlich nach. " Hmm ...ok...also gestern habe ich entdeckt das Oz anscheinden Damen deines Alters bevorzugt und ich frage mich, was sie in ihm sehen wenn sie ihn sehen." Meine Mum sieht von mir zu Oz und runzelt die Stirn und als ich zu Oz blicke sehe ich das er knallrot ist und muss grinsen. " Um sicher zu gehen das ich dich richtig verstehe ... du willst wissen, ob Oz für mich sexuell interessant wäre und wenn ja, was es genau wäre was ihn für mich interessant machen würde?" " Genau!" Meine Mum atmet tief ein und sieht mich, immer noch irritiert an und ich erkenne das auch sie leicht errötet ist. " Oli, dein bester Freund ist ein sehr attraktiver Mann, zudem ist er noch hoch Intelligent, besitzt Manieren und weiß sich zu artikulieren. Das Alles sind Attribute die ihn sehr interessant machen für Frauen, die das zu schätzen wissen und da ich eine Frau bin, die das Alles sehr zu schätzen weiß, wäre Colin für mich ... auch sexuell ... sehr interessant." Ich bin verblüfft. " Sieht man das Alles wenn man Oz sieht? Ich meine als Frau?" " Wenn man seine Attitüde richtig deuten kann, dann schon. Er strahlt das Alles aus seinem Inneren heraus aus und das macht ihn sehr attraktiv für eine bestimmte Art von Frauen. Beobachte einfach weiter, welche Frauen ihm schöne Augen machen, dann wirst du verstehen was ich meine. Colin wird nie bei Frauen seines Alters diesen ... Zuspruch erfahren wie er es... vermutlich bei Frauen meines Alters tut." Ich sehe zu Oz, der mich, warum auch immer, mit zusammen gekniffenen Augen an sieht.

Wir verabschieden uns von meiner Mum und gehen dann zu den Umkleiden. Oz sagt auf den Weg dahin kein einziges Wort. Ich spüre deutlich das er sauer ist, habe aber keinen Schimmer warum. Alles was meine Mum sagte war doch nett, sehr nett sogar, also warum regt er sich so auf? " Was ist los Oz?" frag ich, als ich das Schweigen nicht länger ertragen kann. Oz verdreht die Augen und atmet tief ein. " Beim Dreier, war ich Derjenige, der die Büchse der Pandorra öffnete ... jetzt warst du das!" sagt er und knallt seinen Spint zu. " Rede bitte Klartext mit mir, ich versteh kein Wort." sage ich so ruhig wie möglich. Oz sieht sich um, ob wir alleine sind. " Ich befürchte, das du grade den Status Quo meiner Beziehung zu deiner Mum verändert hast!" Ich sehe Oz verblüfft an und zwinker heftig. " Wie kommst denn auf diese blöde Idee?" " Du hast deine Mutter bewusst gemacht das ich ein Mann bin, nicht der kleine Junge, der beste Freund von dir, nein, du hast ihr mit deiner bescheuerten Frage vor Augen geführt das ich in erste Linie ein Mann bin. Darf ich dich dran erinnern was alles bisher passiert ist, seit dem du von mir weißt das ich eine Freundin habe? So ähnlich ist das jetzt mit deiner Mum. Sie wird über das was du sie gefragt hast nachdenken und wenn ich mich recht entsinne hat sie mich sehr positiv beschrieben, auf Merkmale hingewiesen die ihr wichtig sind und die sie 100% auch bei einem Mann sucht." Ich schnaube. " Komm schon, Oz, das hat doch nicht zwingend zu bedeuten das sie jetzt... urplötzlich... anfängt auf dich zu stehen." Oz hebt eine Augenbraue und sieht mich ernst an. " Meinst du? Dein Wort in Gottes Ohren! Aber Oli, eins sei dir gewiss ... sollte sich die Beziehung zu deiner Mum durch dein Verschulden verändern ...und sie mich ... attraktiv finden... glaub mir, ich werde deine Mum nicht von der Bettkante schubsen!" Oz marschiert aus dem Umkleideraum und ich sehe ihn entgeistert hinter her. Hat er ebend gesagt das er sie NICHT von der Bettkante schubsen wird? FUCK!

Kapitel 14

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